Die perfekte Location finden | Die wichtigsten Tipps

Die perfekte Location finden | Die wichtigsten Tipps

Es ist nie ganz einfach, sich Zeit zu nehmen, um die perfekte Location zu finden.
Ganz bewusst und sich nur auf eine Sache zu konzentrieren. Es erfordert viel Durchhaltevermögen, ein paar leidende Nervenenden und vielleicht den einen oder anderen Misserfolg.
Oft bin ich durch die Gegend gewandert, mit dem Stativ auf dem Rücken und nassen Füßen.
Der Wind zog seine kalten Hände über mein Gesicht und ich hörte nur noch das schlürfende Geräusch meiner Schuhe.
So viele Sekunden, die ich gesucht und irgendwie verschwendet habe. Als die Uhren irgendwann aufgaben, meine Versuche zu zählen. Doch irgendwie hat es immer funktioniert, es gab immer einen Weg.
Manchmal war es Zufall, manchmal reifte eine Idee in meinem Kopf heran und ich musste es versuchen.
Ich werde nicht behaupten, dass es immer einfach ist oder die reine Lebensfreude.
Aber wenn man sich einen Funken Mühe bis zum Ende aufspart, wird man froh sein, durchgehalten zu haben.
Denn diese innere Zufriedenheit, wenn man später auf dem Bett sitzt und die Bilder durchsieht, lohnt den ganzen Aufwand.

Ich muss ein Geständnis machen: Nichts hasse ich an Outfit-Shootings mehr, als die endlos scheinende Locationsuche. Looks sind meistens (eigentlich nie :D) schnell gefunden, aber erst die Frage, wo ich diese fotografieren soll, lässt mich zögern.
Immer öfter kommt es mir vor, als wäre ich ein Hamster in einem Rad, dass sich niemals aufhört zu drehen.
Ich lande letztendlich immer wieder an denselben, bekannten Plätzen. Stelle dort mein Stativ auf, wo ich es gewohnt bin und knipse, als wäre ich von Sinnen.
Doch nach ein paar Outfits wird einem bewusst, dass nicht jeder Hintergrund zu jedem Outfit passt. o sit down, kids. It’s storytime.
Spätestens, wenn man anfängt mehr als ein Outfit pro Monat zu shooten, stellt man sich immer dieselben Fragen: Wo? Wie? Wann? Werden Menschen da sein, die
mich begaffen? #thestruggleisreal
Vor allem mein Hoodie-Shooting bescherte mir einiges an Kopfzerbrechen. Über eine halbe Stunde stapfte ich durch den Wald, hinterließ eingetretenen Schnee und kaputte Tannennadeln.
Nur um am Ende des Weges sofort wieder umzudrehen. Es passte einfach nicht. Mit hohen Schuhen und kurzem Rock im Wald zu stehen, kam mir seltsam und zu gestellt vor.
Das Gefühl stimmte nicht, die Umgebung hatte mich verraten. Am Vortag stand ich noch an derselben Stelle, fühlte mich wohl in meinem neuen Lieblingspulli und machte mir keine weiteren Gedanken.
Doch wie bereits erwähnt, passt manchmal irgendwie nichts zusammen. Lange Rede (aber ihr wisst, die halte ich gerne), kurzer Sinn: Die perfekte Location für ein Outfit zu finden ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich.


Die perfekte Location finden


Take some time 


Bevor das eigentlich Shooting stattfindet, nehmt euch Zeit, um mögliche Locations zu besuchen. Schnappt euch Auto und Stativ und macht ein paar Probebilder. Wie wirkt der Hintergrund? Was ändert das Licht daran? Oder macht einen ausgedehnten Spaziergang. Die Suche nach einer Locations braucht manchmal einfach Zeit.

 


Mind the Clock Things


Dieser Tipp ist vor allem dann wichtig, wenn ihr Fotos alleine macht. Niemand möchte sein Stativ der Gnade Umstehender überlassen. Also macht euch Gedanken, wann bei welcher Locations weniger menschliches Leben zu finden sein dürfte. Bei meinem Hoodie-Outfit fuhr ich um vier Uhr zum örtlichen Kino. Es waren zwar bereits ein paar Leute dort, aber nicht so viele, wie zur bekannten Film-Rush-Hour. Also hatte ich, außer ein paar Ausnahmen, meine heilige Ruhe vor der Welt.

