Amsterdam Travel Guide

Amsterdam Travel Guide

Ich habe mir viel von unserer Reise nach Amsterdam versprochen. Wunderschöne Häuser, die sich aneinander reihen. Brücken mit hübschen Details, die das Wasser teilen und Menschen, die dir ein Lächeln schenken, ohne dich zu kennen. Es war das erste Mal, dass wir Österreich zu Silvester hinter uns ließen und stattdessen in die Niederlande fuhren. What should I say. Amsterdam hat uns auf die eine oder andere Art einfach verzaubert und ganz besondere Erlebnisse haben den Weg auf meine Erinnerungsliste gefunden. 

Amsterdam im Winter

Anders als in all den Filmen, in denen Amsterdam vorkam, gab es keine blühenden Bäume oder Blumen, stattdessen zog uns der Wind die Kälte über die Haut. Ich fror mir wirklich den Hintern ab und vergrub die Nase noch tiefer in meinen Schal. Wir waren gut ausgerüstet für die eisigen Stunden auf der Straße und da es kurz nach Weihnachten war, hingen noch überall große Christbaumkugeln und Lichterketten. Trotzdem waren Fabs und ich uns einig: We’ll be back in spring. Wir wollen die Stadt auch von ihrer farbenprächtigen Seite kennenlernen.

Amsterdam Travel Guide | Highlights

Radfahren im Vondelpark | Wir trotzten den tiefen Temperaturen und ich setzte meinen Sturkopf durch. Denn so wie in London, wollte ich auch in Amsterdam mit dem Rad fahren. Und wo ginge das besser als im Vondelpark? Der Park selbst ist riesig, mit dem Rad braucht man aber nur 15 Minuten, um ihn ganz zu umrunden. Fabs und ich borgten uns für eine Stunde zwei Fahrräder aus und los ging das freudige Treten. Insgesamt fuhren wir ganze 3 Runden und obwohl der Wind mir ständig die Kapuze vom Kopf zog, war es ein tolles Erlebnis und nach ein paar Momenten bemerkt man die Kälte kaum noch. Fabs und ich hatten unseren Spaß und fuhren, zum Glück, auch niemanden über den Haufen.

Höchste Schaukel Europas | Meiner Planerei sei Dank, wussten wir über dieses Highlights Bescheid und planten es direkt am zweiten Tag ein. Mit der Fähre ging es über den Fluss, direkt zum A’DAM Lookout, Aussichtsplattform und Schaukel in einem. Der Wind riss auch hier an unserem Kleider und es war die reinste Eiszeit. Aber als wir dann auf der Schaukel saßen, die Füße über den Abgrund baumelten und einen vernebelten Blick über die Stadt riskierten, spürten wir das Wetter nicht mehr. Absolutes Must-See!

Light Festival Biketour | Ohne es zu ahnen, hatten wir uns genau den richtigen Zeitpunkt für unsere Reise ausgesucht. Zwar sahen wir keine blühenden Tulpen, oder Windmühlen, die ihre Blätter im Sommerwind drehten. Stattdessen durften wir einer Attraktion beiwohnen, die es nur von Dezember/Jänner gibt: Das Light Festival. Beleuchtete Figuren und Skulpturen, neben den Häusern, zwischen Gassen und am Kanal. Mehrere Touren werden hier angeboten, ich kann die Biketour von A-Bike aber von Herzen empfehlen. Mit dem Fahrrad durch die Stadt, Lichterspiele und eine wunderschöne Geschichte reiht sich an die nächste. Da die anderen Gäste nicht auftauchten, hatten Fabs und ich einen Tourguide, den besten wohlgemerkt, für uns alleine. Er stoppte beinahe an jeder Skulptur für uns, damit ich „Material für mein Video“ sammeln konnte. Die für mich bei weitem schönste Erinnerung aus Amsterdam. Thank you Jaap for this amazing experience. You’re the best tourguide we could have asked for.

Amsterdam Travel Guide | Fun Facts

▪Da ich ohnehin ziemlich durchfroren bin und kaum Kälte aushalte, ohne bis auf die Knochen zu zittern, war Layering angesagt. An Tagen, an denen wir mit dem Rad fuhren oder ich einen Rock ausführte, trug ich gleich zwei Unterhosen und eine dicke Strumpfhose. Sicher ist sicher.

▪Es mag wie ein Klischee klingen und jeder, dem ich erzählte, ich würde nach Amsterdam fahren, sah mich komisch von der Seite an. „Aha, wollt ihr euch da Drogen kaufen?“ Na sicher, warum fährt man denn sonst hin? *Sarkasmus Ende* Was aber tatsächlich Fakt ist: An beinahe jeder Ecke riecht es nach dem letzten Joint. Der Geruch ist einfach überall und die Coffee-Shops quellen beinahe über vor Besuchern.

