Tipps & First steps für deinen Auslandsaufenthalt

Tipps & First steps für deinen Auslandsaufenthalt

Es war ein Gedanke, der zur Idee wurde. Und wenig später war es ein Versprechen.
Ein Versprechen an mich selbst und die Zukunft, die es verändern würde.
Wir saßen auf dieser Couch und haben geredet. Meine Mama hat diese besondere Art, die dich daran glauben lässt, dass es funktioniert. Dass du es wirklich schaffen kannst.
Die aufstrebende Nacht bricht durch das geschlossene Fenster und ich wickle die Decke fester um meine Schultern. Wenn ich es nicht versuche, wird es mich immer verfolgen.
Also fange ich an zu planen, streite mich mit Überlegungen und Ängsten und wappne mich für den Einbruch der Zweifel.
Aber sie kommen nicht. Weil ich selten so sicher war, weil ich seit Jahren daran denken muss.
Ich trinken mein Wasser aus, stelle das leere Glas auf den Tisch und umarme sie. Sie ist der Grund, warum ich das machen kann. Sie hat mich zu dieser Person gemacht. Einer Person, die an ihre Träume glaubt und sie erfüllen will.
Wir sind Kinder, die nur spielen wollen, bis wir irgendwann zu neuen Abenteuern aufbrechen.
Wir lachen und laufen, denken nicht an morgen.
Und meine Mama steht da auf Terrasse, immer da und immer wachsam. Bis sie uns aus dem Nest hüpfen lässt und uns dabei zusieht, wie wir die ersten Schritte von ihr weg gehen. Wie wir erwachsen werden und manchmal stolpern.
Sie weiß, dass ich gehen werde. Alleine, ohne Begleitung, für ein Monat.
Sie hat Angst, macht sich Sorgen und lässt mich trotzdem ziehen. Weil Mütter das so machen. Weil sie ihre Tochter durch die Welt streifen sieht und sie dabei immer unterstützen wird.
Und sie weiß, dass kein Abschied für die Ewigkeit ist.
Weil Töchter immer wieder zurückkehren.

Lange habe ich mich gefragt, wie ich diesen Beitrag beginnen sollen. Einfach mittendrin einsteigen und das Abenteuer einläuten, dass auf mich wartet? Stattdessen habe ich mich für den Anfang von all dem entschieden. Als die Idee unseren Gedanken entschlüpft ist. Es geht um die kleinen Dinge, die von so großer Wichtigkeit sind und an die wir oft gar nicht denken. Was muss man beachten, bevor man eine solche Reise antritt? Hier findet ihr ein paar Schritte, die ich gegangen bin.

What do you want to do? | Tipps für deinen Auslandsaufenthalt

First things first. Als ich beschlossen habe einen Monat alleine nach London zu gehen, stand eine Frage mitten im Raum: Was machst du, wenn du dort bist? Arbeiten, Praktikum, Reisen? Egal wofür ich mich entschieden hätte, Geld stand dabei immer im Fokus.  Es gibt viele Möglichkeiten wie TravelWorks oder eine Sprachreise, was aber beides einiges an Kosten verschlingt. Auch ein Praktikum wäre eine Option für mich gewesen. Aber die Zeit war nicht mein Freund und ein Monat schien mir einfach nicht genug. Also entschied ich mich für die einfachste und für mich beste Methode: Einfach hinfahren, ohne Verpflichtungen oder Termine. Mit der Firma war alles abgeklärt und ich arbeitete mehr als sonst, um meinen langen Aufenthalt zu sichern. Was mache ich also die ganze Zeit dort, ohne Arbeit oder sonstiges? Schreiben, bloggen, englische Menschen beobachten und mit ihnen versprechen. Die Tage starten und beenden, wie ich es will. Auch mal ohne Plan. Einfach leben, an einem Ort, der mir gleichzeitig so bekannt und dennoch fremd ist.

Reisepass up to date

Erst vor einem Monat wurde mir bewusst, dass mein Reisepass dieses Jahr seine Gültigkeit verliert. So lange musste ich dieses scheußliche Bild den Mitarbeitern am Flughafen unter die Nase halten und jetzt würde es nicht mehr gelten. Also stellt bald genug sicher, dass euer Reisepass euch auch wirklich über die Grenzen lässt. Es dauerte nur zwei Wochen, bis mein neuer Pass ins Haus flatterte. Da 2017 aber deutlich mehr Pässe ablaufen als in den Vorjahren, solltet ihr trotzdem auf den Zeitraum zwischen jetzt und eurer Reise achten.