 


What you’re wearing?


Den besten Anhaltspunkt, welche Location wirklich passen könnte, tragt ihr bereits am Körper. Die hohen Stiefeletten versinken im Schnee? No thank you. Was könnte zu einem Minirock passen? Was will ich damit ausdrücken? Ich wollte mit meinem Hoodie nicht komplett fehl am Platz wirken. Hätte ich einen Sportplatz in der Nähe gefunden, wäre ich also bestimmt dorthin. Aber letztendlich ist es die schlichte, schwarze Hinterwand des Kinos geworden. Die passt so ziemlich immer.

 


Think brighter


Eigentlich kann sich alles zur Location umfunktionieren lassen, wenn ihr die Augen offen haltet. Das angrenzende Waldstück, das leerstehende Lagerhaus. Werft einen scheuen Blick über den Tellerrand und macht euch schlau, was es in eurer Umgebung alles zu sehen gibt.

 


Seasons have it


Besonders schon am Land sind die Jahreszeiten. Diese kann man natürlich nicnht beeinflussen, aber es ist nie schlecht, die einzigartigen Orte zu kennen, die sich über das Jahr hinweg verändern. Bunte Blättern und orangene Wege im Herbst. Weiße Schneedecken und zarte Flocken im Winter. Zarte Blüten und süßliche Farben im Frühling und Sonnenstrahlen auf dem Gesicht im Sommer. Der Attersee ist zB.: Ein Allround-Talent und einfach immer wunderschön.

Outfits: Winter Favourites || Schal-Liebe


Location-Tipps | No matter where you are


Stadtkind vs. Dorfmädchen

Es macht natürlich einen großen Unterschied, ob man in einer Stadt wie Salzburg, Linz oder Wien lebt oder in einem Seelendorf wie ich. Aber egal wo ihr seid, tolle Locations findet man überall.

Für die Stadtkinder:
  • Seitenstraßen
  • Gassen
  • Häusereingänge
  • Stufen

Outfits: The Ripped Jeans Argument || Strick-Freunde


Für die Dorfmädchen & -jungs
  • Waldstücke
  • Kieswege
  • alte Hütten
  • Brücken
  • Parkbänke

wenn frisch gefallener Schnee liegt, macht es die Suche zwar kälter und deutlich unangenehmer, aber man muss sich weniger Gedanken um die Wirkung der Farben im Hintergrund machen.


Fancy little Blogger

Viele dieser Möglichkeiten habe ich im örtlichen Dorf nicht gerade. Aber wenn es ausgefallener sein soll, darf es auch mal ein Ausflug in die nächste Kleinstadt sein.

  • Stadtpark (Obwohl mein Nachbarwäldchen da ebenfalls ausreicht)
  • Alles mit Säulen
  • Seen oder Flüsse
  • Größere Brücken

Outfits: Schwarzer Plisseerock || Eine Prise Grün || Underground Layering


Stay classic

Sollten alle Möglichkeiten im Treibsand versinken (wirklich alle), bleiben immer noch die Klassiker: bunte, schwarze oder weiße Wände. Damit kann man kaum etwas falsch machen und man findet sie beinahe überall.

  • Farbige Wände von Kinos oder Einkaufszentren
  • weiße Häuserwände
  • Betonmauern ohne Muster

Outfits: Robin Hoodie || All the things I took for granted


Ich hoffe, dass die Tipps hilfreich für euch waren und euch denn Fotoalltag etwas erleichtern.
Da diese Fotobeiträge immer sehr gut bei euch ankommen, wird es in Zukunft einmal im Monat Tipps & Tricks für Fotos und Kamera geben. Nächstes Mal bekommt ihr endlich einen Guide zu meiner geliebten Olympus. 🙂

Habt ihr noch Tipps für mich? Was ist eure Lieblingslocation?

