A Love Letter to New Beginnings | Neubeginn

A Love Letter to New Beginnings | Neubeginn

Manchmal müssen wir springen. Dem Abgrund entgegenlaufen, ohne zu wissen, was uns dort erwartet. Einen Neubeginn wagen. Wir dürfen nicht stehen bleiben, denn dann war all der Mut umsonst. Der Weg war lang, immer wieder wollte ich umkehren. Wie verrückt diese Idee doch war. Altes zurückzulassen und in ein anderes, unbekanntes Leben zu hüpfen. Ich hatte Angst, da will ich gar nicht widersprechen. Ich dachte, ich würde es nicht schaffen. Wäre zu schwach oder der Zeitpunkt war falsch gewählt. Wind erfasste meine Haare, zerrte an den Ärmeln meiner Jacke. Ich fror, zitterte vor Angst und Kälte. Die Zeit rieselte an mir vorbei. Nach Antworten suchend blickte ich in den Himmel, hoffte auf ein Zeichen. Aber es kam keines. Meine Schritte wurden langsamer. Plötzlich war ich da, umgeben von Weite und keine Menschenseele in Sicht. Es war zu riskant, ich könnte mich verletzten, könnte daran zu Bruch gehen. Doch als ich dann an dieser Kante stand, die Entscheidungen sich um meine Gunst stritten und ich in die bodenlose Leere starrte, die sich vor mir auftat, musste ich nicht mehr nachdenken. Ein Schritt, nur noch einer. Und ich ging ihn. Mit den Konsequenzen, dem Risiko, der Panik im Rücken. Ja, ich könnte mich verletzen. Aber wenn ich es nicht versuche, werde ich es nie wissen.

Wir wollen uns verändern, jeden Aspekt unseres Lebens umkrempeln, tragen aber zu viele Sorgen um einen Neubeginn in uns. Es könnte alles anders werden, nicht mehr so wie früher. Aber wenn wir uns nicht trauen weiterzugehen, werden wir nie wachsen können. Ich kenne das Gefühl in den Seilen zu hängen, zu glauben, man hätte alles verloren. Dabei übersehen wir aber oft, dass manchmal etwas kaputt gehen muss, damit Neues wachsen kann. Die Zukunft macht mir Angst, bringt mich zum Schweigen und lässt die Zweifel gewinnen. Was, wenn ich es nicht schaffe? Wenn ich hellsehen könnte, würde ich es wissen. Aber ich kann es nicht, also muss ich es versuchen.

Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich ein Fenster.

Anfang der Woche wurde mir bewusst, dass ich etwas verloren habe. Ich weiß nicht, wo es gelandet ist oder wie es dazu kam. Fakt ist, dass es weg ist und ich es vermisse. Trotzdem denke ich mir, muss ich weitermachen, wieder aufstehen und den Weg gehen, der für mich bestimmt ist. Ich darf mich nicht von Rückschlägen niedermetzeln lassen. Nur weil die Gegenwart uns daran hindern will, weiterzugehen, dürfen wir nicht stehenbleiben. Die Vergangenheit zu betrauern hilft uns nichts, denn sie ist in den Tiefen der Geschichte verschwunden. Jemandem nachzuweinen, der schon zu weit weg ist, als dass er es hören könnte, macht es nicht besser. Und sich gegen eine neue berufliche Herausforderung zu stellen, nur weil man im alten Job gut verdient, wird mich nie glücklich machen. Die Zukunft ist furchteinflößend, ungewiss und dunkel. Wir wissen nicht, was auf uns lauert. Sind es Steine, Tränen oder Sonnenschein? Ich habe keine Ahnung. Aber wenn ich es wüsste, wäre der Weg selbst nicht aufregend. Nur wer sich traut, etwas zurückzulassen, ein Stück des alten Lebens zu opfern, wird später dafür belohnt. Deshalb feiere ich Neubeginne, die guten und die schlechten. Lasse mich auf Unbekanntes ein und zeige den Zweifeln die kalte Schulter.


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Wie geht es euch mit der Zukunft? Hbt ihr Angst vor einem Nubeginn?

 

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2 Comments

  1. 29. März 2017 / 9:40

    Hallo liebe Kat.
    Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich vor Beginn meines Studiums Angst hatte, es nicht mal bis ins zweite Jahr zu schaffen, da ich den Spagat zwischen Beruf und Studium nicht hin bekomme. Aber jetzt bin ich mittlerweile im sechsten Semester und weiß, auch wenn es manchmal noch so aussichtslos aussieht, gönn dir eine Pause und dann schaut die Welt schon wieder ganz anders aus. =)

    Aber ich muss gestehen, ich habe Angst davor, wie es sein wird, wenn ich das Studium mit allen Prüfung und Hürden geschafft habe. Ob ich es schaffe meine auf einmal viele Freizeit sinnvoll zu nutzen und nicht daran verzweifle, weil ich nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll.

    Auf dem Weg zum Jetzt habe ich einige Menschen verloren, einige meiner eigenen Interessen hinten angestellt oder als uninteressant abgestempelt. Aber ich denke solange man sich selbst treu bleiben kann, kann man alles schaffen und das wirklich jeder. Man darf nur nicht aufgeben. Man soll für seine Träume kämpfen. Da fällt mir ein Gedicht, Spruch ein:

    Wer kämpft, kann verlieren.
    Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

    Ich weiß nur leider nicht mehr, von wem es ist.

    In diesem Sinne noch eine schöne Woche.
    Liebe Grüße,
    Carina.

  2. 29. März 2017 / 10:04

    Sehr schön geschrieben wieder mal. <3 Du bist einfach eine Wortkünstlerin. 🙂

    Ich sehe Neubeginne immer als etwas positives an. Es ist eine Chance, Dinge neu anzupacken, die Fehler nicht mehr zu wiederholen und sein Leben ein Stück weit zu verbessern. Es ist für mich der Weg zur Zufriedenheit. Ich mache gern einen Neubeginn. 🙂

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