▪Auf unserer Biketour durch Amsterdam erfuhren wir auch ziemlich lustige und interessante Fakten über die Stadt, da jede Skulptur eine gewisse Bedeutung mitbringt. Besonders witzig: Jedes Jahr versinken über 15000 Fahrräder in den Kanälen und es gibt mehr Räder als Menschen in Amsterdam.

Amsterdam Travel Guide | Unterkunft & Getting around

Ibis Schiphol Hotel | Über Silvester zu verreisen kann den Geldbeutel ganz schön strapazieren. Offenbar war ich mit der Buchung im Oktober schon zu spät dran, denn in der Innenstadt fanden wir kein freies Zimmer mehr, das nicht hunderte von Euro pro Nacht kostete. Deshalb checkten wir im Flughafen Hotel Ibis ein, das eher außerhalb des Zentrums liegt.

Das Hotel selbst ist wirklich schön und ich bin ohnehin ein Fan der Ibis-Kette. Bequeme Zimmer, deutsche Fernsehsender und ein Take-away-Kiosk in der Lobby. Von der stylischen und modernen Ausstattung waren wir beide begeistert. Alleine der Eingangsbereich ist mit seinen coolen Sitzecken wirklich instatauglich. Der einzige Nachteil war die Lage.

Getting around | Wir fuhren täglich ca. 40 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, um in die Innenstadt zu kommen.  Ziemlich lästig, wenn man einer Attraktion einen schnellen Besuch abstatten will. Nichtsdestotrotz, die Verbindungen waren super und wir brauchten nur einen Bus und eine Tram um direkt im Zentrum zu landen. Leider ist der Fahrplan selbst ziemlich unübersichtlich und am ersten Tag stiegen wir zweimal in den falschen Bus und fuhren bis zur Endhaltestelle, weil wir keinen Durchblick hatten.

Ein großer Nachteil: Am 31. Dezember, ab 20Uhr wurde der öffentliche Verkehr eingestellt. Wir hatten keine Möglichkeit, außer mit einem teuren Taxi, vom Hotel zur nächsten Party zu kommen. Deshalb saßen wir leider im Hotel fest. Denn wer will schon sechs Stunden durch die Stadt laufen, bis die ersten Busse wieder fahren? Das war es uns nicht wert. Deshalb stand ein Film auf dem Plan, später ein grausiger Drink in der Hotelbar und um Mittenacht setzten wir uns vors Hotel und tankten etwas frische Luft. Nicht das perfekte Silvester, aber zumindest waren wir zusammen und in einer wunderschönen Stadt.

Amsterdam, thank you for having us. Wir verbrachten tolle Tage in der niederländischen Hauptstadt und genossen jede Minute. Es gab Startschwierigkeiten, like always, und das ständige Busfahren war etwas lästig. Aber egal ob Winter oder Sommer, Amsterdam ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Eure Kat.

 

Wart ihr schon einmal in Amsterdam? Gibt es Highlights, die ihr teilen möchtet?

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6 Kommentare

  1. 13. Januar 2017 / 9:26

    Wie toll dass ihr das LightFestival mit dem Rad gemacht habt! 🙂 Das wusste ich gar nicht und hätte sicherlich meiner Erfahrung mit dem LightFestival auch besser getan. Ich fuhr mit dem Boot und hatte leider ein paar nervige schreiende Kinder (sorry wenn das jetzt echt arg klingt^^) mit an Bord! 😛

    GLG Miriam
    http://www.enemenemimi.com

    • 17. Januar 2017 / 9:24

      ja es war so wunderschön! Ich bin immer noch ganz begeistert. Die Aufnahmen sehen im kommenden Video sicher auch
      richtig super aus.
      Oje, das tut mir leid. Ja mit dem Boot haben wir auch ein paar fahren sehen. Aber mit unseren Rädern waren wir nicht nur flott unterwegs, sondern konnten auch
      immer wieder stehen bleiben. 🙂

  2. 13. Januar 2017 / 9:55

    Das klingt auf jeden Fall mal nach einem winterlichen Abenteuer 🙂 Das mit der Schaukel wäre ja mal so gar nichts für mich >..<

    Liebst Daniela
    von http://cocoquestion.de

    • 17. Januar 2017 / 9:31

      Ja auf jeden Fall. 🙂 Das ist sicher nichts für Jeden. Aber mir hat es richtig viel Spaß gemacht. <3

  3. 17. Januar 2017 / 11:14

    Wie schön, ich liebe Amsterdam! War schon zwei Mal da, allerdings im Sommer – aber die Schaukel habe ich noch nicht gesehen! Muss also noch öfter hin. 😉

    • 23. Januar 2017 / 7:54

      Oh wie toll. 🙂 Man kann zum Glück immer wieder neue Dinge entdecken. <3

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