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11 Kommentare

  1. Carina
    22. Februar 2017 / 15:19

    Hallo Kat.
    Ich liebe diesen Beitrag. 🙂 Herrlich. Endlich jemand, der verrät, wie man Locations auswählt. Denn das habe ich mich die letzten Tage ein paar Mal gefragt, als ich mir überlegte, was alles auf meinen Blog soll, welche Bilder, was bräuchte ich dazu noch. Da kann ich die Tipps echt gut gebrauchen, denn mir fallen sogar auf Anhieb ein paar Locations ein. 🙂
    Gmunden ist irgendwie voll davon. 🙂 Ich glaube, nach dem Studium sieht mich meine Heimatstadt wieder ein wenig öfter. 🙂 *gg*
    Danke, danke für den tollen Beitrag.
    Liebe Grüße,
    Carina.

    • 23. Februar 2017 / 8:20

      Dankeschön meine Liebe. 🙂 Das freut mich sehr.
      Es ist toll, wenn du die Tipps nutzen kannst. Gmunden hat sicher wunderschöne Plätze, die sich toll als Location eignen. <3

    • 23. Februar 2017 / 9:04

      Dankeschön Rina. 🙂 Freut mich. <3

  2. 23. Februar 2017 / 15:15

    Hi Kat!

    Super interessantes Thema! Ich bin immer total ratlos wenn ich mal eine Location für Fotos brauche (ist bei mir nicht so oft der Fall wie bei dir, da ich keine Outfit-Posts mache aber ab und zu stehts dann doch an). Beim nächsten Mal werd ich mir deinen Artikel als Inspiration nochmal durchsehen 🙂 In Kombination mit deinen Tipps fürs alleine fotografieren schaff ich´s dann sicher auch mal gute Fotos zu machen ^^

    Liebe Grüße

    Lisa

    von http://www.lililovely.com

    • 6. März 2017 / 13:37

      Vielen Dank, Lisa. 🙂 Freut mich, wenn dir die Tipps helfen.

  3. 23. Februar 2017 / 19:28

    Liebe Kat, was für ein schöner Beitrag! Da werden sich sicherlich Viele tolle inspiration von holen können 🙂 Ich entdecke Locations fast immer wenn ich unterwegs bin. Einfach beim Spaziergehen oder beim Laufen. Und auf den Fotos entpuppen sich scheinbar langweilige Ecken doch schnell als Hingucker 🙂 Danke für die tollen Tipps und hab einen schönen Donnerstag!
    Liebste Grüße an Dich ❤ Saskia | http://www.demwindentgegen.de

    • 6. März 2017 / 13:38

      Danke für dein liebes Kommentar, Saskia. 🙂 Freut mich sehr, wenn dir der Beitrag gefallen hat.
      ja das kann ich dir nur zustimmen. 🙂

  4. 22. März 2017 / 9:02

    Schöne Tipps zur Location-Findung.
    Es ist wohl wirklich das Problem, was uns am meisten Zeit und Nerven raubt. Selbst wenn man die perfekte Location für das Outfit gefunden hat, spielt das Wetter noch eine entscheidende Rolle. 🙂

    Liebste Grüße
    xo Sunny

    http://www.sunnyinga.de

    • 27. März 2017 / 9:17

      Vielen Dank. Oh ja, du sagst es. 😀 <3
      Man glaubt gar nicht, wie wichtig das Wetter ist. Besonders die Sonneneinstrahlung kann alles kaputt machen. 🙂

  5. 5. April 2017 / 13:25

    Tolle Tipps und viele kleine Details, die wirklich sehr wichtig sind.
    Natürlich ist es dann immer noch eine Glückssache, ob das Wetter mitspielt, die Kamera das macht was man will oder die Location so ist, wie man sie in Erinnerung hatte, aber genau das ist ja auch irgendwie das spannende. Man kann nicht alles zu 100 % planen, selbst wenn man einen guten Plan gemacht hat. Das sollte man immer im Hinterkopf haben 🙂

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Mary

    http://www.ohwalley.com

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