Weekly London | Diary #1

Weekly London | Diary #1

Es hat so kläglich begonnen und ist hatte keine Ahnung, wie es sich entwickeln würde. Ich stand mit meinen Koffern in der Tür. Das Licht war aus, nur die Zahlen an der Mikrowelle leuchteten. Das sollte für die nächsten vier Wochen mein Leben sein. So voll mein Gepäck war, so leer waren meine Hände. Ich hatte mich auf ein Abenteuer ohne Plan eingelassen. Ich, die Perfektionistin mit detailgetreuer Straßenkarte und einer To-Do-Liste bis zum Himmel. Eine Liste gab es dieses Mal keine. Auch keinen Plan. Es gab nur mich, meine Hoffnungen und die Zeit, die mich bat sie sinnvoll zu nutzen. So einsam die ersten Tage auch waren, ich setzte alles daran, um diesen besonderen Monat in London nicht alleine zu verbringen, ihn nicht zu verschwenden und ungehört verstreichen zu lassen. Also stürzte ich mich ins Getümmel. Ohne Angst, ohne Sicherheitsnetz und ohne Plan.


What happened this week?


Montag: Nach einem tränenreichen Abschied von der Lieben meines Lebens (I just love this guy!) hieß es: Welcome to London! Es dauerte nicht lange, da stand ich in der Tür meines zukünftigen Zuhauses und wunderte mich. Weil der Fotograf mal wieder ganze Arbeit geleistet hatte. Es sah genauso aus wie auf den Bilder, nur viel kleiner. Es dauerte über eine Stunde, um die Koffer auszupacken und alles richtig zu verstauen. Der Gang zum nächsten Supermarkt erwies sich als Falle und ich schleppte mich halb zu Tode. Mehr dazu gibt es in meinem ersten London VLOG.

Dienstag: Keine Verpflichtungen, kein Zeitgefühl. Ich schlief zwar ziemlich schlecht, dank der Straße direkt neben meinem Fenster, trotzdem war ich wach. Früchte zum Frühstück, wie gesund sich mein Lebenssstil doch innerhalb eines Tages entwickelt hatte. Der restliche Tag verstricht auf leisen Sohlen. Ich aß bei PizzaHut, saß Stunden bei Costa Coffee und beobachtete mehr meine Mitmenschen, als dass ich wirklich arbeitete. Shame on me. Zum Glück tauchten zu späterer Stunde Straßenmusiker an allen Ecken auf, die mir an diesem grauen Tag noch ein Lächeln schenkten.

Mittwoch: Schreiben bei Costa, dieses Mal wirklich. Ohne leere Versprechungen tippte ich mir die Finger wund und brachte doch kaum etwas zustande. Zumindest nichts, was ich gerne auf dem Blog geteilt hätte. Am Abend ging es zur Mammoth Exchange Party in der Zoo Bar. Dort lernte ich zwei wundervolle Mädels aus Spanien kennen, Magali und Maria. Ich unterhielt mich mit vielen interessanten Menschen, die entweder gerade nach London gezogen waren oder es in Erwägung zogen. Besonders lustig war der abschließende Smalltalk mit einem jungen Mann, mit dem ich über die neusten Folgen von Game of Thrones philosophierte.

Donnerstag: Wie bereits auf Facebook erwähnt bin ich einer Gruppe von Earlybird-Schreiberlingen namens Write & Shine beigetreten. Jeden Donnerstag trifft man sich in einem Café und bringt die morgendliche Motivation in Schwung. Und es hilft. Den restlichen Tag war ich nur so vollgestopft mit Kreativität. Das Ergebnis war umwerfend, die Textschnipsel wirklich gelungen. Mehr dazu aber in einem eigenen Beitrag. Zu späterer Stunde brachen Magali und ich zur Tower Bridge auf. Die wunderschönen Lichter in der nächtlichen Atmosphäre brachen mir fast das Herz.

Freitag: Abendessen auf Chinesisch mit Maria und Magali und anschließende Suche nach einem tollem Club, um die eingerosteten Hüften mal wieder schütteln zu können. Versuch eins scheiterte an mangelnder Musikkompatibilität. Doch im TigerTiger kamen wir uns gut aufgehoben vor. Wenn die Schuhwahl nicht so tragisch gewesen wäre, hätte ich vermutlich die Nacht durchgetanzt.

Samstag: Es klingelte der Wecker und ein neuer Tag stand in den Startlöchern. Zu Mittag gab es Libanesische Küche, die einfach einzigartig gut war (Habt ihr Lust auf einen Food-Guide?) Danach trennten sich die Wege von Magali und mir, da sie am darauffolgenden Tag abreisen würde. Am Nachmittag folgte ein Treffen mit zwei Bloggerinnen, die mir bei den Fotos für den nächsten Fashion-Beitrag halfen. What a pity, dass eine von ihnen keine Ahnung von meiner Kamera hatte und deshalb 80% der Bilder nun der Vergangenheit angehören. Sogar Besuch aus Österreich durfte ich an diesem Samstag empfangen. Steffi und ihre Schwester Marlene luden zum Abendessen.

