Festival Survival Guide: Packliste und die wichtigsten Tipps

Festival Survival Guide: Packliste und die wichtigsten Tipps

Noch nie habe ich so viele Menschen auf einmal tanzen sehen.
Hände in der Luft, Blumen im Haar.
Schuhsohlen kratzen über warmen Asphalt.
Ich spüre überall Musik.
Egal wo ich hingehe, sie folgt mir.
Klettert über meine Arme, verkriecht sich in meinen Haaren.
Musik, die mich zu einem anderen Menschen macht.
Weil ich sie sonst nicht höre.
Aber in diesem Moment bin ich jede Note, jeder Bass.
Ich vergesse und tanze und lebe.
Mit strahlenden Augen sehe ich zur Bühne und lache und weine zugleich.
Weil es mir so unfassbar gut geht.
Schon lange habe ich mich nicht mehr so frei gefühlt.
Obwohl ich vor ein paar Tagen noch im Bett lag und geweint habe.
Jetzt ist alles weg.
Jetzt ist alles anders.
Es gibt keine Probleme.
Es gibt keinen Job, keine Verpflichtungen.
Ich denke an nichts.
Ich bin einfach nur.


Electric Love Festival Insider-Tipps


  • Das Festivalgelände besteht hauptsächlich aus Asphalt. Das bedeutet, dass selbst bei Regen kein Schlamm aufkommen kann. Wo sich hingegen der Matsch tummelt sind die Campingplätze und die Parkplätze. Sollte es euch aber so gehen wie Lisa und mir und ihr reist mit dem Zug an und wohnt in einem Hotel, könnt ihr getrost auf die Stiefel verzichten. Die werden bei den hohen Temperaturen schnell unangenehm.

 

  • Das Leben auf dem Electric Love ist, sagen wir es so, scheißteuer. Käsespätzle kosten fast 9€, ein kleines Vodka Orange 5,50€ und für den ersten Schwung Leitungswasser werden auch nochmal 8€ berechnet (auffüllen gratis). Mir war es also, als geldtechnischen Gründen, gar nicht wirklich möglich, einen Damenspitz zu bekommen.

 

  • Bloß nicht vergleichen! Auf jedem Festival laufen knapp bekleidete Sexbomben durch die Gegend oder einfach sexy Frauen, die mehr Oberweite und weniger Oberschenkel haben. Aber wenn man mit dem Vergleichen einfach anfängt, ruiniert man sich das ganze Festival. Die nagenden Selbstzweifel für ein paar Stunden ausblenden und die Musik genießen.

 

  • Der Shuttle-Bus fährt vom Salzburger Hauptbahnhof ab und bringt euch direkt vor das Gelände. Soweit ich weiß ist er alle halbe Stunde unterwegs. Auch nachts sind wir so unkompliziert zurück zum Bahnhof gekommen.

 

  • Versucht das Festival zu anderen Zeiten zu verlassen, als alle anderen. Ich hatte das Pech (oder das Glück?), dass mir zum Schluss jemand dermaßen auf den Fuß gehüpft ist, dass ich nicht mehr tanzen konnte und nur noch rumgehumpelt bin. Letztendlich bekam ich im Shuttle sogar noch einen Sitzplatz und kam bequem zum Hotel.

  • Die Almhütte am Gelände ist definitiv nicht zu unterschätzen. Dort hatten wir mit am meisten Spaß, die Musik war super und wir haben nur gelacht und getanzt.

 

  • Checkt unbedingt vor Anreise den Wetterbericht und seid auf alles vorbereitet. Mir und Lisa war der Wettergott wohlgesonnen und außer ein paar Wolken schien den ganzen Tag die Sonne.

 

  • Als Übernachtungsmöglichkeit, falls ihr wie ich keine Camper seid, kann ich euch das Hotel Imlauer & Bräu  empfehlen (unbezahlte Werbung). Es ist vom Bahnhof zu Fuß nur 10 Minuten entfernt, richtig schön und auch noch leistbar.

