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How to Instagram – Wallpaper & Friends

Wenn man in der glamourösen Instagramwelt (folgt mir gerne unter seven_and_stories) überleben will, musst es einem entweder total schnuppe sein, wie viele Follower man hat, oder es macht einem einfach Spaß Fotos zu machen. Mich persönlich hat die Hassliebe bereits eingeholt und zu Boden geworfen. Mittlerweile lasse ich mich von der Instagram Obsession aber nicht mehr so leicht packen und versuche um meinetwillen meine Fotos stetig zu verbessern und hübscher zu gestalten. Natürlich klebt die fiese Zahl im Kopf und ich erwische mich oft dabei, wie ich mich über einen weiteren Entfolger ärgere. Denn schlussendlich befindet sich hinter jedem Account ein Mensch, der sein Leben auf bestmöglichste Weise zeigen und dafür Anerkennung haben möchte. Leider ist man für viele nur eine Zahlenkombination, die möglichst schnell in die Höhe schießen soll. Mein Motto lautet deshalb: Ich folge nur Accounts, die mir auch wirklich gefallen und hasse dieses feige Entfolgen, wenn ich jemandem nicht folge. Für mich ist das nicht der Sinn von Instagram. Aber sei es drum. Menschen kann man ja bekanntlich schwer ändern. Also halte ich mich mit der nächsten Schimpftirade zurück und verrate euch lieber ein paar Tipps, wie ihr das Leben als Instagirl für mich besser und angenehmer gestaltet habe.

Wallpaper and Decoration
Da mein Account hauptsächlich von Buchbildern genährt wird, gilt es, die dicken Schmöker auch schön in Szene zu setzen. Ich weiß, dass nicht jeder einen schönen, weißen Holztisch mit perfekter Maserung zu Hause hat. Ich nämlich auch nicht. Und das müsst ihr auch nicht. Heutzutage findet man online alles was man für ein schönes Instagramfoto braucht. Besorgt euch eine Holzplatte aus dem Baumarkt und streicht sie weiß an. Oder fragt euren Vater ob er vielleicht etwas in der Werkstatt rumliegen hat, was ihr verwenden könnt. Benutzt angemalte Holztabletts, ein Stück Zaun oder besorgt euch Motivkarton. Den gibt es in unzähligen Ausführungen und macht ordentlich was her. Alles, was man kaufen kann, kann man auch in einem Foto unterbringen. Als Deko können euch Blumen, Fotos, Ketten, Schals, Pullover, usw dienen. Wenn ihr es etwas extravaganter mögt, könnt ihr auf Amazon auch tolle Sachen finden. Zum Beispiel ein weißer Vogelkäfig oder ein Würfelkalender aus Holz. Details, die jedes Bild besonders machen.

Find some Friends
Instagram ist kein Haifischbecken, wo jeder um das nackte Überleben kämpft. Leider scheinen das manche Menschen zu glauben. Nur wenn du eine Leistung bringst, bekommst du auch eine Gegenleistung. Aber ich möchte nicht fünfzig Bilder kommentieren und dann nicht einmal ein Danke zurückbekommen. Deshalb ist es für mich umso wichtiger, wenn man zwischen all den Bildern und Hastags auch echte Charaktere durchblitzen sieht. Ich habe schon einige tolle Menschen kennengelernt. Richtige Freundschaften sind entstanden. Konversationen in der Kommentarbox und gemeinsame Projekte oder, wie bei EsKa, das Teilen von Tipps. Man ist in diesem Meer aus Fotos nicht allein. Sucht euch Verbündete, freundet euch mit Menschen an, die ähnliche Bilder posten und helft euch gegenseitig. Es ist schön zu wissen, dass dir jemand zu Hilfe eilt, wenn du mal nicht weiter weißt. Sei es aufgrund von Ideenmangel oder die Suche nach neuen Arten, etwas zu verändern. Ich danke euch, meine Würmchen!

TAG-Time
Täglich schwirren tausende Tags durch das Internet, rufen andere dazu auf, mitzumachen. Ich mache bei solchen Themenposts gerne mit. Meistens werde ich von lieben Bücherliebhabern markiert und bin aufgefordert, ein dazu passendes Bild zu posten. Da erspare ich es mir, selbst eine Idee aus dem Oberstübchen kramen zu müssen und knüpfe ganz nebenbei auch noch Kontakte. Die meisten meiner Freundschaften sind durch solche Tags entstanden. Man wird verlinkt, sieht sich die Accounts an, die ebenfalls markiert wurden und gibt das Thema weiter. So werdet ihr und euer Bild nicht nur bekannter, es macht auch Spaß zuzusehen, wie andere Leute mitmachen. Die verschiedenen Arten der Bilder von ein und demselben Thema sind oft wirklich interessant und mehr Vielfalt kann man sich nicht wünschen.