Sonntag: Mit Abstand mein Lieblingstag der Woche. Obwohl meine Bloggerfreundin Jasmine fast 45 Minuten Verspätung hatte (Bloody Traffic) ging es zusammen nach Notting Hill, um endlich tolle Bilder zu knipsen. Zwischenstopp im Café mit Chai Latte und Mini-Küchlein und dann kurbelten wird ordentlich die Produktivität an. Das Ergebnis seht ihr bald auf dem Blog und Instagram. Jasmine und ich verstanden uns auf Anhieb und waren uns einig, dass dies bestimmt  nicht unser letztes Treffen gewesen war. I like it when a plan works out. Am Abend fand erneut eine Mammoth-Party statt wo ich zwei zauberhafte Mädchen aus Singapur kennenlernen durfte. Die ersten Pläne für Montag wurden bereits geschmiedet und ich kann es kaum erwarten.


What I bought this week


Nach dem Write & Shine-Workshop würde mir bewusst, dass mir einige Arbeitsmittel fehlten. Zum Glück drängte es mein Herz auch nach Lesestoff und ich versorgte meine Papiergelüste bei meinem geliebten Waterstones mit zwei englischen Büchern  und einem Notizbuch mit buntem Einband. Außerdem wurde der Kleiderschrank etwas aufpoliert. Wer hätte gedacht, dass es in London regnen würde. Eine puderfarbene Regenjacke zog zusammen mit einem rosa Spitzenshirt bei mir ein.


What I learned this week


Facebook-Gruppen sind Fluch und Segen zugleich. Ich hinterließ in dutzenden Gruppen meine Spuren und fragte nach, ob irgendjemand gerne mit mir London erkunden wollte. Die Hälfte der Nachrichten war von seltsamen Kerle aus Indien, denen ich nicht so ganz über den Weg traute. Die andere von werten Damen, die vielleicht, vielleicht aber auch nicht (eher nicht) Zeit hatten, um etwas mit mir zu unternehmen.
Die Mammoth-Party am Mittwoch hat mir, außer dem Treffen mit Jasmine, welches über Instagram gelaufen war, meine Woche gerettet. Obwohl es in London so viele Menschen gibt, irgendwie scheinen alle zur selben Zeit superbusy zu sein und viele zeigen nicht wirklich Interesse an anderen Wesen ihrer Gattung.
Meetups ate king. Auf der Meetup-Seite fand ich tolle Möglichkeiten, um mit anderen in Kontakt zu treten. Viele der Treffen sind kostenlos. Auf den Write & Shine-Workshop wurde ich nur deswegen aufmerksam.


What’s coming next?


Pläne werden bereits skizziert und einiges nimmt schon deutliche Form an. Ich bin gespannt, was die kommende Woche bringt. Es wird wieder VLOGs geben, sobald ich dazu komme sie zu schneiden, und auf Instagram halte ich euch auch auf dem Laufenden. Außerdem warten noch zwei Outfits auf euch und die Textschnipsel vom ersten Write & Shine, die sich viele von euch gewünscht haben.
Sicher ist: Ich werde die Lavendel-Felder von Mayfield besuchen, einen Flug nach Edinburgh buchen und am Samstag meine liebe Freundin Lisa begrüßen. Seit gespannt, was noch so alles auf mich zukommt.


Was interessiert euch besonders an meiner London-Reise? Food-Tipps, die schönsten Locations für Fotos oder was man beachten sollte? Was soll unbedingt in den nächsten VLOG? Und wie hat euch das erste Weekly London gefallen?

❤️❤️❤️
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2 Kommentare

  1. 31. Juli 2017 / 23:01

    Ahhh Kat, ich liebe diesen Beitrag und ich freue mich so für dich, dass du so schnell Bekanntschaften gemacht zu haben. Genieße deine restliche Zeit und ich freue mich schon wieder auf dich <3

    – Leni

  2. 16. August 2017 / 10:13

    Hi Kat.
    Dein erste Woche scheint trotz schlechten Start noch eine gute Woche geworden zu sein. =)
    Das freut mich total für dich!
    Und ich bin gerade traurig, dass ich es erst jetzt lesen konnte. Irgendwie jagt
    bei mir ein Termin den nächsten.
    Ich würde mich über einen weiteren Beitrag in dieser Art freuen! =)
    Wünsche noch eine schöne Zeit in London!
    LG, Carina.

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