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Two Girls love Fashion | The Girl next Door

Es hat sich so viel verändert. Zu viel, als dass ich wirklich alles erfassen könnte. Manche Dinge tragen nur einen zarten Schleier, der ihre eigentliche Form anders erscheinen lässt. Vieles ist nicht mehr wiederzuerkennen. Auf dem Weg hierher hatte ich Angst, ich könnte mich selbst verlieren. Meine Prioritäten verraten oder unglaubwürdig werden. Doch dann ist mir bewusst geworden, dass jeder Schritt richtig war. Vielleicht bin ich manchmal nur in die falsche Richtung gegangen oder habe mich verlaufen. Wie oft habe ich gesagt, ein Youtube-Kanal wäre überbewertet und jetzt habe ich selbst einen. Ich habe mich über Blogger lustig gemacht, die sich selbst zu wichtig genommen haben und mit jedem ihre ach so interessante Meinung teilen mussten. Und jetzt findet sich in meiner Sidebar ein eigenes Feld für meine Updates. Weil ich mich mitteilen möchte. Weil ich glaube, dass meine Gedanken für andere interessant sind. Ist nicht das der eigentliche Grund, warum man überhaupt einen Blog startet? Weil man der Meinung ist, die eigenen Texte sind es wert gelesen zu werden? Was ist aber eigentlich sagen will, ist, dass wir uns alle verändern. Wir sind nicht mehr dieselben Menschen, die wir noch vor einem Jahr waren. Mit vielen Leuten von damals spreche ich heute kein Wort mehr, weil wir einfach weiter gezogen sind. Freunde sind jetzt Fremde, Geschmäcker haben sich um 180° gedreht. Es fällt mir bei meiner Persönlichkeit auf, bei meinen Vorlieben und Favoriten. Aber ganz besonders bei meinem Modegeschmack.




Die Straßen sind vollgestopft mit Menschen. Meine nackten Unterarme frieren, als der Wind seine Kreise über meine Haut zieht. Hätte ich doch nur an eine Jacke gedacht. Doch meine eitlen Gedanken wollten das Outfit nicht ruinieren, also entschied ich mich für einen eisigen Leidensweg. Lisas Schritte sind in den gemischten Geräuschen kaum wahrzunehmen. Ihr Blick wandert über die Schaufenster, ihr Kopf dreht sich in sämtliche Richtungen. „Da müssen wir später unbedingt rein.“, sagt sie und lächelt mich an. Es war ihre Idee, hierher zu fahren. Raus aus dem Dorf und rein in die Salzburger Altstadt. Sie zwingt mich dazu, meine Bequemlichkeit abzulegen und einfach in die Welt hinauszugehen. Egal, was dort auf mich warten mag. Wir betreten den ersten Laden, Kleidungsstücke baumeln von den Stangen und im ersten Moment bin ich hoffnungslos überfordert. Wir bahnen uns Wege zwischen Mannequins und Leuten hindurch, stoßen mit hektischen Frauen zusammen. Ich habe eine Mission, eine Idee, die mich nicht mehr loslassen will. Ich suche mir nur Stücke aus, die ich früher niemals getragen hätte. Ich will aus meiner Komfortzone ausbrechen, das Label Blogger mit Stolz tragen und mich auch endlich wie einer fühlen. Und dann sehe ich ihn, in seiner pastellrosa Schönheit. Ein Mantel, der mir früher nicht einmal in den Sinn gekommen wäre und mich jetzt gefangen hält.