Comments are forever
Das leidige Kommentarthema. „Wenn du auf Instagram erfolgreich werden willst, musst du viel kommentieren.“ Wie oft habe ich diesen Spruch gelesen? Dutzende Male. Und jedes Mal habe ich mich danach hinter mein Handy geklemmt und bei jedem Bild, das mir gefallen hat, einen Kommentar hinterlassen. Sicher kann es nützlich sein, wenn man hunderte von Bildern kommentiert und sich bemerkbar macht. Für mich war diese Methode aber nichts. Denn kurze Noname-Kommentare wie: „Cute“ „Nice“ „So cool“ sind zwar ganz nett aber eher nichtssagend. Mir zeigt das nur, dass genau das passiert ist, dass ich so lange auch versucht habe: Einfach nur sagen Hallo hier bin ich. Sieh dir meinen Account an. Für mich sind diese Comments aber nicht ehrlich. Einsilbige Wörter sind schnell getippt und abgeschickt. Ich poste nur mehr Kommentare, wenn ich auch wirklich etwas darüber sagen möchte. „Wow, das Bild ist wirklich schön geworden. Ich habe das Buch letztes Jahr gelesen und fand es toll. Wie hat es dir gefallen?“ Ein kleines Gespräch mit wenig Aufwand und trotzdem mit Herz. Sinnloses kommentieren habe ich mir abgewohnt. Weil es mir nicht darum geht, wild durch die Gegend zu posten, sondern Menschen, denen ich ein Kompliment machen möchte, auch eines zu schenken.

A Pinch of Pepper
„Auf dem Foto seht ihr das Buch, das ich gerade lese.“ Die Aussage ist auf dem Punkt gebracht, ohne Frage. Aber wirklich spannend klingt es nicht. Als ich noch am Anfang meiner Social Media Karriere stand (haha), habe ich mir nicht viel aus Bildbeschreibungen gemacht, geschweige denn sonderlich viel geschrieben. Seit mir aber aufgefallen ist, wie gerne ich selbst sie lese, ist das anders. Ich habe es mir sogar zur Aufgabe gemacht, mit jedem Foto das ich poste, eine kleine Geschichte zu erzählen. Da ich einen Lifestyle- und Storyblog betreibe, lag diese Idee nicht fern. Ich denke mir Szenarien aus, beschreibe die Details und schaffe eine Verbindung zu dem Bild. Einige meiner Follower haben mir bereits geschrieben, wie gern sie die kleinen Stories unter den Bildern mögen. Natürlich bedeutet es mehr Arbeit als einfach einen bunten Wortsalat abzutippen. Aber ich habe darin meine Prise Pfeffer gefunden. Überlegt, was ihr mit euren Bildern vermitteln wollt und fügt es als kleines Detail in eure Fotos ein oder schreibt in ein paar knackigen Sätzen, warum ihr genau dieses Motiv gewählt habt und geht etwas näher darauf ein. Findet eure Prise Pfeffer, die euch besonders macht.

Ein kleiner Einblick in eine Welt, die eigentlich keine Einblicke zulässt. Dann habe ich hiermit ein paar Regeln gebrochen und damit komme ich gut klar. Vielleicht kann euch der eine oder andere Punkt nützlich sein und ihr erfindet euren Stil neu. Wichtig ist, dass es euch Spaß macht. Alles, was einem Zwang ähnelt, macht euch nur kaputt. Also nehmt Instagram und seine herrliche Scheinwelt ab und zu nicht ganz so ernst und genießt es, wenn ich wieder einmal Kind sein und basteln könnt.

Eure Kat.

Wie hat euch der Post gefallen? Welche Art von Beiträgen würdet ihr gerne mehr lesen? Über Social Media und Behind the Scenes? Was interessiert euch besonders? Let me know, beautiful people.

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3 comments

  1. Toll! Einfach super geschrieben. ❤

    LG Nicci Trallafitti

    1. Vielen lieben Dank. 🙂 Freut mich sehr.
      <3
      Liebste Grüße, Kat

  2. Hey Kat,

    wie reagierst du auf negative Kommentare oder Nachrichten?

    Lieben Gruß

    Merle alias Klappt&Stulle