Type and press Enter.

Was ich eigentlich sagen wollte…

…irgendwie gar nichts, weil ich meine Stimme wohl verloren habe.

…irgendwie alles. Obwohl Worte dafür wie so oft nicht reichen.

…alles, was ich sonst nicht sage, weil ich Angst habe.

…dass es mir leid tut. Diese Stille hier. Diese seltsame Leere, die ich unfreiwillig einräumen musste, weil mir die Zeit fehlt. An jeden Tag, an dem ich keinen neuen Text schreibe, stirbt etwas in mir. Weil ich dieses Gefühl von Freiheit brauche. Den Gedanken, dass jemand diese Zeilen liest und mich irgendwie versteht und sich im Gegenzug verstanden fühlt.
Es tut mir weh, daran zu denken, dass Sekunden durch meine Finger schlüpfen, die ich nicht mit meinem Herzensprojekt verbracht habe. Gerade sind es Stunden. Gerade sind es Tage. Tage, an denen ich nicht schreibe, weil mein Kopf irgendwo anders gebraucht wird.
Aber nicht hier. Nicht bei mir und den Dingen, die ich erzählen möchte.

… eigentlich will ich gar nicht so laut sein. Wenn ich meine Klappe wieder aufreiße, obwohl nur Stille meine Zunge entlang stolpert. Mir scheinbar lustige Dinge über die Lippen zwinge, nur um etwas zu sagen. Um vielleicht gemocht zu werden. Wie sehr es mich quält daran zu denken, dass Leute mich nicht mögen könnten. Dass sie sich hinter meinem Rücken fragen, was ich für ein seltsamer Mensch bin. Wie paranoid ich werde, wenn ich daran denke. Und wie paranoid ich jetzt bin, wo es mir wieder einfällt. Wie mich manche von ihnen ansehen und ich nicht deuten kann, was sie denken.

…ich bin gar nicht so. Eigentlich weiß ich nicht, wie ich bin. Aber doch anders.
Ich lache sonst nicht so viel. Vor allem nicht so laut. Meistens höre ich nur Musik und starre aus dem Fenster. Bin ich das? Macht mich das aus?
Ich weiß es nicht. Ich frage mich das viel zu oft. Verbiete mir den Mund, um nicht zu sehr aufzufallen und hoffe, dass es klappt. Bin ich schüchtern oder nicht? Laut oder leise? Vielleicht bin ich irgendwo dazwischen. Gerade bin ich gar nichts.
Weder laut, noch leise. Ich atme nur, während mich meine Gedanken anschreien und fragen: wer sind wir denn nun?

…ich liebe dich! Du hast so viel für mich getan. Du hast mir so viel geschenkt und schenkst mir jeden Tag noch mehr. Und als du da vor mir standst und diesen Mann angesehen hast, musste ich einfach weinen. Weil er dich so glücklich macht und das alles ist, was ich mir je für dich gewünscht habe. Und manchmal tut es weh, nicht mit dir reden zu können. Mich nicht in deinen Armen zu verstecken und die Welt auszusperren. Jeden Tag brauche ich dich, jeden Tag vermisse ich dich.

…muss ich wirklich zurück? Zurück in diese Stadt, die ich eigentlich liebe, aber gerade so sehr fürchte? Weil ich nicht weiß, was sie mir vor die Füße schmeißt. Ob ich darüber stolpern werde oder einfach springe. Es wartet dort (noch) so wenig auf mich. So wenig, was diesen langen Weg rechtfertigen würde. Überall Staub und leere Ecken. Darf ich bitte bei euch bleiben und einfach auf den Sonnenaufgang warten? Ich bin müde, ich bin so schrecklich müde. Und ich frage mich, ob ich je damit aufhören werde müde zu sein.

…diese Zeilen sind so persönlich, dass ich mir immer noch nicht sicher bin, ob ich sie posten werde. Ob die Menschen sie verstehen werden. Aber es tut so gut sie zu schreiben. Meiner Seele den Stift in die Hand zu geben und abzuwarten.

Schon lange war ich nicht mehr so ehrlich.
So roh und unperfekt und verletzlich.
Seit über einem Monat kam kein neuer Beitrag mehr online. Und ich wollte keinen Text darüber schreiben wie wenig Zeit ich gerade habe. Wie viel Arbeit auf mich wartet und was ich nicht alles zu erledigen habe. Weil es egal ist.
Nichts davon wird besser oder anders, indem ich mich dafür rechtfertige.
Deswegen versuche ich es so. Mit Worten, in denen Tränen und Träume und Ängste stecken.
In der Hoffnung, dass ihr sie versteht.
Dass ihr mich versteht und wisst, dass ich euch nicht vergessen habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2 comments

  1. Liebe Kat,
    mir geht es zurzeit genauso wie dir.
    Ich finde mich sehr in deinen Worten wieder und der Frage nach dem “wirklichen Ich”. Ich versuche auch gerade mich selbst zu finden und zu verstehen, wer ich eigentlich bin und was mich ausmacht. Aber auch mich hindert oft die Angst, was andere über mich denken.
    Ich liebe deine Blog und deine Worte auf jeden Fall sehr und freue mich immer etwas Neues von dir zu hören.
    Ich hoffe, dass du die Angst vor der Meinung anderer bald verlieren wirst, denn das was du machst ist wirklich gut und inspirierend!

    Josy

  2. Liebe Kat,

    ich musste ein paar Beiträge nachholen. Aber ich möchte gar nicht viel sagen, weil du bereits alles gesagt hast. Nur eins: Ich verstehe dich. <3

    Liebe Grüße
    Denise