Mantel: H&M | similiar here & here
Rock: New Yoker | similar here
Bluse: C&A | similar here
Schuhe: Deichmann |similiar here

Als Lisa und ich in Salzburg waren, habe ich mir drei neue Lieblinge angeeignet, die nichts mit meinem früheren Ich zu tun haben. Einer davon ist dieser Mantel von H&M. Oft habe ich das Problem, dass mir meine eigenen Bemühungen nicht gut genug erscheinen. Ist das Outfit stylisch oder einfach langweilig, sollte ich Fashion von meinem Blog streichen, weil ich keine Designerware ausführe? Deshalb wollte ich meine alten Muster hinter mir lassen, neue Wege gehen und etwas wagen. Früher wäre dieser Mantel unter keinen Umständen in meiner Einkaufstüte gelandet. Aber heute, mit neuen Vorsätzen im Rücken, musste ich ihn einfach haben. Ich bin nicht mehr das kleine Mädchen von damals, das sich in weiten Hosen und Sportjacken versteckt hat. Röcken und Kleider waren meine Feinde. Sneakers trug ich so lange an den Füßen, bis die kapitulierten, High Heels oder Schuhe mit Absatz waren keine Opftion. Jetzt habe ich hässliche Pullover gegen Turtlenecks getauscht und mich von zu langen T-Shirts verabschiedet. Stattdessen trage ich heute Off-Shoulder-Tops, liebe Hosen mit Löchern und lasse mich auch mal von der Farbe Rosa verführen. Wie sich die Zeiten doch ändern können.



What about the Look?

Zusammen mit der lieben Jasmin, habe ich mir für unsere Blogparade Two Girls love Fashion das Thema „The Girl next Door“ ausgesucht. Ich liebe es, wenn ich bei der Interpretation freie Hand habe, anstatt in irgendeine Form passen zu müssen. In diesem Fall gab es weder eine Farbvorgabe, noch ein Kleidungstück, das sich im fertigen Look wiederfinden musste. Hauptsache nett, süß und einen Funken unschuldig. Was für ein wundervoller Zufall, dass ich nur Tage zuvor den perfekten Mantel dafür gefunden habe. Ich wollte eine Prise Schulmädchen, gemischt mit der zarten Eleganz des Mantels zaubern. Für mich stand schon seit der ersten Sekunde fest, es musste auch Rosa dabei sein.

 

 

 

 

Wir findet ihr das Outfit und wie würdet ihr das Thema interpretieren?  Wie hat sich euer Style verändert?

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9 comments

  1. Ich liebe liebe liebe den Mantel ? das ganze Outfit ist einfach super süß!

    1. Daaanke Julchen. Das freut mich zu hören. 🙂 Ja den Mantel mag ich auch total. <3

  2. Ooooh was für ein super super hübsches Outfit! Ich finde man merkt dir richtig an das du viel Selbstbewusster geworden bist. Das finde ich so so toll 🙂
    Hab ein ganz tolles Wochenende liebes x

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

    1. Dankeschön Kerstin. 🙂 Das freut mich wirklich sehr. <3 Ja, oder?
      Ich fühle mich ganz anders als früher und endlich wie ein richtiger Blogger 😀 <3
      Hoffe, du hattest ein schönes Wochenende. <3

  3. Sehr schick und sexy zugleich! 🙂 Du hast das Thema mal wieder super getroffen! 🙂

    Alles Liebe,
    Jasmin von jasminslittlelifestyleblog.wordpress.com

    1. Danke meine liebe Jasmin. 🙂 Freut mich sehr. Kann ich nur zurückgeben. <3

  4. Liebe Kat.
    Ein wunderschönes Outfit hast du hier geschaffen. Gefällt mir gut.
    Ich habe dich ja in der HTL-Zeit kennengelernt und der Unterschied zwischen heute und damals ist groß. Jedoch sind es nur Veränderungen zum Positiven, ich konnte noch keine schlechten erkennen. =)

    Darfst stolz auf dich sein und ich muss sagen: Ich bin auch stolz auf dich! Hätte mir damals in der HTL nicht zu träumen gewagt, dass du heute hier stehst, mit so viel Selbstbewusstsein und dass ich auch meinen Weg gegangen bin und daraus gestärkt herausgegangen bin.

    Wir beide haben vieles geschafft, darauf sollten wir immer in unseren schlechten Phasen denken!

    Liebe Grüße,
    Carina.
    http://shootingbooksandmore.at

  5. Ein sehr wunderschöner Beitrag! Danke!

  6. i absolutly love it!!!!! <3 Oiso den Mantel