Festival Survival Guide: Diese Sachen gehören auf jede Packliste


Ich war zum ersten Mal überhaupt auf einem Festival. Aber dank Vorabrecherche und einigen Bloggertipps habe ich alles richtig gemacht und bin gut über die Runden gekommen. Damit ihr einige typische Festivalfehler vermeiden könnt, habe ich hier meine Packliste für euch, die mir oft genug den Hintern gerettet hat.

Disclaimer: Habe (fast) alle Sachen bei dm gekauft. Die haben eine wirklich tolle Auswahl, auch an kleinen Produkten.


Turnbeutel

Laut Lisa kam sie beim letzten Mal nicht auf Anhieb auf das Festival. Weil keine Handtaschen auf dem Gelände erlaubt waren. (Warum auch immer.) Letztendlich ist ein Turnbeutel auf jeden Fall die beste Alternative. Er hat wenig Eigengewicht, lässt sich einfach reinigen und ist um einiges unkomplizierte zu transportieren, als eine Handtasche.


Feuchttücher

Was hätte ich nur ohne diese Schätzchen gemacht? Am Plumpsklo einen Heulkrampf bekommen. Denn ohne fließendes Wasser und Waschbecken fühle ich mich einfach nur schmutzig. Glücklicherweise ging es Feuchttücher auch in Kleinpackungen, so konnte ich den gröberen Schmutz sofort beseitigen.


Taschentücher

Wenn das Klopapier mal wieder aufgibt und man eingeschlossen hinter einer Plastiktür sitzt, kann schon mal Panik aufkommen. Also unbedingt Taschentücher einpacken. Die retten nicht nur verschnupfte Nasen, sondern auch schlammige Schuhe oder klebrige Hände.


Desinfektionsmittel

Ähnlich wie die Feuchttücher hat auch dieses Wundermittel meine Hygiene davor bewahrt, sich selbst zu erwürgen. Nach jedem Toilettenbesuch ein Muss und auch für zwischendurch einfach nur erfrischend und wohltuend.


Deo

Für die Erfischung zwischendurch, und wenn ihr auch so schnell schwitzt wie ich, hilft ein kleines Deo. Ich bin zwar kein großer Fan von Aluminiumsalzen, aber bei gerade wenn ich mich viel bewege, schwitze ich sehr viel (Überfunktion der Drüsen) und bin über ein Anti-Transpirant schon sehr froh. letztendlich hilft aber auch jedes andere Mini-Deo oder auch ein Deoroller.


Lippenbalsam

Ein kleiner Lippenbalsam passt in jeden Turnbeutel und vor allem wenn es warm ist und der Alkohol die Lippen austrocknet, ist man für etwas Feuchtigkeit schnell dankbar.



Regencape

Auch wenn der Wetterbericht vielversprechend scheint, Regen kann der Partycrasher schlechthin sein. Wir hatten, im äußersten Notfall, jeder ein Regencape im Beutel. Ich habe mich für diesen schicken Umhang entschieden, da er gleich als 5er Pack ankam und mein süßes Outfit (bin ja trotzdem noch Bloggerin :D) nicht versteckt hätte.


Sonnencreme

Vielleicht hat nicht jeder die Haut einer 12-jährigen Engländerin, so wie ich, aber auf Festivals fängt am sich schnell einen Sonnenbrand ein. Vor allem das Gesicht ist immer ein williger Kandidat und sollte vor solchen Attacken möglichst geschützt werden. Eine mini Tube Sonnencreme hat in unserem Turnbeutel noch wunderbar Platz und eure Haut wird dankbar sein.


Haargummis

Egal ob kurze oder lange Haare, irgendwann, im Laufe des Tages, gehen sie uns alle auf den Keks. Schweiß klebt im Nacken und die Haare wollen gleich mitmachen. Die Hitze bringt euch beinahe um den Verstand oder es hat euch doch etwas Schlamm gefunden. Egal welchen Grund es gibt, Haargummis haben einen fixen Platz auf meiner Packliste.


