Lifestyle

Review Wednesday – Anna im blutroten Kleid

Ich schüttle den Kopf und klappe den Laptop zu. Eine Handvoll Leser in der letzten Woche, das ist nicht gerade ein Schnitt, mit dem ich mich rühmen könnte. Eine zarte Stimme flüstert in meine Gedanken hinein: Weil es einfach langweiliges Gequatsche ist, Kat. Gib es zu. Nicht einmal du würdest das lesen wollen. Die Rede ist von meinen ersten Gehversuchen in Richtung Review Wednesday. Ein Blogger behält immer die Statistiken im Auge. Welcher Beitrag kommt besonders gut an? Was liest sich nicht so gerne oder bleibt in der unteren Ebene hängen? Oft beginnt dann die quälende Suche, was man verbessern oder ändert könnte. Mehr auf die Charaktere eingehen oder vielleicht war die Einleitung nicht gut geschrieben. Bei diesen Beiträgen wusste ich jedoch sofort, woran es lag. Trockene Fakten, spröde Erzählungen, keine Freude am Schreiben. Eine Veränderung musste her. Immerhin will, ich meine Leser nicht mit solch langweiligen Beiträgen vergraulen. Keine Erscheinungsdaten mehr, keine endlosen Berichte über den Inhalt. Nein, damit ist Schluss. Jetzt geht es um die Geschichten hinter dem Cover und meine eigene Interpretation dazu. Weiterlesen →

Stories

The Magic Seven

Theatralisch seufzend stehe ich im Labor, sortiere Proben und wünsche mir, ich hätte noch ein paar Stunden mehr schlafen können. Mein Arbeitstag beginnt pünktlich um 6Uhr morgens, keine Ausreden, kein Pardon. Anwesenheitspflicht, what else. Also bin ich brav, wie der letzte Zombie, aus dem Bett gekrochen, habe mich angezogen und auf den Weg gemacht. Jetzt muss ich mich zwanghaft darauf konzentrieren, keinen Fehler zu machen. Denn wie wir wissen, können diese fatale Folgen haben. Meine Gedanken driften trotzdem hin und wieder ab. Sehen den Wolken am Himmel beim Wandern zu oder wühlen sich durch das Sammelsurium aus Erinnerungen. Seit ein paar Tagen verfolgt mich bereits der Wunsch nach einer Veränderung. Weiterlesen →

Travel

Mein Geldbeutel ist zu klein für die Welt

Up in the sky

Die Zeitung liegt offen vor mir, mit bebendem Herzen betrachte ich die Anzeige darin. „Fliegen Sie für nur 299€ nach London.“ London! Alleine schon deswegen könnte ich vor Sehnsucht zerspringen und wie ein kleines Mädchen weinen. Die Stadt, die mein Herz gewonnen hat, obwohl ich nicht einmal genau weiß, warum. Was mich jedoch wirklich fertig macht, ist die Tatsache, dass ich nicht einmal diese 299€ habe um einfach spontan für ein Wochenende nach London zu fliegen. Versteht mich nicht falsch, ich könnte es mir leisten. Aber dann müsste ich mich den Rest des Monats von Tiefkühlpizza und runzligen Äpfel ernähren. Keine sonderlich schönen Ansichten. Ich will reisen, bis die Welt sich nicht mehr dreht. Die harte Realität: mein Geldbeutel ist zu klein für das, was mein Herz will. Und was mein Herz will, ist ziemlich viel.
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Travel

My Tyrolean Visit

Mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Unruhig rutsche ich auf meinem Sitz hin und her. Wie immer sind meine Hände kalt, die Finger steif. Ich umklammere das Buch fester, lege es auf meinem Schoß ab und bemerke, dass ich den letzten Satz schon wieder vergessen habe. Mein Blick schweift von den schwarzen Wörtern auf weißem Papier zum Fenster. Landschaften rasen an mir vorbei. Gehen so schnell wieder, wie sie gekommen sind. Felder, Bäume, mittendrin ein paar Häuser. Ich nehme einen tiefen Atemzug und versuche mich wieder auf das Buch zu konzentrieren. Lange war ich nicht mehr nervös. Und dann löst eine Zugfahrt dieses seltsame Gefühl in mir aus. Eine Fahrt, die ich seit 3 Jahren nicht mehr gemacht habe. Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen, trotzdem erschreckt mich die Zahl: 3 Jahre. Es kommt mir vor wie eine kleine Unendlichkeit. Weiterlesen →