Unterkunft suchen & finden

Je nachdem, was ihr während eurer Auszeit vorhabt, werden euch entweder Unterkünfte zur Verfügung gestellt oder ihr müsst euch selbst auf die Suche machen. Mir war klar, dass ich mich schwer ein ganzes Monat in einem Hotel einquartieren konnte. Da würde ich wahrscheinlich nach einer Woche bankrottgehen. Also suchte ich im Internet nach freien Zimmern, netten Leuten, die ihre Wohnung teilen wollten und sogar Studentenheimen. Was mich aber wirklich überzeugte und wo ich das Gefühl hatte, es wäre genau das Richtige für mich, was AirBnb. Ich habe ein wunderschönes, günstiges Zimmer mit tollen Bewertungen und einer super Lage gefunden. Insgesamt 920€ für den ganzen Monat, was für Londoner-Verhältnisse wirklich nicht viel ist. Also wühlt euch durch die Fundgrube an netten Behausungen und vielleicht findet ihr dort euer Perfect Match. Meine Unterkunft habe ich euch hier verlinkt.

Contacts are king

Alleine zu verreisen kann schnell einsam werden, wenn man keine Seele kennt. Mir war klar, dass ich in London vor allem Gleichgesinnte treffen wollte und deshalb vermehrt nach anderen Bloggern suchte. Mit wem sollte ich sonst Outfits shooten oder über neue Beiträge philosophieren. Es war eine wundervolle Möglichkeit, auch mal fremdsprachliche Blogger kennenzulernen. Also durchforstete ich Instagram und verschiedenen Facebook-Gruppen. Doch anstatt, wie der Name sagt, in der Gruppe Londoner Blogger mein Glück zu finden, wurde ich in der Gruppe Fashion Bloggers fündig. Also falls ihr fremde Blogger sucht, think big und schreibt in große, internationale Gruppen. Verfasst einen kurzen Post über eure Reise, wann und wo ihr sein werdet und vielleicht melden sich ja ein paar nette Menschen. Mir haben bisher fünf Blogger eine Nachricht geschickt, die liebend gerne ein Ösi-Mädchen wie mich treffen möchten. Also alleine werde ich wohl nicht den Großteil meines Auslandsaufenthaltes alleine verbringen müssen.

Mobile Things

Ein paar Tage Urlaub sind es nicht wirklich wert, seinen Handyvertrag genauer unter die Lupe zu nehmen. Instagram & Co müssen meistens bis zum nächsten WIFI-Hotspot warten. Doch ein Monat ist eine lange Zeit für eine solche Abstinenz. Seit 15. Juni gilt die Roaming-Gebühr als abgelaufen und soll die Toren für grenzenlose Internetnutzung auch im Ausland öffnen. Doch Vorsicht, nicht jedes Land unterwirft sich dieser Regelung und auch einige Verträge gehen nicht mit dieser Idee konform. Checkt euren Handyvertrag, bevor ihr verreist und informiert euch über mögliche Angebote, die keine Einschränkungen zulassen.

Visum to go

England wird die EU verlassen, daran führt wohl kein Weg mehr vorbei. Noch muss ich mir darüber keine Gedanken machen. Aber vielleicht kommt irgendwann mal die Zeit, in der wir auch für das United Kingdom ein Visum brauchen. Tragt vor Abreise alle wichtigen Dokumente zusammen und stellt sicher, dass ihr für euer Reiseziel kein Visum oder ähnliches braucht.

22 Tage noch, dann breche ich auf zu meinem Auslandsaufenthalt. Setze mich in ein Flugzeug und komme erst in 30 Tagen wieder zurück. Ich kann noch kein Urteil über meine Reise fällen, aber falls ihr ebenfalls diesen Weg oder einen ähnlichen einschlagen wollt, hoffe ich, dass euch meine Tipps helfen und ihr unangenehmen Überraschungen ausweichen könnt. Let’s travel the world together.

 

Habt ihr noch irgendwelche Frage oder Beitragswünsche? Let me know & share some comment-love

 

 

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2 Kommentare

  1. 10. Juli 2017 / 8:29

    Hey Kat, ich freu mich voll für dich und dein Abenteuer – ich hab ja selber schon den einen oder anderen längeren Auslandsaufenthalt hinter mir und weiß, dass du ganz bestimmt verändert zurückkommen wirst.
    Genieß es!!! 🙂
    LG Miriam
    http://www.enemenemimi.com

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