One Week Without – Fernsehen [Tage 2 – 5]

One Week Without – Fernsehen [Tage 2 – 5]

Die Tage ziehen ins Land und ich muss zugeben, dass ich den Fernseher nur selten vermisse. Um ehrlich zu sein, bin ich von mir selbst erstaunt, dass ich diese Bürde der Fernsehsucht so schamlos in aller Öffentlichkeit zugebe. Aber ich wäre ja nicht Blogger geworden, wenn ich mich nicht trauen würde, meine Erfolge, Misserfolge und Versuche zu dokumentieren und auch preis zugeben. Eine Woche ohne Fernsehen: Tag 2 – 5.

Tag 2

Man sollte meinen, wenn sich etwas wiederholt, wird es einfacher. Doch in meinem Fall kann ich da nur geringfügig zustimmen. Da der Tag vollgepackt mit Lebensmittelbesorgung und Postamtsuche war, kam ich gar nicht dazu, mir Gedanken über den Fernseher zu machen. Stattdessen versuchte ich mein Lungen wieder einzufangen, die mir dank Hetzerei und unfreiwilligen Umwegen aus dem Leib zu hüpfen schienen. Nach dem Posten des ersten Beitrags des Change it!-Projektes, ging es sofort weiter zu meiner Mama und meiner Schwester, die ich, als nettes Familienmitglied, in der Arbeit besuchte. Dort verweilte ich sage und schreibe 2 Stunden und wurde mehr als einmal für eine Verkäuferin gehalten. Da sich der Hunger jedoch allmählich einstellte, fuhr ich schließlich doch nach Hause. Gnocchi mit Tomatensoße, wenig nahrhaft aber zumindest schnell und nicht unbedingt das ungesundeste Essen. Als ich dann mit dem vollen Teller in meinem Zimmer stand, war die Versuchung groß. Essensaufnahme verbinde ich nach wie vor mit fernsehen und dementsprechend schwer fielen mir die nächsten Minuten. Dieses Mal sollte meine Disziplin sich endlich erheben und ich drehte mich trotzig um, legte mich aufs Bett und schaltete den E-Reader ein. Mampfend las ich Zeile für Zeile und irgendwann war es mir egal, dass die Flimmerkiste nicht lief. Abends hatte ich erst gar nicht die Möglichkeit, mich durch das Fernsehprogramm zu wühlen, denn ich buchte mit meiner Schwester eine Reise nach Lissabon. (Fernweh vorübergehend befriedigt!)

Fazit: Das Essen macht es mir nach wie vor schwer aber ich halte mich wacker. Ab und zu bin ich noch etwas orientierungslos, was ich mit meiner plötzlich gewonnenen Zeit anfangen soll, aber spätestens in der nächsten Sekunde bin ich froh darüber. Bisher läuft die Challenge wirklich gut. Nur morgen, beim Österreichspiel werde ich mich wohl mit Facebook und den Ergebnissen zufrieden geben müssen. Hoffentlich kommen sie weiter, damit ich einen Punkt auf meiner Bucket List abharken kann: einmal zum Public Viewing gehen. Am liebsten von Österreich. 😉

Tag 3

Tja, schade. Österreich hat es leider nicht ins Achtelfinale geschafft. Aber dann muss ich mich zumindest nicht ärgern, dass ich ein fulminantes Spiel verpasst habe. Meine Freundin Lisa und ich nutzten den Mittwoch für einen Ausflug zum See, mitsamt Bücherkiste und Funkobeutel. Bewaffnet mit meiner Kamera knipste ich ein paar wirklich schöne Bilder für Instagram  und vielleicht werdet ihr das eine oder andere auch auf dem Blog wiederfinden. Who knows. Leider machte nach ca. 1 Stunde meine Kamera schlapp und da wir uns weigerten, wieder nach Hause zu fahren, gingen wir stattdessen schwimmen. Bei 19 Grad. Für mich hörte sich das nach einer akzeptablen Temperatur an. War es aber nicht und ich wurde prompt eines Besseren belehrt und von meiner Oma ausgelacht. Später ging es dann, überaus gesund, zu McDonalds, damit Lisa auch einmal den MyBurger Kiosk probieren konnte. Geschmeckt hat es auch, als Gewissensbisse Fehlanzeige.

Fazit von Tag 3: Was ist noch einmal fernsehen? 😉 Da ich seit meiner Ankunft zu Hause beschäftigt war und kurz darauf von Lisa besucht wurde, hätte ich nicht einmal Zeit für den Fernseher gehabt. Außerdem habe ich am Abend ein weiteres Buch ausgelesen. Mission mehr Bücher also auch erfolgreich. 🙂

Tag 4

Bereits am frühen Morgen stellte sich ein mittelschwerer Schock bei mir ein: mein überlebenswichtiger USB-Stick ließ sich nicht mehr öffnen. Alle Beiträge, Bewerbungsunterlagen und zwei meiner Bücher waren darauf. Und da ich eine dusselige Nuss bin, habe ich natürlich kein Back-up gemacht. Schande auf mein Haupt, das passiert mir nie wieder. Dank einem tollen (leider kostenpflichtigen) Programm und zwei Stunden Arbeit konnte ich jedoch alles retten. Puh, Krise abgewendet. An den Fernseher konnte ich vor lauter Panik gar nicht erst denken. Es läuft bei mir.

Fazit von Tag 4: Ab und zu und in manchen Situationen wäre es toll fernsehen zu können. Zum Beispiel mit meiner Schwester einen Film zu sehen. Aber sonst fehlt mir die Flimmerkiste zum Glück nicht. Offenbar war meine Sucht doch leichter zu überwinden als gedacht.  🙂

Tag 5

Relativ unspektakulär ging dieser Tag über die Bühne. Mein Freund kam zu Besuch und da wir es gewohnt sind, zusammen ein paar gemütliche Stunden vor dem Fernseher zu verbringen, war das eine Umstellung, die jedoch kaum der Rede wert war. Statt vor dem Bildschirm zu versauern, fuhren wir zum See und genossen das traumhafte Wetter. Wir tauschten Bettdecke gegen Wasseroberfläche und spürten die prasselnden Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Später gönnten wir uns dann trotzdem einen Film, wenn auch im Kino. (Zählt also nicht als Regelverstoß. ;)) Ein ganzes halbes Jahr rührte nicht nur mich, sondern auch den starken Mann an meiner Seite zu Tränen und ich muss sagen, dass ich den Film wirklich wunderbar fand. Die Zeit verflog förmlich und die Besetzung war ein Traum. Taschentücher tupften Tränenspuren fort und gegen 23Uhr verabschiedete ich mich dann ins Traumland.

Fazit von Tag 5: Es wäre eine wahre Verschwendung des tollen Wetter gewesen, nicht an den See zu fahren. Auch wenn ich mir sicher bin, dass ich diese Entscheidung auch ohne fernsehfreie Woche getroffen hätte.
Das waren die Tage 2-5 meiner „One Week Without – Fernsehen“-Challenge. Morgen kommen die letzten zwei Tage und mein abschließendes Fazit der Woche.

Eure Kat.

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