Liebe Schreibblockade … | 5 Tipps wie du sie endlich loswirst

Liebe Schreibblockade … | 5 Tipps wie du sie endlich loswirst

Ich weiß, dass du jetzt lachen wirst. Über die Angst, die Realität geworden ist und all die leeren weißen Seiten, die nie eines meiner Worte sehen werden. Die letzten Wochen war es einfach. Ich hatte keine Zeit um mir Gedanken über Outfits oder Blogposts zu machen. Mein Kopf steckte immer öfter zwischen Chemieformeln und Rechnungen fest. Es war meine Ausrede, my lame excuse: ich kann mich nicht um den Blog kümmern, ich muss lernen. Doch die Zukunft lässt bekanntlich nie lange auf sich warten. In meine Gedanken nisteten sich die Zweifel ein. Was wäre danach? Wie würde es später aussehen, wenn ich keine Ausrede mehr hatte. Was wäre, wenn ich die Bücher endlich zur Seiten legen und wieder atmen kann, aber nicht schreiben? Die Tage zogen ins Land und verneigten sich vor der Deadline. Plötzlich stand ich da, ohne festen Boden unter den Füßen und betrachtete den Laptop auf meinem Schoß. Ich hatte Zeit, ich hatte dutzende Ideen, die ich teilen wollte. Aber meine Finger blieben stumm und der Bildschirm leer. Du machst dich über mich lustig, nicht wahr? Über die Art, wie ich hadere, wie ich verzweifelt nach Inspiration und Motivation suche. Als würde ich versuchen Rauch zu fangen, so fühlt es sich an. Liebe Schreibblockade, du bist ein Feind, der mich viel zu oft begleitet. Viel zu oft gefangen hält. Mir ist bewusst, dass ich nicht alleine bin. Dass viele Blogger, Autoren, Schreiberlinge mit denselben Problemen zu kämpfen haben. Doch du warst die längste Zeit Gast auf meinen Schultern.

5 Tipps gegen eine Schreibblockade

Write a Letter | Es kam mir ironisch vor, meiner Schreibblockade einen Brief zu schreiben. Schreibblockade heißt doch eigentlich, dass man nichts schreiben kann. Doch irgendwie schien es mir dennoch richtig. Einfach alle Gedanken auf Papier fließen zu lassen. Egal ob die Sätze Sinn ergeben, egal ob sie gut klingen. Einfach den Worten das Ruder in die Hand geben und sehen, was dabei herauskommt.

Go for a walk | Ich bin der wohl unsportlichste Mensch auf der Welt. Doch wenn der Kopf voll ist und zu bersten droht, muss man manchmal die eigenen vier Wände hinter sich lassen. Wenn ihr ohnehin sportlich aktiv seid, wunderbar. Wenn nicht, just like me, geht einfach eine Runde spazieren. Kopfhörer in die Ohren und Bäume umarmen.

Binge watching | Seht euch eure Lieblingsserie an, oder jede andere, bis ihr kein Zeitgefühl mehr habt. Ihr vergesst die Blockade in eurem Kopf für ein paar Stunden, schnappt vielleicht sogar die eine oder andere Idee auf und gönnt den Gedanken etwas Ruhe. (Psst: auf Series-ly on TV findet ihr ein paar Must-Watch-Serien)

Change the subject | Seid ihr Autoren? Dann versucht euch doch mal an einem Gedicht. Schreibblockade als Blogger? Das Bekannte hinter sich lassen und mal einen Song schreiben. es klingt vielleicht verrückt, aber oft genug setzt man sich selbst so unter Druck, dass man die alten Muster in Sachen Schreiben nicht mehr halten kann. „Früher waren meine Beiträge besser.“ Dann ändere den Blickwinkel und probiere etwas Neues aus.

