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My Tyrolean Visit

Mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Unruhig rutsche ich auf meinem Sitz hin und her. Wie immer sind meine Hände kalt, die Finger steif. Ich umklammere das Buch fester, lege es auf meinem Schoß ab und bemerke, dass ich den letzten Satz schon wieder vergessen habe. Mein Blick schweift von den schwarzen Wörtern auf weißem Papier zum Fenster. Landschaften rasen an mir vorbei. Gehen so schnell wieder, wie sie gekommen sind. Felder, Bäume, mittendrin ein paar Häuser. Ich nehme einen tiefen Atemzug und versuche mich wieder auf das Buch zu konzentrieren. Lange war ich nicht mehr nervös. Und dann löst eine Zugfahrt dieses seltsame Gefühl in mir aus. Eine Fahrt, die ich seit 3 Jahren nicht mehr gemacht habe. Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen, trotzdem erschreckt mich die Zahl: 3 Jahre. Es kommt mir vor wie eine kleine Unendlichkeit. Weiterlesen →