Review Wednesday – Anna im blutroten Kleid

Review Wednesday – Anna im blutroten Kleid

Ich schüttle den Kopf und klappe den Laptop zu. Eine Handvoll Leser in der letzten Woche, das ist nicht gerade ein Schnitt, mit dem ich mich rühmen könnte. Eine zarte Stimme flüstert in meine Gedanken hinein: Weil es einfach langweiliges Gequatsche ist, Kat. Gib es zu. Nicht einmal du würdest das lesen wollen. Die Rede ist von meinen ersten Gehversuchen in Richtung Review Wednesday. Ein Blogger behält immer die Statistiken im Auge. Welcher Beitrag kommt besonders gut an? Was liest sich nicht so gerne oder bleibt in der unteren Ebene hängen? Oft beginnt dann die quälende Suche, was man verbessern oder ändert könnte. Mehr auf die Charaktere eingehen oder vielleicht war die Einleitung nicht gut geschrieben. Bei diesen Beiträgen wusste ich jedoch sofort, woran es lag. Trockene Fakten, spröde Erzählungen, keine Freude am Schreiben. Eine Veränderung musste her. Immerhin will, ich meine Leser nicht mit solch langweiligen Beiträgen vergraulen. Keine Erscheinungsdaten mehr, keine endlosen Berichte über den Inhalt. Nein, damit ist Schluss. Jetzt geht es um die Geschichten hinter dem Cover und meine eigene Interpretation dazu.

Die Geschichte rund um Cas, geschrieben von Kendare Blake, und seinem Job als Ghostbuster (das Wort mag er überhaupt nicht) hat mich im ersten Moment stark an Supernatural erinnert. Ein junger Mann zieht durchs Land, kein fester Wohnsitz und kaum Habseligkeiten. Immer auf der Suche nach dem nächsten Job, dem nächsten Gruseltypen, den er endgültig in die Schattenwelt schicken kann. Recherchieren, suchen, töten. Eine ständig wiederkehrende Prozedur, die auf Dauer zum Alltag wird. Ich mag solche Stories ja überaus gerne. Weil man für ein paar Stunden, ebenfalls auf die Jagd gehen kann. Der Unterschied: Wenn vor mir ein schwebendes Mädchen mit schwarzen Adern auf der Haut auftauchen würde, würde ich mir vermutlich in die Hose machen. Trotz meiner intensiven Jägerausbildung bei Sam und Dean. Doch da es Cassios Bestimmung zu sein scheint, die dunklen Gestalten dieser Welt zu jagen, bleibt er cool wie ein Kühlschrank. Immerhin war sein Vater ebenfalls Geisterjäger, unser Protagonist hat es also im Blut. Nebenbei brauen Hexen Zaubertränke, schwarze Katzen schnüffeln nach Gespenstern und die Schöne von der Highschool wird plötzlich zur besten Freundin. Und als dann auch noch das Geistermädchen, Anna im blutroten Kleid, auftaucht, läuft sowieso alles aus dem Ruder. Cas ist ein schwieriger Charakter, da er sich seiner Sache und dem Können, das ihm zu Verfügung steht, durchaus bewusst ist. Da verdreht man schon mal die Augen, wenn er wieder davon redet, wie stark und gut er doch seinen Job macht. Wirklich anfreunden konnte ich mich im Buch nur mit dem Geistermädchen Anna. Facettenreich mit einer düsteren Vorgeschichte hat sie mir am besten gefallen. Das Buch selbst hat zwischendurch ein paar Schwächen, langgezogene Geschichten und Erklärungen, die man gerne mal überspringt. Trotz allem glänzt es mit einer ungewöhnlich werdenden Handlung und ist gut lesbar. Ich bereue nichts. Für Supernaturalfans und alle, die gerne mal mit dem Paranormalen spielen, einen Blick wert. Salz nicht vergessen.

Klappentext: Cas Lowood hat eine dunkle Berufung: Er ist ein Geisterjäger. Mit seiner Mutter zieht er quer durchs Land, immer auf der Suche nach den ruhelosen Seelen, die oft schon seit Jahrzehnten die Lebenden in Angst und Schrecken versetzen – bis Cas ihrem Treiben ein Ende bereitet. In einer Kleinstadt in Ontario wartet die berüchtigte Anna im blutroten Kleid auf ihn, eine lokale Berühmtheit, deren Leben in den 50er-Jahren ein grausames Ende fand. Seitdem bringt sie jeden um, der es wagt, das verlassene viktorianische Anwesen zu betreten, das einst ihr Zuhause war. Doch bei Cas macht die schöne Tote eine Ausnahme.

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5 Kommentare

    • 14. April 2016 / 15:31

      Liebe Jule.
      Danke für deine lieben Worte und das Kommentar. Freut mich, wenn dir mein Stil gefällt.
      Liebe Grüße, Kat

  1. 25. April 2016 / 23:04

    Versteif dich nicht so auf Zahlen, liebe Kat. Im Endeffekt soll bei einem Blog DEINE Leidenschaft und Freude an erster Stelle stehen – klar, es ist schön gelesen zu werden, aber wenn das Schreiben von den Blogbeiträgen nur dazu dient, Follower zu gewinnen, machst du es dir selbst kaputt. Du machst das echt gut und im Endeffekt ist es viel schöner udn wichtiger, es um seiner selbst Willen zu machen – Leser kommen früher oder später! 🙂 LG, Denise

    • 26. April 2016 / 13:17

      Ich könnte gerade vor Freude im Dreieck springen, dass du mir ein Kommentar hinerlässt. 🙂 Ich bin ein großer Fan deines Blogs (was man an all den Kommentaren und Likes vermutlich auch sieht :D)
      Also Daaaanke! *__* Ich muss leider zugeben, dass die Zahlen wirklich stetig in meinem Kopf hocken. Und wie du sagst, macht einen das verrückt. Aber ich gebe mir große Mühe, mich
      nicht zu sehr darauf zu versteifen. Denn Spaß macht es mir ungemein und ich stecke sehr viel wundervolle Zeit in den Blog. 🙂
      Vielen Dank, dass du mir geschrieben hast. Das baut mich wirklich auf und motiviert mich sehr.
      Noch eine schöne Woche. LG, Kat

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