Two Girls love Fashion | Underground Layering

Two Girls love Fashion | Underground Layering

Ich habe vergessen wie es sich anfühlt, Sonne auf der Haut zu spüren. Feine Strahlen über die Ärmel meiner Jacke huschen zu sehen. Mir kommt es wie ein Traum vor, aus dem ich nicht mehr aufwachen kann. Als wäre ich gefangen zwischen Eiskristallen und Schneeflocken. Der Winter hat mir gute Dienste getan, aber wie gerne würde ich aus diesem Dornröschenschlaf der Kälte endlich aufwachen. Lange habe ich gewartet, irgendwann das Schicksal akzeptiert. Spätestens, als meine Schuhe durchnässt waren und die Socken an meinen Füßen einfroren. Das Fensterglas drückt kalt gegen meine nackte Handfläche. Wie lange sitze ich schon hier? Habe ich es vergessen? Zeit rieselt an mir vorüber und ich schenke ihr keinen Moment meiner Aufmerksamkeit. Alles rast, die Welt winkt mir zu, als sie mich streift. Draußen ist es so Grau, so einsam. Als hätten die Menschen Angst sich im Nebel zu verlieren. Mein Blick löst sich von der Ödnis, die das Haus einsperrt. Und ich tippe weiter. Mit einer Emsigkeit, die lange verschwundene Bienen stolz machen würde. Vielleicht fragt ihr euch, was ihr hier gerade gelesen habt. Den Beginn einer Geschichte? Oder ihr Ende? Ob es Wahrheit ist oder Fiktion kann ich nicht sagen. Denn das Leben birgt tausende Geschichten, die ineinander übergehen, sich gegenseitig verschlingen und in Rauch aufsteigen. Jeder Tag ist voll davon. Und jetzt gerade, in diesem Moment, sind wir mittendrin.

Es hat mir gefehlt, meine Seele zu zeichnen. Sätze, die einfach in meinen Gedanken auftauchen, niederzuschreiben. Ohne darüber nachzudenken, ohne sich zu fragen, ob es jemand lesen wird. Viel zu oft mache ich mir Sorgen, dass meine Texte niemanden interessieren. Aber das ist nicht wahr. Denn selbst wenn kein Leser seinen Weg auf meinen Blog zwingt, schreibe ich zumindest für mich selbst. Das Schreiben ist ein Teil von mir und es wird nie anders sein. Stimmen haben mich in den letzten Tagen begleitet und gemeint, mein Blog wäre von Outfits überflutet worden. Es ließ mich innehalten, Fragen durch die Luft segeln. Ich versuche, egal bei welchem Thema, eine Geschichte zu zaubern. Keine Outfitdetails oder schnöde Kombinationstipps. Doch irgendwie habe ich mich selbst ein wenig verloren, als ich Teil all dieser Blogparaden wurde. Plötzlich beschrieb ich, was ich trug. Den Hintergrund, ja, aber trotzdem stand das Outfit im Mittelpunkt. Es gab witzige Stories zu jedem Look, wie die Geschichte über meine Oma und die Hose oder als der Wind beschlossen hatte, mir den roten Mantel vom Leibe zu reißen. Schöne, lustige Geschichten, die meine Erfahrungen teilten. Aber kaum noch diese besondere Wortmalerei, die ich selbst an meinem Stil so schätze. Das Zeichnen mit Tastatur und Buchstaben. Ich habe es so sehr vermisst, in selbst gemalten Landschaften zu verschwinden. Sätze, die manchmal nur wenig Sinn machen, aber in meinen Ohren wie Musik klingen. Ganz ich selbst, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob ich das Outfit auch würdig darstelle. Seven & Stories mag kein gewöhnlicher Alltagsblog sein, oder auf den ersten Blick die breite Masse ansprechen. Es ist ein Ort für schöne Dinge und Ehrlichkeit. Das geschriebene Worte und dem sogenannten Lifestyle, den ich täglich vorzuleben versuche. Ich möchte mich selbst nicht verlieren, um anderen zu gefallen.

