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48h Travel Guide – 5 Dinge, die man in Edinburgh unbedingt machen sollte

Irgendwo zwischen London und Edinburgh sind wir plötzlich stehen geblieben und warten.
Seit 5 Minuten hat der Zug sich nicht mehr bewegt.
Luisa neben mir sieht mit verlorenen Gedanken aus dem Fenster.
Ich tippe, meine Finger fliegen über die Tastatur und meine Sorgen fliegen mit.
„Kathi, schau mal.“
Ich murmle vor mich hin. Zu beschäftigt mit meiner Geschichte und dem Ende, dass sie bald nehmen wird.
Wie kann ich meine Worte einfangen, ohne sie zu erdrücken?
Plötzlich spüre ich warme Haut auf meinem Arm und blicke auf.
Mit großen, braunen Waldaugen sieht Luisa mich an und deutet mit dem Kopf auf das Fenster.
„Das musst du dir ansehen.“, sagt sie leise, als wolle sie mich sanft aus meiner imaginären Welt holen.
Langsam streichen meine Augen über ihre Hand, weiter auf die Glasscheibe, bis zu dem Meer aus Blau, Grün und Weiß. Nebelschwaden klettern über das Wasser, Wellen drohen sie zu verschlucken. Gras läuft den gesamten Weg bis zum Zug und wieder zurück.
„Wow.“, flüstere ich und rücke näher.
Edinburgh.  Wir sind endlich angekommen.
Bereits im August 17‘ haben Luisa und ich diesen Kurztrip nach Edinburgh gemacht. Während meiner London-Reise haben wir uns spontan dazu entschlossen mit dem Zug in die schottische Hauptstadt zu fahren und dort zwei Tage zu verbringen. Eine der besten Entscheidungen, die wir hätten treffen können.
Ich liebe es zu reisen, fremde, mir unbekannte Orte besuchen zu können und dort einen Teil meiner Gedanken zu lassen.
48h sind zwar nicht viel und es gibt noch einiges, was wir leider nicht sehen konnten. Aber trotzdem durften wir so manches Must See von der Liste streichen und die Stadt besser kennenlernen.
Meine persönlichen Highlights und wann man die schönste Zeit ein Edinburgh haben wird, könnt ihr in diesem Beitrag lesen.

5 Dinge, die man in Edinburgh unbedingt machen sollte

Arthur’s Seat

Selbst ich, als wohl unsportlichste Person dieser Erde, habe mich getraut, den Hausberg der Hauptstadt zu erklimmen. Trotz unfreundlichen Temperaturen und den falschen Schuhen schaffte ich es nach oben. Und die Aussicht war wirklich Belohnung genug. Eines meiner schönsten Bilder dieser Reise entstand auf dem Arthur’s Seat. Es ist also einen Besuch absolut wert.

Victoria Street

Die wohl hübscheste und bekannteste Straße in ganz Edinburgh. Zumindest meiner Meinung nach. Wir hatten das Glück, dass unser Hostel direkt am unteren Ende der Victoria Street angesiedelt war und wir deshalb regelrecht gezwungen waren, diesen Weg zu nehmen. Zauberhafte Shops, Vintage-Läden und Harry-Potter-Flair an jeder Ecke. Einfach ein Must See.

Edinburgh Castle

War ich in Edinburgh wird dermaßen sportlich? Denn auch zum Edinburgh Castle stiegen wir die dutzenden Stufen nach oben und folgen den verwundenen Straßen bis zum Schloss. Auch hier zeigt sich ein toller Blick über die Stadt und auf das angrenzende Meer.

Fringe Festival (August)

Obwohl wir zu Anfang noch keine Ahnung hatten, dass das Fringe Festival während unserer Reisezeit stattfinden würde, verbrachten wir dort wohl die meiste Zeit. Wir hörten umwerfenden Straßenmusikern zu, sahen Theaterstücke auf kleinen Bühnen, die den Hauptact am Abend präsentierten und verliebten uns in eine Gruppe Acapella-Sänger. In den späten Stunden füllten sich dann all die Theater, Pubs & Co. Kabaretts, Vorführungen und Gesangeinlagen. Seltsame Bühnenstücke und viel Verrücktheit. Das alles findet man auf dem Fringe Festival.

Tipp: Wenn ihr euch eine Show am Abend ansehen wollt, bucht die Tickets früh genug. Wir wollten die Acapella-Show sehen und wurden dann am Eingang freundlich abgewiesen, weil es restlos ausverkauft war.

Enjoy it!

Wandert durch die Gassen, betretet ohne nachzudenken ein Geschäft am Straßenrand und folgt den Pfaden der Stadt. Lauft einfach durch Edinburgh und lasst die Umgebung auf euch wirken. Seht mit den Augen und nicht mit der Kameralinse. Probiert das traditionelle Frühstück oder kauft euch eine Bluse aus den 50ern. Genießt den Charme und versprecht den alten Wänden, dass ihr wiederkommen werdet.

 

Bonus Tipp: Calton Hill
Da wir wie gesagt voll und ganz mit dem Fringe Festival beschäftigt waren und allgemein nur wenig Zeit hatten, gingen leider ein paar schöne Sehenswürdigkeiten an uns vorbei. Wie zum Beispiel der nächste Aussichtspunkt auf der Liste: Calton Hill.

Wish-List: Fairy Pools & Glenfinnan Viaduct
Diese beiden Punkte stehen beim nächsten Schottlandbesuch ganz oben auf der Liste. Leider zu weit weg, um einen schnellen Tagesausfug zu machen. Aber wie wäre es denn mit einem Roadtrip?
Die Fairy Pools haben mich schon begeistert, als ich das erste Foto in Google sah und als großer Harry Potter Fan darf die berühmte Hogwartstrain-Brücke nicht fehlen.

Das war mein 48h-Edinburgh-Guide für die schottische Hauptstadt. Ich hoffe, ich konnte euch etwas Lust darauf machen, die Stadt zu besuchen und ihr nehmt meine Tipps auf eure nächste Reise mit.

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2 comments

  1. Ein toller Post. In Edinburgh war ich auch schon mal – schön, dass ich meinen Aufenthalt bei dir nochmal Revue passieren lassen konnte! 🙂 <3

    Alles Liebe,
    Verena
    whoismocca.com

  2. Hey Kat, schöner Bericht über Edinburgh – ich war selber schon dort und habe mich restlos verliebt. Generell war unser ganzer Schottland-Roadtrip ein Traum, bei dem wir auch die Fairy Pools und das Glenfinnan Viaduct sehen dürften. Lass dich dabei aber nicht von den Google-Bildern beirren: Gerade die von den Fairy Pools sind sehr stark bearbeitet und die Pools an sich zwar schön, aber nicht so herausragend sind. Viele weitere Ecken in Schottland sind noch nicht so überrannt und mindestens genauso schön. 🙂

    Falls es dich interessiert wie sie in “real life” aussehen: http://enemenemimi.com/schottland-isle-of-skye/
    Liebe Grüße,
    Miriam