German Pressdays Berlin | Die 7 größten Fragen & ihre Antworten

German Pressdays Berlin | Die 7 größten Fragen & ihre Antworten

Die Lichter waren aus, der Nebel hüllte uns ein.
Wir fuhren durch die Nacht, ohne unser Ziel wirklich zu sehen. Wir wussten es. Wussten, dass es da war. Aber unsere Augen konnten es einfach nicht finden.
Ich rieb mir Schlaf aus den Augen, sie klammerte sich an das Lenkrad und zerschnitt die Dunkelheit mit den Lichtkegeln der Scheinwerfer.
Mein Kopf war schwer, meine Gedanken endlos.
Es sollte eine Reise werden, so spontan und wild, wie ich es mir nie zugetraut hätte. 
Vor zwei Tagen hatten wir noch nicht mal ein Hotel und nun saßen wir schon im Auto.
Ich war kein spontanes Mädchen, ich plante meine Atemzüge lieber. Dennoch saß ich hier, strich mit den Fingerspitzen über den Stoff des Pullovers und sah auf die Straße.
Manchmal ist Ungewissheit ein Segen, manchmal ein Fluch. Für mich war es meistens beides.
Ich wollte wissen was kommt, aber Überraschungen tragen diese liebliche Freude mit sich.
An diesem Morgen war ich zerrissen. So vieles konnte schief gehen, in Rauch aufgehen. Wir könnten den Flug verpassen, den Koffern sich selbst überlassen oder einfach in Berlin verloren gehen.
Aber die German Pressdays meinten es gut mit uns.
Denn wir kamen an. Ohne Kratzer, mit Koffer, einem Lächeln und dem Glauben, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten.

Es ist Berlin, eine Stadt die chaotisch und voller Abenteuer ist. Und wir sind hier, um unseren Namen unter die Blogger, Agenturen und Kunden zu bringen. Aber vor allem, um die neuesten und coolsten Trends aus erster Hand zu erfahren. Da Leni und ich so einige Fragen zu den German Pressdays bekommen haben, wollte ich den heutigen Beitrag nutzen, um etwas Licht in die Sache zu bringen. Wie kommt man den eigentlich dorthin? Was sollte man beachten und was gehört ins Pressday-Gepäck? Find it out & read on!


German Pressdays | Die 7 größten Fragen


Was sind die German Pressdays und was macht man da?
Die German Pressdays sind eine Veranstaltung für Blogger, Redakteure & Co, um die Trends und Neuheiten bestimmter Marken zu präsentieren. Was bringt die aktuelle oder kommende Kollektion, was ist neu oder anders. Worauf kann man sich freuen. Einfach ein Einblick in das Sortiment.
Letztendlich sind solche Veranstaltung Networking-Gold. Man lernt die Vertreter wichtiger Kunden, Agenturmitarbeiter und andere Blogger kennen.  Man lässt seinen Namen da und erhofft somit die Chance, bei einer kommenden Kooperation berücksichtig zu werden. Immerhin kennen sie dann schon den Blog oder erinnern sich an euch.

Braucht man da eine Einladung?
Allgemein gesagt: Nein. Wir wurden zwar von der Wiener Agentur Heroes & Heroines zu deren Pressday eingeladen, hätten aber auch einfach hinkommen können. Um uns aber abzusichern, haben wir alle für uns interessanten Agenturen per Mail kontaktiert und gefragt, ob wir uns bei ihnen umschauen dürfen. Zu 90% waren die Antworten positiv und freundlich. Manchmal kam auch nichts oder eine Ausrede, um kleinere Blogger wie uns auf Abstand zu halten. In den Showroom sind wir dann aber trotzdem gekommen. 😀
Also traut euch, schreibt die Agenturen höflich und offen an. Auch wenn es kein Muss ist, finde ich es als ersten Schritt eine gute Idee.

Wie lange sollte man in Berlin bleiben?
Die Berliner Pressdays laufen über zwei Tage (in unserem Fall Do&Fr). Viele, wie die wundervollen The Cosmopolitas, konnten leider nur einen Tag bleiben und hatten deshalb relativ viel um die Ohren. Wir sind froh, dass wir all die Termine aufteilen konnten. Zwar mussten wir immer noch von A nach B hetzen und haben einige Agenturen ausgelassen, aber trotzdem konnten wir unsere Liste abarbeiten. Plant also am besten 2-3 Tage ein. Der letzte, dritte, Tag, dient dann der Auslaufphase und Erholung. Wir hätten nach dem Marathon an Tag 2 nicht mehr die Kraft aufbringen können nach Hause zu fliegen.

