What I love about Winter | Kalte Schönheit

What I love about Winter | Kalte Schönheit

Mit hoffnungsvollem Blick und tanzenden Gefühlen träume ich vom Frühling. Wie die Farben über neu erwachte Felder tanzen und Instagram wieder von Blüten und Heiterkeit überflutet wird. Doch die Realität erzählt eine andere Geschichte. Spricht von Winter und Schnee. Die Temperaturen können sich zwar in letzter Zeit nicht wirklich entscheiden. Mal frieren meine Finger und stehen kurz vor dem Kältetod, mal schwitze ich selbst den dünnsten Pulli durch, weil ich als Vorsichtsmaßnahme insgesamt vier Schichten trage. Trotzdem brauche ich die nächste Jahreszeit noch nicht ersehnen, denn dafür ist es eigentlich zu früh. Wie bereits oft genug erwähnt, ist der Winter nicht meine liebste Jahreszeit. Mir als Frostbeule ist es grundsätzlich zu kalt und ich erstarre schnell im eisigen Nordwind. Der Herbst ist mir da schon lieber. Doch die Eiszeit hat auch ihre schönen Seiten, ihre ganz besonderen Eigenheiten, die das endlose Zittern erträglich erscheinen lassen. Im letzten Jahr habe ich gelernt, mir aus jeder Situation die schönen Puzzlestücke auszusuchen. Nicht das altbekannte Haar in der Suppe suchen. Die positiven Aspekte, den Funken Hoffnung.  Looking for the beauty in everything.

Ich halte mich nicht immer an meine eigenen Tipps oder Beispiele. Die Idee hinter dem Positiv Denken hört sich leichter an, als man vermuten mag. Denn wenn die eigene Laune tief im Keller rumlungert und keine Lust auf Spielchen hat, lässt sich nur schwer etwas Positives daraus erahnen. Doch bei so banalen Dingen wie dem Wetter oder einer Jahreszeit, kann man die Meckerliese schon mal im Haus lassen und fröhlich vor sich hin philosophieren. Wenn sogar ich, als altbekannter Kältehasser und Schneeverweigerer, dem Winter etwas Schönes abgewinnen kann, dann schafft ihr das doch mit Leichtigkeit.

Things I love about Winter

Love your enemy. Wenn ich mich schon dazu hinreißen lasse, euch die kleinen Nettigkeiten des Winters zu zeigen, dann aus vollem Herzen. Liebe liegt in der Luft, gepaart mit Eiskristallen und Frost. Wohl eines der schönsten Dinge im Winter ist die weiße Schneedecke, die das Land einhüllt. Von der Nässe, die sich durch all meine Socken frisst oder die eisglatte Fahrbahn möchte ich lieber nicht reden. Eiskristalle tanzen über Blätter, klettern zwischen Zweige. Die Welt strahlt, glitzert auch ohne Sonnenschein und bunte Lichter. Der Hauptgewinn für jedes Foto, Instagram freut sich über so viel taugliches Material und die weißen Feeds lassen grüßen. Auch für meinen Account hat der Schnee einiges getan. Ich halte nicht mehr viel von den cleanen, überweißen Feeds, da mir da mittlerweile einfach die Persönlichkeit fehlt. Aber das eine oder andere schöne Bild ist nur möglich, weil Frau Holle ihre Kissen ausgeschüttelt hat.

Ich glaube, wenn es um die kälteste Jahreszeit geht, liebe ich das, was alle Menschen daran lieben würden. Man muss plötzlich keine Ausreden mehr erfinden, um im Haus zu bleiben, weil jeder nachempfinden kann, dann man sich manchmal nicht freiwillig Väterchen Frost überlassen möchte. Die Wärme und Gemütlichkeit der eigenen vier Wände ist zu verlockend, um sie aufzugeben. Dann setzt man sich lieber mit einem cremigen Chai Tea Latte oder der dritten Tasse Früchtetee ins Bett und verbringt die Zeit fernab des Schneetrubels mit einer guten Serie oder dem neuen Lieblingsbuch. Der übergroße Pullover ist nicht nur das bequemste Kleidungsstück überhaupt, sondern macht ein Kalorienzählen überflüssig. Sieht ja ohnehin niemand den Winterspeck. Außerdem sitzen wir, dank Kekse und süßen Versuchungen, alle im selben Boot. Kuscheldecke, way-too-cosy Strick und eine Tasse Tee in der einen, ein tolles Buch in der anderen Hand: Klingt für mich nach dem perfekten Nachmittag.

Eigentlich gibt es noch mehr Dinge, die ich am Winter liebe. Man erleidet keinen Hitzeschlag mehr, wenn man sich mit dem Liebsten in die Feder kuschelt. Man trinkt automatisch mehr, weil man die innere Kälte bezwingen möchte. Familienausflüge beinhalten nicht nur Spaziergänge, sondern auch anschließende Rutschpartien mit dem alten Schlitten. Für mein sonst so karges Dorf ist der Schnee wie ein Beautyfilter und die Shootinglocations vermehren sich stündlich. Plötzlich ist es lächerlich einfach gute Bilder zu knipsen, und sei es nur ein Baum, der seine Äste hinter weißen Flocken versteckt. Der Winter ist oft das Objekt meiner Schimpftiraden und muss sich so einige wüste Worte anhören. Obwohl ich die Kälte hasse und das Fahren mit dem Auto ein einziger Graus ist, darf man die schönen Dinge nicht vergessen. Ob eine Tasse Tee mich für die roten Finger entschädigt sei dahin gestellt. Fakt ist, dass mich der Gedanke an weiße Decken und kuschelige Pullover den Winter weniger hassen lässt. Wenn nicht sogar ein kleines Stückchen mögen.

 

 

 

Was haltet ihr vom Winter? Was mögt ihr besonders gerne / gar nicht?

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3 Kommentare

  1. Carina
    30. Januar 2017 / 14:29

    Hallo Kat.

    Wenn der Winter ruft mit Kälte und Rutschpartien mit dem Auto, könnte er sich meiner Meinung nach gleich wieder verabschieden.
    Mich zieht es komischerweise immer im Winter zu Spaziergängen in der Natur, bis ich komplett durchgefroren bin. Aber da ich noch immer am Studium knappere, sieht mich der Winter nur, wenn ich ins Auto muss oder vom Auto in ein Gebäude.

    Aber ich freue mich trotzdem immer wieder zwischendurch, wenn ich aus dem Fenster schaue, die Sonne scheint und der Schnee reflektiert die Sonne. Da bleib ich oft mal am Fenster stehen, schau mir die Landschaft an und dann genieße ich die Sonne mit geschlossenen Augen.

    Wünsche dir noch viele gemütliche Stunden mit übergroßen Pulli, Tee und nem guten Buch. Ich werde mich nächsten Winter anschließen! =D

    Liebe Grüße,
    Carina.

  2. 30. Januar 2017 / 20:30

    Was? Bei dir gibt es Tage, an denen du schwitzt? Das ist mir schon ewig nicht mehr passiert… Aber ich bin auch eine Frostbeule und hasse den Winter über alles. Wie sehr ich mich doch nach Wärme, Licht und Sonne sehne… da kann ich einen Post wie diesen echt gebrauchen, um mir wenigstens die paar schönen Kleinigkeiten wieder mehr bewusst zu machen.

    Eiskristalle an Pflanzen finde ich z.B. auch wunderschön – genau wie heißen Tee und wärmende Suppen.

    Liebe Grüße

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