Power-Bank

Auch wenn ihr nicht gerade als Blogger auf dem Festival unterwegs seid, das Handy hat für alle Besucher eine gewisse Funktion. Sei es die verlorenen Freunde wiederzufinden oder einfach nur ein Video als Erinnerung zu machen. Wenn aber auf halber Strecke der Akku den Geist aufgibt, ist das eher kontraproduktiv. Deshalb habe ich immer meine Power Bank mit, die mein Handy bis zu 3 Mal neu aufladen kann.


Pullover

Gegen Abend kann es schnell ziemlich eisig werden. Wenn man sich nicht gerade die Seele aus dem Leib tanzt, spürt man den Wind und die kalte Luft umso mehr. Also ist es nie verkehrt, einen dünnen Ersatzpulli mitzunehmen.

Bonus Tipp: Rollt den Pullover zusammen. Dadurch nimmt er weniger Platz weg und passt besser in den Turnbeutel.


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So war das Electric Love Festival 2018


Es war mein erstes Festival überhaupt. In meinem ganzen Leben hatte ich es bisher nicht geschafft, meinen Hintern auf eines davon zu bewegen. Jetzt, mit fast 24, war es dann doch soweit.
(Zum Glück sehe ich ohnehin aus wie 20, da fällt das nicht weiter auf :D)
Ich muss aber auch zugeben, dass es letztendlich Lisas Idee war. Ohne sie würde ich diesen Beitrag vermutlich nicht schreiben können.
Wahrscheinlich ist jede Festivalerfahrung anders, je nachdem, was man macht. Ob man vor Ort im Auto schläft, campen geht oder sich, wie wir, ein Hotelzimmer sucht. Ich bin eine kleine Prinzessin, das muss ich an dieser Stelle zugeben.
Wir waren nur für einen Tag, Samstag, da und bereits im Zug nach Salzburg war ich aufgeregt. Würde es Spaß machen? War es die richtige Entscheidung? Was, wenn es mir wieder schlechter geht?
Nach dem Einchecken klebte ich mir erstmal ein paar Sterne ins Gesicht, um auch etwas Festival Spirit zu verbreiten. Hat super geklappt, denn ich sah aus wie eine gefallene Fee.


Mit dem Shuttle ging es direkt zum Festivalgelände und nach einigen Vorfällen auch endlich zum Eingang. Bis dahin waren meine Sneaker schon voller Schlamm und braun verkrustet. (Der Parkplatz ist ein einziges Schlachtfeld)
Meine Stimmung wurde die ersten zwanzig Minuten davon überschattet, dass ich superdringend auf die Toilette musste und weit und breit keine Einrichtung in Sicht war. Letztendlich fand ich eine Reihe an Plumpsklos. Zum Glück war ich gut ausgerüstet (siehe Packliste) und konnte unbeschadet meine Blase entleeren.
Danach ging es gleich auf Erkundungstour, bis wir uns für die Q-Stage entschieden. Im Shuttle-Bus haben wir auch zwei Mädchen kennengelernt, die wir dort zufällig wieder getroffen haben. Funny times. Und was macht man, wenn man mit lustigen Leuten vor eine Bühne steht, die Musik aus den Lautsprechern scheppert und die gute Laune aus allen Fasern strömt?
Richtig, tanzen, als wäre man die einzige Person auf der Welt.
Und neben Käsespätzle essen, die unfassbar lecker waren, die Toilette aufsuchen und mich über so manchen Festivalgänger zu wundern (was ist das denn auf seinem Kopf?), tat ich auch nichts anderes.
Ich liebe es, mich zu bewegen. Zu tanzen, meine Arme in die Luft zu strecken und mich in der Musik zu verlieren. Tanzen ist wie fliegen. Wie Freiheit in der Luft.
Das macht für mich ein wirklich gutes Festival aus. Ich gebe nicht viel auf Alkohol in Strömen oder mir vor Ort einen Ehemann (für eine Nacht) zu suchen. Für mich geht es um Musik, Zeit mit Freunden zu verbringen und einfach mal loszulassen.
Meine persönlichen Highlights waren Timmy Trumpet und Dimitri Vegas & Like Mike. Die Musik war umwerfend, die Stimmung der Wahnsinn und ich hatte so unfassbar viel Spaß, dass ich es kaum in Worte fassen kann.
See you again next year!

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