Project Change it! – Besser leben

Project Change it! – Besser leben

Es ist der Blick in den Spiegel, der keine Ausreden zulässt. Man wird zum eigenen Kritiker, verfasst Schimpftiraden und merkt gar nicht, wie kaputt es einen macht. Die Gesellschaft hat ein klares Bild von Schönheit vor Augen. Der Druck des perfekten Aussehens kann schnell zunehmen und krank machen. Ein striktes Bild nistet sich im Kopf ein, lässt den Alltag verblassen und bestimmt jeden Schritt. Magazine werben mit Schlankkuren, die nie funktionieren und man holt sich Abnehmpillen, nur um endlich ins Schema zu passen. Schönheit ist ansprechend und wirkt einladend. Unzufrieden stellende Spiegelbilder treiben uns in die Arme von Konzernen und Beauty-Docs. Der Wahnsinn nimmt überhand, raubt den Gedanken ihre Freiheit und dabei ist doch alles, was wir wollen, glücklich zu sein. Aber nicht so. Ich will das nicht mehr und ich werde mich gegen meine eigenen Vorwürfe wehren. Dieses Projekt soll mir helfen, ein besseres Leben anzuvisieren, mit gesunder Ernährung, ausreichend Sport und fehlenden Anklagen.

Warum jetzt?
Seit mein Körper letzte Woche die Stopptaste gedrückt hat, sprudelt mein Kopf vor Ideen nur so über. Schlechte, unregelmäßige Ernährung und Stress haben meiner Gesundheit einen ordentlichen Dämpfer verpasst und die Alarmglocken schrillten schließlich, lange überfällig. Ich bin weder abgemagert noch übergewichtig, trotzdem kann ich meinen Lebensstil nicht gerade als gesund bezeichnen und mich selbst nicht als fit. Jeden Tag beschwere ich mich über Fettpölsterchen und schlechte Haut, obwohl ich nichts dagegen unternehme. Es fällt einem leicht zu jammern, wenn der Grund sich nie verändert. Mit meinem ganz persönlichen Projekt möchte ich endlich eine zweite Chance wagen. Verschiedene Umstellungen und Challenges im Bereich Ernährung und Sport werden mich die nächsten Monate begleiten. Aber es geht mir nicht (nur) ums Abnehmen. Ich habe mir für dieses Jahr vor allem ein Ziel gesetzt: Glücklich sein! Und das wird meine oberste Priorität, indem ich mein Leben endlich ändere. Jetzt bin ich 21 Jahre alt, jetzt kann ich noch etwas verändern!

Warum ich?
Ich sage es ganz offen: ich bin weder ein Fitnessguru noch eine Ernährungsexpertin. Ich werde Fehler machen und Muskelkater bekommen, mit hochrotem Tomatenkopf auf dem Fahrrad sitzen und mir einen Pizza zum Frühstück wünschen. Ich bin absolut normal, durchschnittlich sogar. Doch genau das ist das Schöne daran. Ich bin eben keine wunderschöne Modelbarbie, die über die wundervolle Fitnesswelt fachsimpelt. Nein, es wird ein wahrer Leidensweg für mich werden. Als unmotivierter Sportverweigerer muss ich mir erst einmal die nötige Disziplin aufbauen, um diesen drastischen Schritt überhaupt durchhalten zu können. Mein Wunsch ist es, mein Leben ins Positive zu verändern und vielleicht den einen oder anderen mitzunehmen. Alles ist besser, wenn man es gemeinsam macht. Das Bloggen wird mir dabei zusätzlich helfen. Ich schreibe diese Beiträge nicht, um irgendjemanden etwas vorzulügen oder mich zu präsentieren. Ich möchte meine ganz persönliche Stimme nutzen und mein Blog ist dafür die beste Plattform. Außerdem gibt es dann keine Ausreden mehr, wenn ich weiß, dass andere meinen Weg mit Argusaugen verfolgen. 😉

