Type and press Enter.

Just another Fashionblog?

Ich fühle mich wie in einer Großstadt die keine Schilder an den Straßenkreuzungen hat. Komplett verloren und irgendwie verwirrt. Alles sieht gleich aus, Menschen strömen über den Asphalt und ich stolpere über immer gleiche Sätze und Schaufenster. Kleine Seitengassen werden übersehen. Kritische Stimmen lassen jetzt vermuten, dass ich den Verstand verloren habe. Well, almost. 😉 Aber ich möchte mit dieser Metapher einen Teil meines Lebens deutlich machen. Nämlich, dass ich, egal was die breite Masse vorhat, mir meinen eigenen Stil bewahren möchte. Sollte ich dadurch weniger Leute ansprechen ist das zwar schade, aber ich bleibe zumindest authentisch und kann mit voller Stolz hinter jedem Beitrag stehen. Mit allen Konsequenzen.

Es scheint eine allgemeine Meinung darüber zu geben, wie ein Fashionblog auszusehen hat. Ich persönlich sehe meinen Blog nur zum Teil in dieser Kategorie, da ich ebenso Bücherwurm und Reisejunkie bin. S&S ist kein Fashionblog, der mit Details auftrumpft, was wozu besonders gut passt. Meistens sehe ich mir bei solchen Blogs ohnehin nur die Bilder an, weil mich das Gerede dazu kaum interessiert. Ich will Geschichten lesen, eine Story zu ebendiesen Schuhen, nicht warum sie perfekt zum Rock passen. Warum liebst du diese Schuhe, haben sie eine Bedeutung oder verknüpfst du eine Erinnerung damit? Bei mir werdet ihr solche Posts nicht (mehr) finden, weil ich eine Schreiberin bin, die gerne mit Worten spielt. Lange genug wollte ich mich in ein Schema pressen, aber das ist vorbei. Wenn ein Outfit, dann nach meinen Regel. Meine Reviews habe ich auch von Grund auf saniert und manchmal schreiben mich Autoren genau deshalb an. Weil sie den besonderen Stil mögen. Den Outfits wird dasselbe Schicksal blühen. Geschichten erzählen, von der Seele schreiben. Das bin ich und werde ich auch weiterhin vertreten. It’s as simple as that.

Einer meiner liebsten Blogs ist Miss Getaway von Kerstin. Sie schreibt keine seitenlangen Erklärungen, warum sie diesen Rock mit der Bluse kombiniert hat. Ist mir auch ehrlich gesagt ziemlich schnuppe. Stattdessen sind ihre Outfits nur Nebencharaktere für einen Post. Es geht nicht um das Outfit selbst, sondern oft um die Geschichte dazu oder welchen Hintergrund es haben mag. Für meinen Silvesterpost habe ich Outfitbilder gewählt, ohne nennenswerten Grund. Ich wollte etwas erzählen und das Outfit diente lediglich als Untermalung, es war nicht der Hauptfokus. Selbst wenn ich einen reinen Post über Fashion schreibe, wie bei unserer Blogparade 7 Styles with… verstricke ich mich nicht in Erklärungen, warum die Farben zusammenpassen oder der Rock zum Oberteil. Warum sollte ich auch über etwas schreiben, was mir selbst ziemlich egal ist? Ich möchte eine Verbindung zwischen Schreiben und Mode schaffen. Eine Brücke, die erklärt, was ich hinter der Fassade dieses Outfits sehe. Ich poste nicht wahllos irgendwelche Outfits, weil viele davon einfach nur schnell gewählt oder nichtssagend sind. Wenn, dann hat es einen Sinn, warum ich ausgerechnet diesen Schal genommen habe oder warum mir der Pullover gefällt.

Seven & Stories ist weder ein Fashion-, Bücher- noch ein Reiseblog. Es ist ein Blog mit Geschichten, die berühren und Sätze wie „Oh ja, das kenne ich” in den Köpfen der Leser wecken sollen. Deshalb gibt es bei mir keine Outfitdetails im herkömmlichen Sinne. Denn wenn ich über etwas schreibe, das ich trage, hat es einen tieferen Grund als nur das Aussehen.

Eure Kat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

18 comments

  1. Toller Text! Ich finde es richtig, dass man sich selbst treu bleibt und den Blog so gestaltet, wie man es selbst gut findet und möchte. Individualität ist nur leider oft verpöhnt. Immer und überall. Aber ich finde deinen Blog toll. <3

    1. Danke liebe Denise. 🙂 Freut mich zu hören.
      Ganz genau so ist es. Toll, wenn du das auch so siehst. <3

  2. Hallo Kat,
    ohne Geschichten ist die Welt echt langweilig. Daher finde ich deine Entscheidung echt toll und freu mich schon auf die neuartigen Posts!!
    Liebe Grüße, Carina.