Vielleicht ist es euch nicht einmal aufgefallen, wer weiß. Was ich aber sagen kann, ist, dass es wieder öfter Texte geben wird, die nichts mit dem gezeigten Outfit zu tun haben, oder dieses erst später ansprechen. So wie meine Geschichte über all die Dinge, die ich für selbstverständlich hielt. Ich bin keine normale Fashionbloggerin und das will ich auch nicht sein. Ich wachse in meinem eigenen Tempo und mit meinen ganz besonderen Beiträgen. Es war mir ein großes Anliegen, diesen Text zu schreiben. Ich möchte mein eigenes Ich in die Welt tragen.  Die Texte von Kleinstadt Carrie Luise haben mich berührt, verzaubert und die Bloggerwelt hat kurz den Atem angehalten. Ich möchte genauso sein, wie ich es mir von Herzen wünsche. Mit all den schönen Texten, die die Menschheit so dringend braucht.

Zum Schluss möchte ich es mir aber nicht nehmen lassen, euch kurz zu sagen, was sich die liebe Jasmin und ich gedacht haben, als wir das Outfit-Thema für diesen Beitrag der Two Girls love Fashion-Blogparade aussuchten. Underground Layering. Also Layering, das man nicht sieht. Ich bin nicht mit einem Kleiderschrank epischen Ausmaßes gesegnet oder kann es mir leisten, eben diesen jeden Monat aufzustocken. Ich besitze gerade mal vier Jacken bzw Mäntel und wollte versuchen, den Tag auch ohne diese schützende Schicht zu überstehen. Es muss nicht immer eine Neuinterpretation des Michelin-Männchens sein, wenn man an Underground Layering denkt. Es kann elegant sein, zart. Und ohne, dass unwissende Augen etwas erspähen. Oder hättet ihr erraten, dass ich unter dem Pullover noch vier weitere Schichten trage? 😀 Bestimmt nicht.

 

 

 

Wie findet ihr den Text und wie gefällt euch das Outfit?

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20 Kommentare

  1. 19. Februar 2017 / 11:20

    Hallo Kat
    Sehr schöner Text und ja, jeder sollte sein eigenes Tempo nehmen und sich nicht drängen lassen. Das Outfit gefällt mir, bis auf die Hose, sehr gut. Mag die zerissenen Jeans einfach nicht, bin wohl schon zu alt dafür gg
    Liebe Grüße

    • 23. Februar 2017 / 8:03

      Danke liebe Tanja. 🙂 Das freut mich.
      Haha, dann bist du wie meine liebe Oma. Aber ist ja völlig in Ordnung. 🙂

  2. 19. Februar 2017 / 12:51

    Wirklich klasse! Die Schichten hast du super gut versteckt. Das Outfit sieht super schick aus und ich finde das zartrosa sieht fantastisch an dir aus 🙂

    Liebe Grüße,
    Jasmin.

    • 23. Februar 2017 / 8:18

      Danke liebe Jasmin. 🙂 Ja ich war selbst erstaunt, dass man die Schichten nicht gesehen hat. 😀 <3
      Freut mich, dass dir das Outfit gefällt. <3

  3. 19. Februar 2017 / 14:42

    Oh ich mag das Outfit richtig gerne und finde die Fotos sind so schön geworden. Man merkt langsam richtig wie wohl du dich langsam vor der Kamera fühlst.

    Und der Text war wieder mal fantastisch. Ich liebe liebe liebe deinen Schreibstil.

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

    • 23. Februar 2017 / 8:17

      Ach Kerstin, du machst mich ganz verlegen. 🙂 Vielen Dank für dein liebes Kommentar.
      Und du hast Recht, allmählich gehört die Kamera zu mir. 🙂 Dankeschön, du weißt, wie sehr ich mich darüber freue. 🙂 <3

  4. Nathalie von Books&Scotland
    19. Februar 2017 / 15:22

    Ich liebe solche Texte voller Schönheit.
    Danke, aber direkt für diesen Text.
    Er gibt mir etwas Mut, mehr ich auf meinem Blog zu sein. Nicht daran zu denken, anderen gefallen zu wollen. Das zu schreiben, was ich will.
    Danke! Dafür .