Don’t force it | Als ich an meinem ersten Buch schrieb, hatte ich oft Tage, an denen die Worte ins Stocken gerieten. Nichts klang gut, nichts passte zusammen. Letztendlich musste ich die gequälte Arbeit von einem Tag (gut 3 Seiten) wieder löschen, weil es schlichtweg schlecht war. Durchatmen, Laptop zuklappen und abwarten. Gar keine Seiten sind besser als miese. Nach ein paar Tagen noch einmal versuchen und wenn dann immer noch nichts klappt, siehe Punkte 1-4.

Es hat mir so gefehlt hier zu sein. Genau auf diesem Platz. Glaubt es oder nicht, dieser „Brief“ hat mir wirklich geholfen. Kaum tippte ich den ersten Satz, sprudelten die Worte auf die Tasten. Es hat nur einen Anfang gebraucht, den Hauch einer Motivation. Ich liebe diese Ironie, die sich wie selbstverständlich zwischen die Zeilen schleicht. Ich schreibe gegen die Schreibblockade an. Das habe ich schon einmal getan und der Text war weit weg von sinnvoller Lyrik. But who cares. Für jetzt, für heute, hat es tatsächlich funktioniert. Vielleicht stecke ich schon morgen in der nächsten Schreibkrise. Aber dann gehe ich einfach spazieren oder starte den nächsten Serienmarathon. Es gibt Schlimmeres.

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6 Kommentare

  1. 12. Mai 2017 / 11:13

    Ich sollte auch langsam meine Schreibblockade überwinden, sowohl als Bloggerin​, zukünftige Schriftstellerin​, als auch als Songwriter. 😀 Mir hat es geholfen, Tagebucheinträge zu schreiben. Hoffentlich helfen mir deine Tipps! 😊

  2. 12. Mai 2017 / 11:27

    Ahhhh, du hast ihn geschrieben. <3 Sehr toll. :*
    Das sind wirklich wundervolle Tipps und ich werde mir diesen Beitrag auf jeden Fall abspeichern, falls ich mal wieder eine Schreibblockade habe. 🙂 ich danke dir!
    LG, Denise

  3. 13. Mai 2017 / 10:11

    Ich habe es für mich akzeptiert, dass die Schreibblockade ab und zu an meine Tür klopft. Ich lasse sie hinein, trinke einen Kaffee mit ihr, wir gehen spazieren zusammen oder shoppen. Meist kann ich sie danach wieder vor die Türe setzen und schreiben. Klappt das nicht, dann gibt es halt einfach keinen Blogpost. Auch das ist ok. Mein Blog ist mein Hobby und das sollte niemals in Stress ausarten.
    Liebe Grüße
    Regina von http://www.reloves.de

  4. 16. Mai 2017 / 15:07

    Hallo liebe Kat.
    Ich vergleiche deine Schreibblockade auch hier und da mit meiner Lernblockade. Egal, was ich mir anschaue, irgendwie ergibt es keinen Sinn und bleibt nicht hängen.
    Mittlerweile habe ich mir angefangen, meine Gedanken nieder zu schreiben, damit mein Kopf frei fürs Lernen wird, da es ja bei mir in der Arbeit ständig drunter und drüber geht. =(
    Und Studium wird aufgrund der Arbeitssituation auch nicht leichter zu bewerkstelligen, sondern immer schwerer. Denn wenn ich die Prüfungen im Juni nicht schaffe, kann ich das fünfte und sechste Semester nochmal machen.
    Danke für die Tipps, die werde ich bei meinen Lernblockaden anwenden. 😀
    Liebe Grüße,
    Carina.

  5. 19. Mai 2017 / 21:40

    Hey Kat,

    so was Ähnliches wie den Brief empfehle ich auch gerne. Schreiben über die Schreibblockade hilft auch. Dann steht da halt erstmal nur „Verdammt, mir fällt nix ein, das ist doch mal echt bescheuert …“ oder so, aber nach ner Weile macht es dann doch Klick und das Hirn spuckt eine Idee aus :-).

    Liebe Grüße

    Claudia

    • 22. Mai 2017 / 11:24

      Genau, einfach drauflos schreiben, egal, was dabei rauskommt. 🙂

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