Lifestyle

Sugarfree – eine Woche ohne Zucker

Mit fehlender Leichtigkeit und angespannten Schultern streife ich durch die Regalreihen und zwinge meinen Blick auf den Boden vor mir. Nur keine Ablenkungen dulden. Der Einkaufswagen ist ein trauriger Abklatsch seiner selbst und wirkt nicht minder verzweifelt als ich. Die kalte Luft des Ladens gräbt sich in meine Haut, ich ziehe den Kopf tiefer in den Kragen meines Pullis. Eine Frage ereilt mich seit Beginn, seit ich das Geschäft überhaupt betreten habe. Warum mache ich das? Doch die Antwort ist ein Wimpernschlag, frei und schwerelos: aus reiner Neugierde. Ich werde nie wissen, was mich erwartet, wenn ich es nicht versuche. Mein Körper wird sich immer an den gewohnten Zustand klammern, wenn ich nichts ändere. Also habe ich mich für ein neues Wochenexperiment entschieden, nachdem ich eine Woche auf den Fernseher verzichtet habe. 7 Tage ohne Zucker. Und ich leide seit der ersten Minute.

Für mich gleicht es einem Entzug. Tagtäglich habe ich meinem Mund das süße Gift versprochen und jetzt verzichte ich, von null auf hundert, vollkommen darauf. Meine Gedanken sind Verräter, weil sie mir all die Süßigkeiten in Endlosschleife vorspielen. Wie eine quälende Melodie. Reine Neugierde hat mich zu diesem drastischen Schritt getrieben. Aber ich sehe es auch als Chance, meine Vitalfunktionen wieder in Schwung zu bringen und mich wohler zu fühlen. Am Sonntag gab es die Henkersmahlzeiten. Gebrannte Mandeln, Schokolade, alle, was ich in die Finger bekam. Ob es eine gute Idee war, das alles zu essen, ruht in den Sternen. Ich vermisse den Zucker jetzt schon.

Ich habe mir für dieses Experiment eigene Bedingungen gestellt und versuche nicht in das nächste Fettnäpfchen zu treten. Die Regeln sind einfach erklärt, wenn auch weniger leicht einzuhalten. Aber ist das nicht gerade das Spannende daran?

Was ist NICHT erlaubt?

Zucker. In reiner Kristallform sowie sämtliche Produkte, denen Zucker zugefügt wurde. Gut zu erkennen an der Zutatenliste, da der Schlawiner meistens namentlich genannt wird. Bedeutet also keine Fertigprodukte, Fruchtjoghurts oder Suppengewürze. Schokolade muss ich nicht extra nennen, glaube ich. 😉

Was IST erlaubt?

Obst, Gemüse und allgemein Nahrungsmittel, die nur natürlichen Zucker enthalten. Fructose ist also gerne gesehen. (Lebensmittel, wie Nudeln, die Kohlenhydrate später in Zucker umwandeln, sind für mich okay, da lt. Zutatenliste kein Zucker hinzugefügt wurde.) Auch Stevia ist ein Süßungsmittel, das ich ohne schlechtes Gewissen verwenden darf. Mein Richter ist die aufgedruckte Liste der Verpackung.

Ohne jetzt dramatisch zu wirken *haha* wird diese Woche eine Qual für mich. Ich gönne mir zwar nicht täglich eine Tafel Schokolade oder bade in Vanillesoße. Aber sogar in der Gewürzmischung für meine geliebten Pringles ist Zucker enthalten und in unzähligen Nahrungsmittel ebenfalls, die unscheinbar und unschuldig wirken. Nächste Woche wird es ein Video passend zu diesem Beitrag geben, damit ihr einen besseren Einblick in meinen verschobenen Alltag bekommt. Auch auf Snapchat (seven.stories) oder Instagram (kat_sevenandstories) könnt ihr meine Qualen live mitverfolgen. 😀 Was darf man einkaufen, wie sehen meine Mahlzeiten aus? Ich habe keine Ahnung und bin wirklich gespannt. (ob ich überhaupt durchhalte.)

Könntet ihr ohne Zucker leben oder wäre das keine große Hürde für euch? Habt ihr Rezepte oder Tipps, die ihr teilen wollt oder einfach positiven Zuspruch? Comments make my heart smile. 🙂 <3

Eure Kat.

