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Edit like a travelblogger – So bearbeite ich meine Bilder

Eigentlich bewege ich nur ein paar Regler.
Hin und wieder zurück.
Manchmal grüble ich dabei, manchmal frage ich mich, was ich eigentlich hier mache.
Es ist immer anders, aber auch immer irgendwie gleich.
Ich drücke ein paar Tasten.
Und alles sieht sofort lebendiger und freundlicher aus.
Es passt, es passt zu mir.
Dieses Orange, diese Wärme.
Die eigenen Bilder sollten immer den Blogger dahinter widerspiegeln.
Es hat lange gedauert, ich habe viel falsch gemacht.
Aber endlich passen meine Fotos auch zu mir.
Zu mir als Mensch.

Nach mehrfachem Wunsch kommt heute meine (neue) Bildbearbeitung online. Manchmal kann ich es immer noch nicht glauben, wie sehr sich mein Stil verändert hat. Früher wollte ich alles so Grau wie möglich, kaum Farben und habe nur am Handy bearbeitet. Einen älteren Beitrag dazu findet ihr bei Interesse hier. Heute setze ich auf goldene Farbtöne und Kontraste. Da einige von euch gerne mal hinter die Kulissen blicken wollten, kommt mit diesem Beitrag endlich meine Fotobearbeitung online. So, let’s spill the beans, Kat.


So bearbeite ich meine Bilder – Schritt für Schritt-Anleitung


Schritt 1: Zuerst importiere ich meine Bilder in Lightroom, suche mir die schönsten aus und lösche die anderen.
Hier seht ihr das Vorher-Foto

 


Schritt 2: Ich suche mir von meinen 3 Hauptpresets (Everyday, Vorarlberg und Wien) das passende Preset aus. Das Grundgerüst für meine eigenen Presets war ein Preset von Ginger Wanderlust, das Golden Glow 6. Natürlich könnt ihr euch Presets auch einfach selbst zusammenstellen. Der Vorteil ist jedoch, dass bei Presets bereits wichtige Grundeinstellungen vorhanden sind. Anpassen müsst ihr aber alle Presets, da jedes Foto anders ist.

Bonus Tipp: Sucht mal bei euren liebsten Travelbloggern, ob sie ihre Presets verkaufen. Viele bieten sie online an. 🙂 Die Presets von Ginger Wanderlust kann ich euch sehr empfehlen, da sie vielseitig und auch günstig sind.

 

So sieht das Bild mit meinem Vorarlberg-Preset aus. Noch ist es viel zu Orange, hell und wenig Kontrast.

 


Schritt 3: Deshalb passe ich zuerst die Grundeinstellungen an. Hier reduziere ich die Helligkeit und füge mehr Kontrast hinzu. Die Klarheit wird nur leicht erhöht. Außerdem erhöhe ich die Farbtemperatur, da ich einen goldenen Look lieber mag. Die Tonung ändere ich von Lila leicht ins Grüne.So bearbeite ich den Farbton des Bildes.

 

Nach den Grundeinstellungen

 


Schritt 4: Danach geht es zur Gradationskurve. Hier könnt ihr das Bild noch genauer definieren. Durch mein Preset sind diese Bereiche schon vorab eingestellt. Allerdings verbessere ich gerne die Tiefen oder hebe die hellen Stellen hervor.

 

Nach der Gradationskurve

 


Schritt 5: Kommen wir zu den Farbeinstellungen. Wie schon erwähnt bevorzuge ich einen cremigen, “oragenen” Ton für meine Fotos. Bei den Farbeinstellungen könnt ihr jede einzelne Farbe genau einstellen und verändern. (Würde euch dazu ein genauer Lightroom-Guide interessieren?) Deshalb drehe ich meistens die Sättigung bei Orange nach oben und passe das Rot bei Farbton an. Ich reduziere außerdem das Blau und verändere mache das Grün in den Fotos etwas gelber. Mein Preset nimmt mir schon einige Einstellungen ab. Da aber jedes Bild anders ist, muss ich zB mal das Orange deutlich reduzieren, mal nicht.

 

Nach den Farbeinstellungen

 


Schritt 6: Die Teiltonung ist macht einen kleinen aber feinen Unterschied. Je nachdem ob ihr sie bei den Lichtern oder Schatten einstellt, verändert sich euer Bild. Ich erhöhe gerne die Schatten und gebe ihnen einen warmen Unterton. So sieht das Foto gleich „cremiger“ aus.

 


Schritt 7: Detailkorrektur. Je nachdem, ob es Kleinigkeiten zu korrigieren gibt, benutze ich den Korrekturpinsel. Ich dunkle zB gerne meine Wimpern nach oder (I admit it) helle meine Zähne leicht auf. (Durch die warmen Temperaturen können diese schnell Gelb aussehen.)

 


Schritt 8: Tada. That’s the magic. Hier seht ihr einfach Vorher/Nachher-Bilder, die ich alle nach demselben Prinzip bearbeitet habe. Je nach Preset oder Farbe des Fotos, variieren die Einstellung manchmal, aber letztendlich bearbeite ich alle Bilder gleich.

Kleiner Disclaimer: Im Nachhinein würde ich die Sättigung des Bildes noch etwas reduzieren und das Orange weiter anpassen. Dann wirkt die Sonne nicht zu überladen. 🙂

 




Das war sie also endlich, meine Bildbearbeitung mit Lightroom. Nicht so viel Magie, wie man meinen könnte. Habt ihr noch Fragen oder Anregungen? Schreibt mir gerne in den Kommentaren. Ich freue mich immer, von euch zu lesen.

P.S.: Möchtet ihr solche Beiträge mit Anleitungen öfter lesen? Let me know.

 

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2 comments

  1. Hallo Kat,

    mich würde ein genauerer Beitrag zu Lightroom sehr interessieren. Ich finde es immer toll, wenn man einen bestimmten Stil bei der Bildbearbeitung hat und diesen auch durchzieht – besonders im Instagramfeed macht sich das sehr gut.
    Ist Lightroom eigentlich kostenlos oder muss man dafür bezahlen?

    Alles Liebe, Laura

    1. Thanks so much for recommending my presets, it really means a lot! And your edits are so beautiful <3