Gibt es eine Reihenfolge für die Agenturen?
Um nicht nach jeder Agentur quer durch die halbe Stadt fahren zu müssen, ist es sinnvoll, die Termine nach Stadtvierteln einzuteilen. Wir haben zB alle Agenturen bei 10115 Berlin (Die Adressen findet ihr auf der offiziellen Pressday-Seite) aufgeschrieben, zusammen erledigt und eine nach der anderen abgeklappert. Das spart Zeit und Nerven. Mit welchem Stadtteil ihr dann letztendlich startet oder aufhört ist aber euch überlassen.

Kommt man mit den Öffis gut zu den Agenturen?
Ladet euch einen Öffi-Plan der Stadt aufs Handy und es kann losgehen. Wir sind ausschließlich mit den Öffis und zu Fuß zu den Terminen gekommen. Da viele Agenturen, wie gesagt, eine ähnliche Lage hatten, konnte man die meisten Strecken laufen. Berlin hat ein sehr gutes U-Bahn-Netz und auch die Busse fahren alle paar Minuten.
Quick Tipp: Eine 72-Stunden-Karte kostet 23€, wenn man sich drei einzelne Tagestickets kauft spart man sich 2€. Man darf nur nicht vergessen, diese Einzeltickets auch am benötigten Tag zu entwerten.

Pressday Packing List?

  • Visitenkarten (sehr wichtig) | Ihr wollt ja, dass die Agenturen und Kunden euren Blognamen & Co in den Händen haben.
  • Öffi-Plan fürs Handy | In Berlin kann man schnell verloren gehen oder falsch aussteigen.
  • Liste mit Agenturen, die ihr besuchen wollt | Am besten schon nach Stadtteilen sortiert.
  • Power Bank | Erst wenn man bei 8% noch fünf InstaStories hochladen möchte, wir einem die Notwendigkeit dieser tollen Erfindung bewusst.
  • Deo | Macht euren Mitmenschen eine Freude und beglückt euch nach der ganzen Hetzerei mit einer Prise Deo.

One Last Tip?
Just go for it! Wenn er die German Pressdays besuchen wollt, tut es einfach. Schaut auch zu Agenturen, von denen ihr vielleicht keine Antwort oder Rückmeldung erhalten habt. Mehr als Nein sagen können sie nicht. Lächelt, seid interessiert und scheut euch nicht davor, eure Visitenkarten auch anzubieten. Mein Standardspruch war: Darf ich vielleicht meine Visitenkarten da lassen? 😀
Freundliche, offene Blogger, die auch Fragen stellen oder Interesse zeigen, merkt man sich gleich viel lieber.

Abschließend lässt sich sagen, dass wir die German Pressdays wirklich genossen haben und auch froh sind, hier gewesen zu sein. Es war unglaublich anstrengend und wir kamen nie ohne schmerzende Rücken oder wunde Füße zurück. (Zum Glück naht der Sonntag!) Aber wir hatten immer das Gefühl, dass es sich gelohnt hat oder in der Zukunft lohnen wird. Ich hoffe, mein Q&A konnte etwas Licht in die Sache bringen und einige eurer Fragen beantworten. Wenn ihr noch Fragen habt: Just write me! I don’t bite.


Pssst.:
Hier
findet ihr übrigens noch den Survival Guide für eure nächste (Buch)Messe.

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2 Kommentare

  1. 24. Oktober 2017 / 11:44

    Hi Kat!

    Das klingt doch mal nach Spaß (und Anstrengung) – und dasgleich nach der Buchmesse 🙂
    Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, was du da eigentlich in Berlin tust und der Beitrag hat alle meine Fragen beantwortet 😉

    Liebste Grüße,
    Wiebi

    • 25. Oktober 2017 / 6:12

      Hallo liebe Wiebi. 🙂
      Ja ich bin da relativ stressunempfindlich. 😀 Es hat ja auch alles wirklich Spaß gemacht.
      Gut, dass ich deine Fragen auch beantworten konnte.

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