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Früher vs Heute – Wie sich mein Leben verändert hat

Alte Fotos ziehen einen sofort wieder in ein die Vergangenheit zurück. Erinnerungen stehen auf handgeschriebenen Zettelchen und die ehemalige beste Freundin kennt man heute kaum noch. Man denkt an die Schulzeit zurück, aber nicht an den Lernstoff, sondern die Pausengespräche und wer für wen geschwärmt hat. Wie sehr habe ich mich wirklich verändert? Mit meinem jugendlichen Gesicht schlägt mir immer wieder die Ungläubigkeit entgegen, wenn ich mein Alter nenne. Laut meiner Mama wird das irgendwann mein größter Trumpf sein.

Aber jetzt zerrt es mich eher zwischen Jugend und adut life hin und her und erinnert mich an die letzten Jahre. Gleichzeitig aufregend und erschreckend, was sich alles in einem Leben wandeln kann.

Früher war mein gängigster Spitzname „kleine Schwester“. Dank überschaubarere Körpergröße und meinem bereits erwähnten Babyface war die Bezeichnung auch nicht weit hergeholt. Ich war die Kleine, der Kumpel und wurde von der halben Welt gefriendzoned. But who cares? Damit blieben mir schmerzhafte Trennungen und peinliche Begegnungen mit Exfreunden erspart. Mit meinem ersten Freund bin ich nämlich nach wie vor zusammen. Yay to me! Ich habe Käse konsumiert wie andere Kaugummizigaretten und kam mir wahnsinnig cool mit meinem Burton Rucksack vor. Die Jugend war nicht immer einfach, aber ich kann auch einige Erinnerungen aus vergangener Zeit zurückblicken und lächeln.

Being nostalgic – Früher

  • Mit dem Rad quer durch das Dorf, um die beste Freundin zu besuchen.
  • Jeden Abend die Gummibärenbande ansehen und das Intro nach wie vor auswendig können.
  • Blonde Strähnen und schwarzer Kajal, die damalige Grundausstattung.
  • Kaugummizigaretten und Center Shocker waren der ultimative Test, ob man eine coole Socke war oder nicht.
  • Sich nicht trauen an älteren Mitbürgern vorbei zu gehen. „Älter“ bezeichnete in diesem Fall die 18 – 20-Jährigen.
  • Im Unterricht heimlich Zettel schreiben und irgendwann erwischt zu werden.
  • Die Fahrt zu McDonalds war immer ein besonderes Highlight. Kam nämlich nur alle paar Wochen vor.
  • Dem Christkind den Wunschzettel auf die Fensterbank legen.
  • Mamas Computer für ein paar Stunden benutzen dürfen.
  • Den Ausweis der älteren Cousine benutzen, weil man für einen Club noch zu jung war.

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What I learned – Heute

  • Manche Freundschaften sind nicht für die Ewigkeit. Und das ist auch vollkommen in Ordnung.
  • Das allgemeine Schminkritual mit 16 gleicht Jahre später einer Todsünde. Wenn ich nur an die dick mit Schwarz umrandeten Augen denke.
  • What doesn’t kill you makes you stronger.
  • Egal ob 11 oder 31 Jahre alt: Harry Potter geht immer.
  • Besser auf die Nase fallen, als nur stehen zu bleiben. Warten bringt nichts und wird ohnehin überbewertet.
  • Auch kleine Schritte bringen dich ans Ziel. Es dauert nur manchmal etwas länger.
  • Wenn man dich vermehrt als süß statt sexy bezeichnet, hast du vermutlich ein Babyface. Tja, unsere Zeit kommt noch, meine Brüder & Schwestern.
  • Nach dem Regen kommt die Sonne.
  • Ansichten, die man vehement vertreten hat, verlieren plötzlich an Gültigkeit. Stichwort: „Ich lasse mich NIEMALS tätowieren.“ Well, that didn’t happen as expected.
  • Irgendwann weiß man, was man vom Leben will. Nur ändert sich das leider alle paar Wochen.