20 Gedanken zu „Sugarfree – eine Woche ohne Zucker“

  1. Claudia sagt:

    Hallo Kat,

    Tolles Experiment! ^^ Viel Spaß.
    Ich hab das mal einen Monat lang gemacht. War garnicht so schwer… Man gewöhnt sich relativ schnell daran (finde ich).
    Seit dem konsumiere ich allgemein viel weniger Zucker. Wenn ich dann einmal zuviel esse merke ich das sofort und es stört mich auch.
    Ich drück dir die Daumen! 😉

    Lg
    Claudia

    P.S.: Ich bin etwas neidisch dass du anscheinend die „Mondprinzessin“ schon vorab lesen darfst. ^^ Bin schon gespannt was du dazu sagst. Das Buch reizt mich sehr. 🙂

    1. Kat sagt:

      Dankeschön Claudia. 🙂
      Ich gebe mir größte Mühe wirklich durchzuhalten. Wow, einen Monat. Da hast du
      meinen Respekt! Schön, wenn es bei dir so positive Auswirkungen hatte.
      Dankesehr! 🙂

      Love, Kat

      P.S.: Jaaa, ich bin so froh darüber. 🙂 Noch diese Woche kommt die Rezi dazu. Yay!! 🙂 <3

  2. Kathleen sagt:

    Ich glaube, dass ich es schon schaffen würde, den Zucker komplett zu streichen. Allerdings ist es heutzutage immer schwieriger Produkte zu finden, die keinen Zucker enthalten. Da muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich das schon schrecklich finde, wo überall Zucker drin ist, den man meiner Meinung nach in den meisten Produkten gar nicht bräuchte.

    Liebe Grüße,
    Kathleen von http://www.kathleensdream.de

    1. Kat sagt:

      Ich bin mir da bei mir noch nicht so sicher. 😀 Mal sehen, wie es mir dann geht.
      Ja ich achte speziell darauf zugesetzten Zucker zu vermeiden. Leider ist wirklich fast überall Zucker drin.
      Pesto, Pizza, and so on. 🙂 Da stimme ich dir zu!

      Love, Kat

  3. Biene sagt:

    Ich habe gerade 4 Wochen zuckerfrei hinter mir und es geht, auch wenn es nicht immer leicht ist!
    Schau gerne mal auf meinem Blog vorbei, wenn es dich interessiert 🙂

    Ich kann dir das Buch „Voll verzuckert“ (oder im Original „That Sugar Book“ sehr empfehlen für Infos, Motivation und Rezepte.
    Übrigens ist Fruktose so ziemlich die „schlimmste“ Zuckerart, die du zu dir nehmen kannst – Obst ist (in Maßen) okay, weil da das Gesamtpaket stimmt, aber ansonsten würde ich aufpassen.
    Normaler Haushaltszucker besteht z.B. Auch in großen Teilen aus Fruktose!

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei deinem Experiment und bin gespannt auf deinen Bericht!

    Liebe Grüße, Biene

    1. Kat sagt:

      Oh ja, das glaube ich dir sofort. Kann mir vorstellen, dass es oft nicht einfach gewesen ist.
      Aber Respekt, dass du es geschafft hast 🙂
      Ich besuche deinen Blog sehr gerne mal. Da kann ich sicher einiges mitnehmen. Danke für die tollen Tipps.
      Obst werde ich nur in Maßen genießen, super Hinweis. 🙂

      Vielen Dank, ich gespannt, was die Woche so bringt.

      Love, Kat

  4. Lisa sagt:

    Hallo, liebe Kat!

    Ach ja, der Zucker. Ich finde es erschreckend, in wie vielen Lebensmittel der Schlawiner (ich musste das Wort einfach von dir übernehmen :D) drinsteckt. Auch in Lebensmittel, wo man es nicht erwartet, wie du es schon bei der Gewürzmischung angesprochen hast. Ich finde solche Experimente immer sehr spannend zu verfolgen, darum bin ich schon gespannt, wie es bei dir so läuft. Gerade jetzt, wo ich meine Ernährung umgestellt habe, finde ich solche Postings mehr als spannend 🙂

    Viel Durchhaltevermögen.

    Liebste Grüße
    Lisa
    http://www.mycafeaulait.at

    1. Kat sagt:

      Hallo liebe Lisa. 🙂
      Ja so ging es mir auch, wirklich! Sogar in Tomatensoße ist Zucker drin. Whaaat 😀
      haha, meine Wörter darfst du dir jederzeit gerne ausborgen. 😉
      Ich bin selbst sehr gespannt, wie es diese Wocher weitergeht. mal sehen.

      Love, Kat

  5. Seelchen sagt:

    Ich habe schon seit einem Jahr den Zucker reduziert. Trinke seitdem neine Tee ungesüßt, lasse die Finger von Softdrinks, esse weniger Süßkram und versuche, es eben generell zu vermeiden. Es ist nicht immer leicht, leider. Manchmal kommt auch der Heißhunger zurück. Aber ich bin enschlossen, das weiter zu reduzieren, Stück für Stück.