    • 23. Februar 2017 / 8:14

      Oh Nathalie, von Herzen Danke für deine lieben Worte 🙂 Das freut mich so sehr. <3
      Ich drücke dir die Daumen, dass du es schaffst. Ich glaube an dich. 🙂

  5. 19. Februar 2017 / 21:09

    Wow der Text ist wirklich wundervoll geschrieben! Du hast einen sehr schönen Schreibstil!
    Das Outfit gefällt mir sehr gut – die Spitze mit dem Pullover sieht klasse aus! 🙂
    Ganz Liebe Grüße Sarah <3

    • 23. Februar 2017 / 8:14

      Danke liebe Sarah. 🙂 Das freut mich sehr und macht mir wirklich glücklich. 🙂
      Oh ja, den Pullover mag ich auch richtig gerne. <3

  6. 19. Februar 2017 / 21:11

    Oh mich haben deine Worte gerade sehr berührt Kat! Mir geht es oft ganz genau so. Einfach nur Sätze hunterschreiben. Die Gedanken, die in dem Moment in den Kopf kommen in Buchstaben auf dem Bildschirm verwandeln. Du machst das genau richtig! Schreib über das was dir gerade einfällt. Und mach dir nicht zu viele Gedanken. Deine Texte sind wundervoll und die Leser (zB. Ich) werden sie toll finden! Ich freue mich auf deine Gedanken!

    Hab einen schönen Restsonntag!
    Liebste Grüße an Dich! ❤ Saskia | http://www.demwindentgegen.de

    • 23. Februar 2017 / 8:13

      Danke liebe Saskia. 🙂
      Das bedeutet mir wirklich sehr viel und freut mich. <3 So viele liebe Worte machen mich ganz verlegen.
      Von Herzen Danke für dein zauberhaftes Kommentar. <3 🙂

  7. 20. Februar 2017 / 7:52

    Love your outfit! Looks like a fairy tale. But your choice of neutrals (I also wear only neutrals. 99% of my choices) and lace really nailed it! I’m following (subscribed) your blog now. Would reall appreciate much if yoi check my out and follow/ subscribe if you like it.
    Kepp up this great work!

    xx

    • 23. Februar 2017 / 8:11

      Thank you so much, dear. 🙂 That’s amazing, thanks. Of course I’m going to visit you soon. <3

  8. Carina
    20. Februar 2017 / 8:08

    Hallo liebe Kat.
    Ich finde überhaupt nicht, dass du zu viele Outfits zeigst, denn es ist immer eine Geschichte dahinter und das finde ich absolut klasse!
    Du erzählst eine Geschichte und die Outfit-Fotos sind zur Untermalung da. Deine Texte sind einfach wundervoll, dass ich sie meist nicht nur einmal lese! 🙂
    Mach immer weiter so!
    Liebe Grüße,
    Carina.

    • 23. Februar 2017 / 8:09

      Puh, zum Glück, das freut mich. 🙂 Oh wie lieb, Dankeschön. das freut mich natürlich ganz besonders. <3

  9. 20. Februar 2017 / 11:23

    Das Lesen deines Textes hat echt Spaß gemacht!Ich finde es immer schön durch solche kleinen Texte die Bloggerin hinter den Outfit in den Kopf blicken zu können. Das gibt dem ganzen Blog noch einen ganz anderen Charme finde ich. Das Outfit gefällt mir übrigens auch sehr gut, man muss Layering ja auch nicht immer unbedingt sehen 🙂
    Liebe Grüße,
    Leni
    http://www.sinnessuche.de

    • 23. Februar 2017 / 8:09

      Dankeschön Leni. 🙂 Genau das möchte ich mit meinen Texten erreichen und es freut mich sehr, dass er die gefallen hat. <3
      Sehe ich genauso. 😀 schön, wenn es dir zusagt.

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