Lifestyle

Keep Calm and Panic!

Meine Hände zittern, ich spüre die schleichenden Kopfschmerzen, die sich meiner Stirn nähern. Gleich platzt mir der Kopf und ich fange an zu weinen. Vielleicht schreie ich meinen ganzen Frust auch einfach in die Welt hinaus, die mich dann als Verrückte abstempelt und den Kopf über mich schüttelt. Nein, ich schweige lieber. Versuche ruhig zu atmen, verschränke die Arme schützend vor der Brust. Wie konnte das alles passieren? Warum hat das Universum mein Leben so kompliziert gemacht und lässt mich nun im Regen stehen? Das Ticken der Uhr zerrt an meinen Nerven. Ich muss hier weg, sofort. Auf der Stelle. Doch die Zeit bindet mich an diesen Stuhl, lässt mich nicht los, bis ich fertig bin. Es kribbelt in meiner Nase, meine Augen fangen an zu brennen. Weiterlesen →

Travel

Fernweh und Reisesucht

Gedankenverloren hänge ich den bunten Bildern nach, die mein Kopf wie am Fließband produziert. Fernweh sucht mich heim, wie ein Geist aus alten Tagen. Meine Füße stecken im warmen Sand, ich spüre die salzige Meeresluft um meine Nase wehen. Ich stehe auf dem Walk of Fame und mache ein Foto mit einer sehr netten Dragqueen. Zwischen Blättern und Stroh stehe ich neben einem Elefanten und streichle seine kräftige, graue Haut. So viele Gedanken. Und alle kreisen um Orte, die ich bisher nur aus Zeitschriften oder dem Internet kenne. Mein Freund sieht mich fragend an und wundert sich, warum ich auf seine Frage nicht reagiere.
„Schatz?“ Blinzelnd hebe ich den Blick und lächle. „Ja?“ „Warst du mal wieder woanders?“, fragt er, nimmt meine kalte Hand in seine und zwinkert mir zu. Er kennt mich. Er weiß, wie gerne ich in Flugzeuge steige, auch wenn ich mir bei Turbulenzen beinahe in die Hose mache. Weiterlesen →

Stories

Germany’s next Whatever

It’s that time of the day. Die Nacht hat ihre schwarzen Fäden über den Himmel gesponnen. Sterne funkeln auf mich herab, zwinkern mir frech zu. Mit Schlafanzug und Brille auf der Nase strecke ich mich genüsslich in meinem Bett aus, drücke wahllos Knöpfe auf der Fernbedienung und sehe, wo es mich hinführt. Früher gab es bei uns immer fixe Fernsehabende. Die erste Staffel Dancing Stars war unser (frei)täglicher Begleiter. Verliebt in Berlin durfte an keinem Tag fehlen, das war ein absolutes Tabu. Doch die Sendungen gingen und ließen ihre ahnungslosen Nachfolger frierend zurück. Plötzlich war es nicht mehr wichtig, jede Folge zu sehen. Man verlor zunehmend das Interesse an den gespielten Dramen und irgendwann blieb der Bildschirm schwarz und leer. Weiterlesen →

Lifestyle

Review Wednesday – Anna im blutroten Kleid

Ich schüttle den Kopf und klappe den Laptop zu. Eine Handvoll Leser in der letzten Woche, das ist nicht gerade ein Schnitt, mit dem ich mich rühmen könnte. Eine zarte Stimme flüstert in meine Gedanken hinein: Weil es einfach langweiliges Gequatsche ist, Kat. Gib es zu. Nicht einmal du würdest das lesen wollen. Die Rede ist von meinen ersten Gehversuchen in Richtung Review Wednesday. Ein Blogger behält immer die Statistiken im Auge. Welcher Beitrag kommt besonders gut an? Was liest sich nicht so gerne oder bleibt in der unteren Ebene hängen? Oft beginnt dann die quälende Suche, was man verbessern oder ändert könnte. Mehr auf die Charaktere eingehen oder vielleicht war die Einleitung nicht gut geschrieben. Bei diesen Beiträgen wusste ich jedoch sofort, woran es lag. Trockene Fakten, spröde Erzählungen, keine Freude am Schreiben. Eine Veränderung musste her. Immerhin will, ich meine Leser nicht mit solch langweiligen Beiträgen vergraulen. Keine Erscheinungsdaten mehr, keine endlosen Berichte über den Inhalt. Nein, damit ist Schluss. Jetzt geht es um die Geschichten hinter dem Cover und meine eigene Interpretation dazu. Weiterlesen →