    Liebe Grüße
    Denise

    1. Kat sagt:

      Das war eine gute Entscheidung. Ich werde, nach dem Experiment, meinen Zucker auch reduziert halten.
      Wunderbar, ja Heißhunger ist immer ein großes Problem. Aber zum Glück gibt es ja Mittel und wegen, diesen zu
      umgehen. Auf eine Portion Chips freue ich mich aber trotzdem schon wieder 😀

      Love, Kat

  6. Tabea sagt:

    Das ist echt ein spannendes Projekt für eine Woche! Ich habe mir den Zucker letztes Jahr im Sommer ziemlich gut abgewöhnt und vermisse ihn daher heute nicht mehr… Trotzdem esse ich aber noch welchen, da ich es in Gesellschaft doof finde, den anderen z.B. beim Kuchen essen zuzuschauen.

    Auf das Video bin ich echt gespannt… ich hoffe, der Entzug wird nicht allzu schlimm!

    Liebe Grüße

    1. Kat sagt:

      Wow, ich bin beeindruckt. Super Tabea. 🙂 Freut mich, dass du den Schritt gewagt hast und so druchhältst.
      Ich werde sicher auch weiterhin weniger Zucker essen und besser darauf achten.
      Das Video wird bestimmt lustig. Vor allem, da meine Mama mich beim Einkaufen gefilmt hat 😀

      Love, Kat

  7. Robert sagt:

    Ich hab ihn mir im Kaffee abgewöhnt, aber ganz könnte ich wohl nicht darauf verzichten.

    Viel Erfolg bei deinem Versuch.

    1. Kat sagt:

      ja das stelle ich mir auch schwierig vor, ganz ohne. 🙂 Aber für eine Woche.
      Vielen Dank.

      Love, Kat

  8. Lisa sagt:

    Liebe Kat, da dieses Experiment sicher schon fast vorbei zu scheinen mag, würde es mich sehr interessieren, ob du es denn komplett durchgezogen hast! Natürlich klingt eine Woche nicht nach einer Ewigkeit, aber ich weiß wie es sich anfühlt, hab es selbst einmal ausprobiert und oh doch, es ist eine Ewigkeit! 😀 Aber ich finde, dass man danach ein viel besseres Gefühl hat. Man ist etwas unbeschwerter 🙂 Ein guter Freund von mir hat diese Challenge ebenfalls in Angriff genommen, allerdings für 3 Monate 😀 er schaut mich immer sehr schief an, wenn ich ihm was zu naschen anbiete haha!
    Liebste Grüße, Lisa 🙂
    http://downtownjourney.com

    1. Kat sagt:

      Liebe Lisa. 🙂
      Das Experiment ging bis Sonntag 🙂 Der Beitrag dazu geht heute noch online. Eines kann ich schon mal verraten: Ich habe es geschafft,
      mit einem wiiinzigen Augenzwinkern. 😉 Aber lies selbst. Es fühlt sich manchmal wirklich wie eine Ewigkeit ohne Ende an.
      3 Monate? Respekt. 😀 Hihi, du bist aber auch fies. 😉

      Love, Kat

  9. Ich lebe mittlerweile seit fast 1 Jahr zuckerfrei. Ich habe mich vorher und auch im vergangenen Jahr sehr mit der Thematik auseinandergesetzt und tue es meiner Gesundheit zu Liebe. Die ersten Tagen waren nicht ganz so einfach, weil der Körper tatsächlich erstmal einen Entzug durchmachen muss. Aber seitdem ist es gar kein Problem mehr. Allerdings finde ich es sehr wichtig, den Körper nicht mit noch ungesünderen Alternativen zu belasten. Honig ist z.B. von der Zusammensetzung her fast identisch wie Haushaltszucker. Agavendicksaft, das zu ca. 90% aus Fructose besteht, ist wie Gift für den Körper.
    Auf meinem Blog habe ich das Thema schon einige Male bearbeitet, schau gerne mal vorbei.
    Liebe Grüße

    1. Kat sagt:

      Wow Respekt. 🙂 Danke für den Tipp

  10. Alexandra sagt:

    Hut ab, dass Du dies geschafft hast! Ich versuche auch, darauf zu achten, doch von meiner täglichen Schokoladenportion oder Kuchen komme ich irgendwie nicht weg. Doch auf die von Dir genannten Fruchtjoghurts etc. verzichte ich schon lange. LG, Alexandra

    1. Kat sagt:

      Dankeschön, das ist sehr lieb von dir. 🙂
      ja darauf könnte ich wohl auch nicht lange verzichten. 😀

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