Schöne Fotos alleine zu Hause machen | 10 Tipps, die du kennen musst #1

Schöne Fotos alleine zu Hause machen | 10 Tipps, die du kennen musst #1

Zwischen all den Stühlen, die hier stehen, sitze ich und grüble.
Frage die weißen Wände nach Antworten und bekomme nichts als kalte Winterluft.
Müde liegt die Kamera auf meinem Schoß, atmet gegen den Stoff des T-Shirts.
Und ich denke: Warum ist eigentlich alles so leer?
Das Bücherregal weint um seine Freunde, vermisst die Seiten mit all ihren Buchstaben.
Sie haben ihm immer Geschichten erzählt.
Aber das kann ich nicht. Geschichten erzählen, meine ich.
Zumindest nicht so, nicht mit ausgesprochenen Worten, die über meine Zunge in den Abgrund fallen.
Meine Lippen bleiben geschlossen, ich sage nichts, weil es nichts zu sagen gibt.
Stattdessen stehe ich langsam auf, richte das Objektiv der Kamera auf das Bild neben dem Schrank und drücke ab.
Heute erzähle ich eine andere Geschichte.
Nicht mit meiner Stimme oder meinen Gedanken. Nicht mal mit Papier und Feder.
Sondern mit einem Foto.

Der Beitrag Fotos alleine machen ist der mit Abstand beliebteste Post auf meinem Blog. Jeden Tag bekomme ich Nachrichten und liebe Mails, nur weil so vielen der Beitrag gefallen hat.
Heute setze ich diese Fotoreihe mit weiteren Selfmade-Tipps fort und zeige euch, wie man in den eigenen vier Wänden tolle Fotos machen kann. Wie immer ohne fremde Hilfe, dafür mit einigen Tricks & Tipps.


Schöne Fotos alleine zu Hause machen | 10 Tipps, die du kennen musst #1


Was willst du zeigen?

Bevor du anfängst zu fotografieren, werde dir bewusst, was du zeigen willst. Je nachdem ob du Bilder von dir selbst, dem Zimmer oder auch einer Schüssel Müsli machen möchtest, verändert sich der Winkel, das Setting mitsamt Hintergrund und vor allem die Kamera. Finde deinen individuellen Zugang zu dem Bild und was für eine Geschichte es erzählen soll. Vielleicht möchtest du auch einfach nur den neuen Schreibtisch in Szene setzen. Dafür bedarf es aber andere Einstellungen und Zubehör als bei Foodpics.

Hier findet ihr drei Beispiele, wie unterschiedlich man die verschieden Fotos aufnimmt:


Instagram & Pinterest als Inspirationsquelle

Solltest du im ersten Moment keine Ahnung haben, wie du das Produkt oder dich selbst am besten in Szene setzen kannst, hilft es immer, sich auf Social Media die nötige Inspiration zu holen. Dafür sind vor allem Instagram und Pinterest perfekt. Hat eine Bloggerin schon ein Bild mit der Müslischüssel (merkt man, dass ich Hunger habe :D) gepostet oder den neuen Mascara vorgestellt? Holt dir visuelle Hilfe und lass dich von den Ideen inspirieren. Aber Vorsicht: bringe deine eigene Vision mit ein, sonst sieht das Bild nur wie ein weiterer Abklatsch vom Original aus.


Anderer Winkel

Manchmal denken wir in viel zu kleinen Dimensionen und trauen uns nicht, über den Tellerrand zu blicken. Dieses Mal nicht. Wir werfen alle Zweifel über Bord und versuchen die verrücktesten Winkel und Zugänge, um das perfekte Foto zu knipsen. Wie wäre zB ein Bild von der Decke. Hier hat Happy Grey Lucky die perfekte Anleitung dafür. Oder stell die Kamera einfach auf den Boden und sieh dir die Perspektive an. Wichtig ist, dass man viel experimentiert und auch mal etwas versucht, was man sonst womöglich nicht ausprobiert hätte.


Ressourcen nutzen

Lange war ich in dem Glauben, dass ich mir jede Woche neue Deko besorgen muss, nur um meine Flatlays ordentlich auszustatten. Doch dann wäre ich nicht nur ziemlich schnell pleite gegangen, ich hätte auch die Hälfte von dem Zeug nicht benutzt. Denn die besten Materialien für gute Fotos sind Dinge, die man entweder leicht selbst machen kann, oder bereits zu Hause hat. Dieser Tipp ist nicht nur super für schöne Fotos, sondern auch ein toller Spartipp. Lichterketten, Teetassen, der alte Schal von der Oma. Schau mal durch die Wohnung und schnapp dir alles, was dich inspiriert oder einfach interessant wirkt. Mit ziemlicher Sicherheit hast du die schönsten Dekosachen bereits zu Hause.


Achte auf den Hintergrund

Je nachdem was du fotografierst, bietet sich ein anderer Hintergrund an. In der Stadt ist das oft ziemlich einfach und man stellt sich einfach vor die nächste Haustür und macht Fotos. Aber in der eigenen Wohnung tut man sich manchmal etwas schwer, den passenden Hintergrund für das nächste Instagrambild zu finden.

