Growing up & moving on

Growing up & moving on

Die letzten Tage werde ich nicht müde zu betonen, wie sehr sich alles um mich herum verändert. Eine meiner liebsten Personen geht für ein Jahr nach Amerika, ich werde nächstes Jahr umziehen und träume bereits von der ersten eigenen Wohnung. Wenn man einen Blick in die Vergangenheit riskiert, wird einem plötzlich bewusst, was man alles auf dem Weg verloren oder gewonnen hat. Die Lebensjahre sind wie Wind ins Land gezogen und wieder verschwunden. Oft macht es mir Angst, wie schnell man sich an neue Umstände gewohnt oder was alles innerhalb eines Wimpernschlags passieren kann. Der Zug Richtung Adultcity steht bereits im Bahnhof bereit und ich hadere noch mit mir selbst, wann ich einsteigen werde oder ob ich nicht bereits drinsitze.

Wie bereits erwähnt steht nächstes Jahr ein unglaublich großer Schritt auf dem Plan. Ich bin 22 und sollte mir Gedanken machen, das altbekannte Nest endlich zu verlassen. Angst mischt sich mit purer Freude und ich komme nicht umhin, die vergangene Zeit etwas nostalgisch zu betrachten. Kerstin hat mit ihrem Beitrag einen kleinen Einblick gegeben, was man als „Erwachsener“ plötzlich alles anders macht und mich dazu inspiriert, über meine eigenen Erfahrung als Almost Adult zu schreiben. Denn wie ein erwachsenes Mitglied der Gesellschaft fühle ich mich noch nicht.

Man merkt erst, wie viel man vom Leben will, wenn andere es vormachen.

Freunde, die ihre Träume erfüllen, sind die beste Motivation, die man sich vorstellen kann. In zwei Jahren möchte ich nicht zurückblicke und feststellen, dass sich nichts geändert hat, obwohl ich so viele Pläne hatte. Andere MACHEN es, viele reden nur. Doch ist man deshalb erwachsen? Was zeichnet diese Art von Person aus? Leider muss ich gestehen, dass ich darauf keine Antwort habe. Zurzeit fühle ich mich noch nicht wie ein Grown up, weil ich nach wie vor dasselbe Leben führe wie mit 18. Änderungen kommen schleichend und Schritte schmelzen unter meinen Füßen. Macht eine eigene Wohnung mich zu einem anderen Menschen? Mit Sicherheit. Denn plötzlich stehe ich mit beiden Beinen in meinem eigenen Reich, das geputzt, finanziert und belebt werden will. Mehr growing up & moving forward geht nicht. Denn fast 2 Autostunden von der Familie und den Freunden getrennt zu sein, ist keine Entscheidung, die viel Raum für jugendlichen Wahnsinn lässt. Andere gehen für lange Zeit in ein fremdes Land und werden dort zu reiferen Menschen. (I’ll miss you like crazy!) Ich bleibe in Österreich, arbeite wie ein Honigkuchenpferd an meiner Zukunft, wenn auch nicht am selben Platz wie bisher. Denn wenn mein American Girl wieder zurückkommt, möchte ich von all den Dingen berichten, die ich gemacht und erlebt habe und von ihren Abenteuern hören. Ist auch lustiger, wenn beide Parteien etwas zu erzählen haben und auf gemeinsame Erinnerungen zurückblicken und sich auf neue freuen können.

Ich bin bereit in die Welt hinauszugehen und ein Erwachsener mit chaotischen Flashbacks zu werden. Denn egal ob ich in einem anderen Bundesland wohne oder mich selbstständig mache, meine 5-Minuten-Überdrehtheit oder das Fangirlen für bestimme Dinge werde ich wohl nie ablegen. Und damit habe ich absolut kein Problem.

Eure Kat

Was sind eure Pläne für die Zukunft? Zieht ihr aus, um, weiter?

Follow:

6 Kommentare

  1. Carina
    23. Oktober 2016 / 15:44

    Hallo Kat,
    ich bin vor bald 4 Jahren von zu Hause in meine eigene Wohnung geflüchtet, denn die Streitereien mit meiner Mutter hielt ich nicht mehr aus und die ständigen Verluste des festen Freudes und Freunde, aufgrund der Einschränkungen durch meine Familie.

    Der Auszug war kurzfristig sehr erfreulich, aber nach kurzer Zeit war ich in einem tiefen Loch, da die verdrängte Vergangenheit hochkam und mir so einiges klar wurde, aber seitdem genieße ich mein Leben und bin auch an den Herausforderungen gewachsen.

    Aber trotzdem fühlt man sich nicht immer wie ein Erwachsener. Kindphasen müssen einfach sein.

    Liebe Kat, ich wünsche dir viel Spaß bei deinen Abenteuern, vielleicht postet du das eine oder andere auch auf dem Blog.

    Liebe Grüße, Carina.

    • 27. Oktober 2016 / 8:56

      Wow, ist schon eine lange Zeit. Ich bin sehr gespannt, wie es bei mir sein wird.
      Einfach mal ab ins kalte Wasser, hui. 😀
      Danke liebe Carina, das wünsche ich dir auch. Und natürlich wird der eine oder andere Meilenstein auf
      dem Blog landen 🙂
      <3

  2. 23. Oktober 2016 / 20:28

    Hach ja, das Erwachsen werden. Ich weiß auch nicht, ob ich schon im Zug sitze oder überhaupt einsteigen will. Ich bin ja gerade erst im Juni 18 geworden, aber studiere nun dual und musste daher schon seit August arbeiten gehen und jetzt seit Oktober in die Hochschule. Dafür bin ich auch gleich im August ausgezogen… und die Wohnung ist inzwischen wieder gekündigt, weil ich was besseres gefunden habe, wo ich nächsten Monat einziehe. Aber ob allein wohnen und eigenes Geld verdienen wirklich erwachsen macht? Keine Ahnung. Meine Freunde machen gerade auch alle irgendwas spannendes: freiwilliges soziales Jahr, Uni, Ausbildung, Schule.

    Manchmal gibt es so Moment, da fühle ich mich schon recht erwachsen: Ich wasche Wäsche, putze, weil die Unordnung stört, fahre selbstverständlich mit meinem Auto rum… aber andererseits brauche ich auch immer die Stunden am Telefon mit meinem Vater und Besuche bei meiner Mama, um glücklich zu sein.

    Nur bei einem bin ich mir sicher: Ich liebe das Leben und es macht mir gerade alles im Großen und Ganzen Spaß – egal, ob erwachsen oder nicht.

    Sag mal, hast du den Link zu Kerstins Post für mich? Würde ich echt gern lesen 😉

    Liebe Grüße

    • 27. Oktober 2016 / 8:57

      Erwachsen sein fängt vermutlich, wie alles andere, im Kopf an. 🙂
      Obwohl Schritte wie Umzug schon viel dazu beitragen können.
      ich hab Kerstins Post nachträglich verlinkt. 🙂

      <3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.