    1. Genau so sehe ich das auch! 🙂 Vielen Dank, ich freue mich auch & bin gespannt.

  3. Dein Einstellung finde ich spitze!
    Fashionposts sind für mich auch nur dann lesenswert, wenn es eine Geschichte dazu gibt – denn Tipps würde ich eh nicht befolgen und die angesagtesten Trends sagen mir auch nur äußerst selten zu. Daher liebe ich auch Nicoles Outfitposts (smalltownadventure), denn sie spricht immer ein spannendes Thema an, wenn sie Fotos zeigt, und erklärt dann am Ende noch kurz, warum sie das Outfit gern getragen hat.
    Und wie du sagst – wer sich treu bleibt, spricht vielleicht weniger Menschen an, aber diese dafür umso mehr 🙂

    Liebe Grüße

    1. Danke Tabea, wie lieb von dir. 🙂
      Ich freue mich, dass der Post so positive Rückmeldung bekommt. Das bestärkt mich
      in meinem Vorhaben noch mehr.

  4. Liebe Kat,

    ich finde das gar nicht schlimm, dass es diese Outfit-Posts bei dir nicht mehr gibt. Ich selbst lese gar keine reinen Fashion-Blogs. Kann damit einfach nichts anfangen. Ich brauche, ebenso wie du, Geschichten. Gute Texte. Kleinstadtcarrie.net ist z.B. auch ein tolles Beispiel dafür. Dort dienen die Bilder auch eher als Untermalung der gefühlvollen Texte. Sowas macht mir als Leser auch viel mehr Spaß zu durchforsten, als mir durchzulesen. warum dieses Shirt mit jenem Rock gestylt wurde..

    Liebe Grüße,
    Maj-Britt

    http://www.dailymaybe.de

    1. Hallo liebe Maj-Britt.
      Ja so geht es mir auch. Finde es toll, dass noch mehr Blogger so denken wie ich und sich
      nicht verbiegen lassen. 🙂 Mehr Geschichten braucht das Internet. 🙂

  5. So ein schöner Text. Ich finde gut, dass du dir selbst treu bleibst und finde du solltest dich nicht verstellen. Wen interessiert schon wieso man welches Top mit welchen Schuhen kombiniert. Ich hole mir gerne Inspiration von Bildern, lese aber dann doch lieber Geschichten mit Herz und Charakter. Das du schreiben kannst, weißt du ja – ich wünschte btw. ich wäre so gut im auf deutsch Schreiben 😛

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

    1. Dankeschön, liebe Kerstin 🙂 Freut mich zu hören.
      Ganz genau! Wenn etwas gut aussieht brauche ich keine Erklärung dazu, warum es das tut 🙂
      Sehe ich genauso wie du. & Danke für das wundervolle Kompliment. <3

  6. toller text und gut geschrieben! ich finde es super, dass du dein eigenes ding machst und dir selbst treu bleibst. weiter so!
    liebe grüße, martina 🙂
    https://byserendipityblog.wordpress.com/

    1. Dankeschön Martina, freut mich sehr 🙂
      Immer schön, solche lieben Worte zu lesen. <3

  7. Hi!
    “Das geht mir genauso” – Ich schaue mir auf Modeblogs auch fast ausschließlich die Bilder an, weil die Texte dazu, wie du richtig erkannt hast, mich nicht interessieren.
    Schön, dass du so eine Ansicht vertrittst und Mode – Geschichten – Schreiben verbinden möchtest. Super Idee, und einmal etwas anderes! 🙂
    LG, Monique

    1. Hallo Monique 🙂
      Juhu, eine Gleichgesinnte, ich freu mich sehr. Danke für die lieben Worte,
      ich werde mein Bestes geben, um schöne Geschichten zu zaubern. <3

  8. Hallo Kat!

    Toller Post und ich finde es klasse, dass du dir selbst treu bleibst. Ich lese auch viel lieber die Geschichten. Das mit Kerstin stimmt total. Da stehen immer die Texte im Vordergrund 🙂

    Ich mache Outfitpostings meistens auch immer mit “anderen” Texten, aber habe früher auch sehr viel zum Outfit geschrieben. Nur in Ausnahmefällen wird auch der Text zum Outfit passend geschrieben (wie z.B. damals bei meinem Lederhosenpost :D), aber im Grunde genommen gefallen mir schöne Texte und Geschichten viel mehr 🙂 und das geht mir auch viel leichter von der Hand 🙂

    Liebste Grüße
    Lisa
    http://www.mycafeaulait.at

    1. Hallo Lisa. 🙂

      Dankeschön, das freut mich wirklich sehr. Ja Kerstin ist einfach wunderbar. 🙂
      Finde ich toll, wenn du auch eine etwas andere Linie fährst. Muss ich gleich mal durch deine Outfits stöbern.
      Schöne Texte zu genauso schönen Outfits lesen sich einfach viel besser, nicht wahr? 🙂

      Danke für dein Kommentar. 🙂

    1. Thank you! 🙂