Also welcher Hintergrund für welches Bild?
Flatlays & Food

Besorg dir Folien oder bedruckten Karton. Ich habe zum Beispiel eine A3-Seite mit weißem Holzmuster und bald kommt ein Mamoruntergrund dazu. Solche Hilfmittel gibt es schon für wenige Euro im Internet und sind ohne viel Aufwand schnell aufgebaut. (Meine liebsten Seiten sind Amazon und Etsy.) Auch ein schönes Tablett oder die eigene Bettdecke kann sich als der perfekte Hintergrund für das Müslifoto herausstellen.

Outfitfotos & Bilder von dir

Normalerweise knipst man Outfitfotos oder Bilder von sich selbst draußen und in Action. Aber auch zu Hause geht das super und die verschiedenen Ecken der Wohnung können sich als Glückgriff entpuppen. Meine Lieblingslocations: weiße Wände, das eigene Bett, der Schreibtischstuhl, vor der Terrassentür oder auf dem Sofa. Auch Spiegelselfies sind gerne gesehen.

Interior

Auf den ersten Blick mag es für Möbelstücke gar keinen geeigneten Hintergrund geben. Man fotografiert es da, wo es eben gerade steht. Aber mit etwas Ideenreichtum kann man noch mehr aus solchen Schnappschüssen rausholen. Wenn man den geliebten Stuhl zum Beispiel neben das Fenster stellt, um besseres Licht zu bekommen oder sich statt auf das Bett, neben das Bett setzt. Alles hat seine ganz besondere und einzigartige Wirkung. Und wenn der Hintergrund nicht passt, wird er passend gemacht oder umgeräumt. Volle Bücherregale oder eine Bilderwand sind tolle Alternativen zur weißen Wand.


Das waren mal die Basics für jedes gute Foto, das in den eigenen vier Wänden aufgenommen wird. Ich hoffe die ersten 5 Tipps haben euch gefallen und ihr könnt sie für das nächste Shooting zu Hause gut nutzen und umsetzen. Die nächsten 5 Tricks gibt es bald, no worries, und die werden dann um einiges technischer und gehen mehr ins Detail was Ausrüstung und Licht betrifft. Also seid gespannt, welche Tricks ich noch für euch gesammelt habe.

Sind die Tipps hilfreich für euch? Welche werdet ihr ausprobieren und freut ihr euch auf Teil 2?

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11 Kommentare

  1. 4. März 2018 / 23:30

    Gut geschrieben, ja wenn es ums Zuhause fehlt auch mir manchmal die Kreativität 😘 tolle Tipps, Danke dir

    • 8. März 2018 / 13:38

      Das kann ich gut verstehen, lieb Bea.
      Am Anfang dachte ich mir auch: wie soll das denn funktionieren 🙂
      Sehr gerne 🙂

  2. 5. März 2018 / 12:41

    Genial Kat, ich hab die ganze Zeit überlegt wie das Beitragsbild entstanden ist und dachte mir wie hast du nur deine Kamera da fest gemacht. Und siehe da Handy, eigentlich total simpel aber ich denke wieder mal zu kompliziert. Und du hast recht ich meine warum den Bürostuhl nicht vor einen anderen Hintergund parken. Also ich werde die nächsten Tage auf jeden Fall mit anderen Augen durch unsere Wohnung gehen. 💜
    http://www.danyalacarte.de

    • 8. März 2018 / 13:38

      Ich habe mich wirklich sehr über dein Kommentar gefreut, meine Liebe! 🙂
      Immer schön zu hören, dass man seine Leser inspirieren konnte. 🙂

  3. 5. März 2018 / 20:02

    Hallo Kat,

    ich habe mich ja schon sehr auf diesen Beitrag von dir gefreut und bin auch schon auf den nächsten Teil gespannt. In diesem Bereich habe ich definitiv noch Tipps nötig! Gerade mit Flatlays habe ich so meine Probleme … Habe schon öfter diese Platten gesehen, jetzt überlege ich wirklich mir mal so eine anzuschaffen.
    Ich hoffe im nächsten Teil kommt noch mehr zum Thema Selbstauslöser, Positionierung etc.

    Alles Liebe, Laura

    • 8. März 2018 / 13:37

      Hallo liebe Laura. 🙂
      Danke für die lieben Worte. Freue mich total, dass der Beitrag dir gefallen hat. Im nächsten Teil gibt es sicher auch noch ein paar Tipps, die dir weiterhelfen können. 🙂

  4. 7. März 2018 / 14:03

    Danke für diese hilfreichen Tipps.
    Bin selbst gerade dabei meinen Blog zu starten und zu schreiben und dafür braucht man halt eben schöne Bilder oder auch mal Bilder von sich!

    • 8. März 2018 / 13:34

      Da hast du so Recht, liebe Maria. Freut mich, dass meine Tipps hilfreich für dich waren.

  5. 21. März 2018 / 11:21

    Tolle Tipps. Das Handy an die Wand kleben.. wie witzig und vor allem so simple!

    Happy Mittwoch & Liebste Grüße
    Josephin | Tensia

  6. 17. April 2018 / 22:42

    Liebe Kat,

    da werde ich mir gleich erstmal den anderen Beitrag dazu durchlesen – vielen, vielen Dank für die Inspiration, finde vor allem die Idee mit dem “Stativ” an der Decke genial, werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren! 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Tina

    • 30. April 2018 / 8:38

      Danke liebe Tina 🙂 das freut mich total.
      Hoffe, du konntest ein paar Tipps mitnehmen. <3

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