Outfit – Black & White Venecia

Outfit – Black & White Venecia

In mir ist diese unermüdliche Kraft, die mir die Zweifel aus den Knochen ziehen will. Zweifel, ich würde es nicht schaffen. Zweifel, ich wäre nicht gut genug. Aber es gibt diese zarten Momente, die einen wie die Flügel eines Schmetterlings umhüllen, über die Schultern streicheln und alles vergessen machen. Worte, die man nicht hören wollte oder Taten, die man sich anders gewünscht hätte. Mein Kopf ruht auf dem weißen Kissen, mein Blick klebt an der Wand. Und grüble über dutzende Gedanken nach, die ich einmal gehabt habe. Merke zu spät, dass ich wieder in der Vergangenheit wühle und mich schleichend zurückverwandle. Doch das will ich nicht. Rückartig setze ich mich auf, kaue wie verrückt auf meiner Unterlippe herum. Das Leben ist das, was wir daraus machen. Natürlich gibt es Dinge, die wir nicht beeinflussen können, die unserer Kontrolle entglitten sind und den Geist fordern. Aber das ist noch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Ich erinnere mich an ein Mädchen, das nie irgendwelche Worte sagte. Sie hatte Angst es würde sie verfolgen. Bei Ärger verkroch sie sich, bei Streit löste sie sich auf. Hielt den Mund und dachte im Stillen, wie unfair ihr Leben doch war. Kleines, das ist Bullshit. Denn wenn du den Mund nicht aufbekommst, das Leid wie ein Schwamm aufsaugst und dich dann darüber wunderst, warum sich nichts ändert, liegt der Fehler bei dir selbst. Ich musste viel lernen. Anderen ihre Erfolge gönnen, auch wenn ich sie selbst gerne hätte. Mich selbst akzeptieren, was ich immer noch nicht ganz geschafft habe. Aber zumindest arbeite ich daran. Der Blog hat einen großen Teil dazu beigetragen, wie ich jetzt bin. Es klingt wie ein Klischee, dass ich aus einer Seifenoper geklaut habe. Doch durch all die Beiträge, die getippten Worte, habe ich erkannt, wer ich bin und was ich kann. Ich bin keine Fashionista mit einem Schrank zum Bersten gefüllt. Ich besitze genau drei Handtaschen und kombiniere, wie es mir in den Sinn kommt. Manchmal bezweifle ich, ob ich überhaupt das Style-Gen besitze. Und wenn ich Outfits poste, mache ich das nicht, weil ich ja ach so stylisch bin. Sondern weil ich mich in diesem Augenblick dermaßen wohl in meiner Haut gefühlt habe, dass ich es mit euch teilen wollte. Also fühlt euch geehrt. 😉

Bereits eine Woche vor der Abreise nach Venedig bekam ich die Krise. Der Grund: Ausgewachsene Kofferpanik. Ich habe den Hang dazu, grundsätzlich bei jedem Urlaub viel zu viel einzupacken. Kleidungsstücke die ich ja eventuell, rein hypothetisch brauchen könnte. Und dann ist der Koffer voll, schwer und die Hälfte davon bleibt ohnehin darin verborgen. Dieses Mal sollte mein Rücken geschont werden und die Schlepperei ein Ende haben. Ich rannte wie eine Irre durch das heimische Einkaufzentrum und suchte DAS eine. Was genau das sein sollte wusste ich selbst nicht. Erst als ich in der Umkleide stand, in weißen Stoff mit feinen Cut-Outs gehüllt, war es mir klar. Dieses Baby kommt mit zu mir nach Hause. Und, wie man unschwer auf den Fotos erkennen kann, auch mit nach Venedig. Bereut habe ich es kein Stück. Denn da der Stoff weich und dünn ist, war er perfekt für die italienische Hitze, durch die wir unermüdlichen Schrittes wanderten. Kombiniert mit Schwarz kann man sowieso nichts falsch machen und die Schuhe sind wirklich das bequemste Exemplar, das ich im Urlaub je getragen habe. Good choice, Kat.

Schwarze Highwaist Shorts – (ähnliche hier
Weißes Top – Vero Moda (gleiches Top hier
Weiße Espadrilles – New Yorker (ähnliche hier & hier
Tasche – Olympus (hier)  
Sonnenbrille- New Yorker  (ähnliche hier

Eure Kat.

P.S.: Das war tatsächlich die erste Reise (ohne Witz), bei der ich wirklich jedes einzelne Kleidungsstück getragen haben. Der Grund ist simpel: Dank Sonne und Schweißperlen gab es gar keine andere Möglichkeit, als sich ständig umzuziehen.

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2 Kommentare

    • 16. August 2016 / 8:32

      Dankeschön 🙂 Das freut mich sehr.

      LG Kat

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