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Ich war früher das nette Mädchen mit einem Rudel Freundinnen, die mich aber meist nur als Mitläuferin sahen. Für andere habe ich mich verbogen, bis ich meine eigene Persönlichkeit nicht mehr gefunden habe. „Ja“ dominierte meinen Wortschatz und eine eigene Meinung wurde sofort mit dem Ausschluss aus der coolen Gesellschaft quittiert. Ich war schüchtern, das hässliche Entlein und ließ mich als bereitwilliges Opfer abstempeln. Wenn ich an mein altes Ich denke, würde ich mich gerne selbst in den Arm nehmen. Denn das Mädchen früher, hatte einige schlechte Tage. Zu dieser Version meiner selbst möchte ich auch nie wieder zurückkehren. Denn jetzt mache ich den Mund auf, wenn mich etwas stört, laufe niemandem mehr hinterher und bin eine unabhängige Frau geworden. Das Wort „Frau“ kommt mir nach wie vor nur schwer über die Lippen, weil ich mich viel zu oft noch als Mädchen betrachte. Was daran liegen kann, dass ich das Gefühl habe, oft nicht ernst genommen zu werden. Whatever, das werde ich auch noch ändern.  Fakt ist, die Jugend war gleichermaßen schrecklich und wundervoll. Und so toll die Erinnerungen an Kindheit und schöne Zeiten sind, würde ich mein jetziges Leben niemals dagegen eintauschen.

Denn jetzt ist die Zeit, wo ich endlich den Mut habe, die Person zu sein, die ich bin. Mit Macken und Verrücktheiten, Träumen und Selbstzweifel. Ich war noch nie so bereit für Veränderungen und neue Abenteuer wie jetzt. Aber das erzähle ich euch ein anderes Mal. 😉

Eure Kat.

8 Gedanken zu „Früher vs Heute – Wie sich mein Leben verändert hat“

    1. Kat sagt:

      Oh wie lieb. Danke Carrie 🙂

  1. Jasmin sagt:

    Wow! Das ist wirklich ein super schöner Post 🙂
    Und ich habe mich in einigen Punkten wieder gefunden!
    Ich würde mein heutiges Leben auch nie gegen die Vergangenheit eintauschen wollen, weil ich jetzt viel selbstbewusster bin als früher und das tut mir sehr gut.
    Ich finde deinen Blog übrigens richtig toll!
    Viele liebe Grüße
    Jasmin

    1. Kat sagt:

      Danke Jasmin, das freut mich sehr 🙂
      Da sind wir uns ja einig. Vielen Dank für die lieben Worte <3

  2. Tabea sagt:

    Hach, ich liebe Erinnerungen an meine Kindheit und die frühere Jugend (bin ja jetzt auch erst 18…). Fast täglich reiten mit 15 und 16 Jahren, genau eine Kugel Eis pro Woche nach der Schule an der Bushaltestelle (weil für mehr das Taschengeld nicht reichte), in potthässlichen und knallbunten Jacken zu Hause rumlaufen, abends die Schafe füttern, …
    Was du allerdings gelernt hast, finde ich auch spitze. „What doesn’t kill you makes you stronger.“ unterschreibe ich so, aber auch bei den Freundschaften kann ich leider nichts anderes behaupten.
    Nur das mit dem Schminken lief bei mir anders, da ich mich noch nie geschminkt habe – nur für Fasching ein Mal als Barbie (aber das habe ich eine begabte Freundin machen lassen ;).

    Tja, und die Sache mit dem NIEMALS… mein Lieblingsspruch, der gut zu mir passt: „Manchmal ist nie eben zu Ende“. Ich habe mir nämlich nicht mal 24h nachdem ich meinte „ich lasse meine Haare nie kurz schneiden“ freiwillig einen Kurzhaarschnitt besorgt – nur so als Beispiel 😉

    Dass du dich so positiv entwickelt hast, freut mich sehr. Sowas liest man doch gern. Ich war immer unbeliebt, aber ich kann damit inzwischen bestens leben. Ich habe ein paar echte Freunde und das reicht eben.

    Also, danke für den schönen Text – denn du hast mir noch mal bewusst gemacht, dass auch ich nicht tauschen wollen würde, selbst wenn die Hochschule gerade so hart ist 😉

    Liebe Grüße

    1. Kat sagt:

      Ja manchmal ist da Leben schwer zu ertragen, aber es kommen immer wieder bessere Zeiten. 🙂
      Bin froh, dass du alles so gut überstanden hast, auch wenn es nicht einfach war.
      Danke für deine lieben Worte. <3

  3. Danke für den Einblick in Dein Leben.
    Gummibärenbande – yeah – meine liebste Folge ist die wo sich die Bären in Menschen verwandeln mit diesem roten Stein Diadem Dings 🙂 und die mit dem Wasserdrachen 🙂
    Mit schminken habe ich erst mi 25 angefangen – ich glaube die ersten Versuche sind generell zum Scheitern verurteilt 😀

    1. Kat sagt:

      Sehr gerne, es war mir eine Freude. 🙂
      Oh jaaaa, ich habe diese Serie abgöttisch geliebt. 😀
      Da hast du bestimmt recht. Wer wird schon als Make-up-Guru geboren. 😉

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