Was ist geplant?
Neben regelmäßigen Besuchen im Fitnessstudio möchte ich auch meine zweifelhafte Ernährung endlich in den Griff bekommen. Die letzten Wochen gab es kein Frühstück, dafür aber schon zu Mittag Schokolade um am besten zusammen mit einer Packung Chips. Kein Wunder, dass mein Körper da schließlich abdankt. Außerdem möchte ich über meine vergangene Essstörung, Bulimie, reden und zusammen mit anderen darauf aufmerksam machen, wie sehr man sich mit solchen Krankheiten schadet. Um mein Leben aber wirklich in eine deutlich andere Richtung zu lenken, nicht nur was die Ernährung betrifft, möchte ich mich selbst aus der Reserve locken. Vorbild hierbei war Michelle von 100 Days without fear . Ich werde neue Dinge wagen, meinen Kopf herausfordern und mich immer wieder neu überwinden. Der Zeitpunkt für Veränderungen ist jetzt. Den Anfang der Reihe wird meine Geschichte über Bulimie machen. Weil damit mein Kampf mit dem Aussehen und meine Unzufriedenheit richtig begonnen hat.

Ich habe nur ein Leben. Und das möchte ich nicht verschwenden! Change it!

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6 Kommentare

  1. 21. Juni 2016 / 16:22

    Liebes Kathileinchen,

    Freut mich sehr, dass du es durchziehen willst 🙂 Wie gesagt, ich unterstütze dich gerne und freue mich schon zu lesen, wie du dein Leben zum Positiven verändern wirst und ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass dir das auch gelingt 🙂

    Alles Liebe,
    dein Julchen

    • 22. Juni 2016 / 13:47

      Mein liebes Julchen. 🙂

      Vielen Dank für die liebe Unterstützung, das bedeutet mir wirklich sehr viel. ich freue mich auch schon
      auf deinen Beitrag zu dem Thema und hoffe, dass ich mit deiner Hilfe und den meiner Familie diese große
      veränderung bewältigen kann.

      Hab dich lieb,
      Kathileinchen <3

  2. lophornia
    23. Juni 2016 / 20:57

    Ich würde sagen, jeder kann in jedem Alter zu jedem Zeitpunkt anfangen, etwas zu verändern. 😉
    Deinen Plan finde ich gut und ich wünsche dir viel Erfolg!
    (Eine kleine Buchempfehlung: Rolf Arnold: Seit wann haben Sie das? Grundlinien des emotionalen Konstruktivismus)

    • 23. Juni 2016 / 21:31

      Da hast du recht. 🙂 Und ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich unbedingt etwas verändern will. 🙂
      Vielen Dank, das ist wirklich lieb von dir. Freut mich, wenn das Projekt positive Resonanz bekommt.
      Oh, super, Danke. Das ist sicher interessant für mich.

      LG 🙂

  3. 26. Juni 2016 / 15:13

    Ich bin gespannt und wünsche dir ganz viel Erfolg 🙂
    Ich habe eine zeitlang Krafttraining gemacht, was mir auch wirklich gut gefallen hat. Aktuell ist die Motivation gleich null. Aber irgendwie stört es mich momentan scheinbar nicht so sehr, wie es vielleicht sollte.
    Mal schauen, vielleicht nehme ich den Sport demnächst wieder in Angriff. Oder tanze wenigstens Zumba, das liebe ich total.
    Ernährung ist so eine Sache. Die Theorie kann und weiß ich. Aber ich liebe Schokolade einfach zu sehr. Verzichten finde ich blöd und anstrengend. Ich lebe nur ein mal. Aber ich möchte ein angemessenes Mittelmaß finden.

    LG Nicci Trallafitti ❤

    • 27. Juni 2016 / 13:08

      Vielen Dank, meine liebste Nicci. 🙂 Das freut mich sehr.
      Ich leide auch sehr unter der fehlenden Motivation, muss mich aber irgendwann zusammenreißen
      und mir selbst in den Hintern treten. 😀 Zumba wäre cool, ja. Vielleicht gibt es da in meiner Nähe auch einen Kurs.
      Das wäre toll. Ja da hast du recht. Wir sollten es genießen. Aber wenn ich auf gar nichts verzichten würde, wäre
      ich schnell zehn Kilo schwerer, glaube ich. Naja, alles mit einem gewissen Maß.

      Liebste Grüße, Kat <3

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