Foodguide – Essen ohne Zucker

Foodguide – Essen ohne Zucker

Die gewohnten Sitten abzulegen ist nicht immer leicht. Bekannte Muster stellen sich einem in den Weg, führen die Gedanken in Versuchung oder fordern einfach die früherer Bequemlichkeit zurück. Das Warten reißt Löcher in die Luft und man denkt immer öfter an die Dinge, die man nicht darf oder kann. Zucker ist für viele Menschen ein Feindbild, auch wenn wir uns über all die Jahre einfach daran gewöhnt haben. Er ist nicht besonders gut für uns, aber manchmal brauchen wir eine Prise, um dem Glück einen Schubs zu geben. Was wäre die Welt ohne Schokolade? Ein trostloser Ort ohne verschmierte Kindermünder. Trotzdem lebe ich mit der Gewissheit, dass es auch ohne gehen würde. Auch wenn ich das, ehrlicherweise, nicht möchte.

Meine zuckerfreie Woche verging gleichzeitig wie ein Wimpernschlag und zog sich schier endlos dahin. Das Warten auf das Dessert endete jäh und ich griff stattdessen zu Datteln und Obst. Um euch einen kleinen Einblick in meine Ernährung der letzten sieben Tage zu geben, habe ich einen Food Guide für euch. Was war gut? Was fehl am Platz? Jetzt erfahrt ihr es:

Food Guide – Ohne Zucker

Frühstück:

Der Gedanken an Frühstück quälte mich zum Glück nur am Samstag. Da ich unter der Woche bereits um sechs Uhr mit der Arbeit anfange, stellt sich die Frage nach Essen erst ab 11Uhr. Es war nicht leicht, das Nutellabrot zu verschmähen und stattdessen, früh morgens, meinen Kopf anzustrengen. Viel Obst hatten wir nicht mehr und die Ideen ließen auf sich warten. Bis mir ein Geistesblitz den Morgen rettete. Altbekanntes wurde neu interpretiert und so gab es süßen Couscous mit Weintrauben. Stevia sei Dank! Ein weiterer Tipp ist Milchreis aus Reisflocken. Geht super schnell und kann mit Zimt, Obst oder Proteinpulver verspeist werden. Yay.

Mittagsessen:

Hier war ich zum Glück weitaus kreativer und kochte mir (beinahe) jeden Tag eine neue Köstlichkeit. Montag gab es Vollkornspaghetti mit Olivenöl, Knoblauch und Zucchini und der Dienstag folgte mit einer spontanen Neuinterpretation von Lasagne: Zucchiniauflauf mit Schafskäse und Cottage Cheese. *nomnom* Mittwoch hatte ich beim Einkaufen meine liebe Mama als Unterstützung, die mir zuvor Bratkartoffeln gekocht hatte. Danke Mama! Besonders schwierig war die Suche nach einem Ersatz für mein geliebtes Pesto. Aber, tada, ich habe tatsächlich eines ohne Zucker (Alnatura) gefunden und gleich am Freitag mit Vollkornspaghetti und Parmesan zum Einsatz gebracht.  Donnerstag und Samstag erfreuten mich meine allerliebsten Krautfleckerl *love it* und am Sonntag ein kleiner Ausrutscher im Restaurant mit Kürbiscremesuppe und Kartoffel-Gemüselaibchen. Ob es wirklich ein Fehltritt war, werde ich nie erfahren, da ich nicht weiß, welche Art von Gewürz die Köchin benutzt hat oder ob in der Suppe Zucker war. (Rezepte gerne auf Anfrage.  :))

Abendessen:

Durch mein verändertes Essverhalten, hatte ich zu später Stunden keinen Hunger mehr. Entweder gab es den Rest vom Mittagessen oder Luft und Liebe. Nur am Samstag gönnte ich mir eine Portion Pommes vor dem Sonnenuntergang. Besonders empfehlenswert, vor allem für den kleinen Hunger, ist gedünstete Zucchini mit Knoblauch oder Apfelscheiben mit Zimt.

Snacks:

Jeden Tag leistete mir eine Kanne Grüntee mit Stevia bei der Arbeit Gesellschaft. Stevia war übrigens mein Retter in der Not, wenn ich mal wieder etwas versüßen wollte. So wie bereits genannten Couscous oder eben den Tee. Wenn der süße Hunger mich übermannen wollte, aß ich ein paar Datteln. Leider verging mir am Samstag schlagartig die Lust darauf, da ich in einer der letzten plötzlich Madenlarven fand. Bäääh! Danach mussten Weintrauben die Situation entschärfen oder ein Stückchen Käse. Falls ihr Lust auf Schokolade bekommt, könnt ihr euch mit Mandelmus, Kokosöl und reinem Kakao selbst welche zusammenrühren. Ein bisschen Honig dazu und man schmeckt kaum einen Unterschied. 😉

Besonders vermisst habe ich den Vanillekaffee am Morgen, auch wenn er mir mittlerweile gar nicht mehr schmeckt. *haha* Auch viele Soßen musste ich streichen, genau wie die Suppenwürze, die ich gerne für meine Krautfleckerl benutze. Ich kann nämlich leider nur bedingt kochen und Soßen sind mein Kryptonit. Schokolade hingegen fehlte mich nur in gewissen Situationen. Ich hätte mir bereits zu Anfang der Woche mehrere Alternativen für das Dessert suchen sollen. My bad. Es war trotz allem eine tolle Erfahrung, auch wenn meine Familie ab und an ziemlich genervt die Augen verdrehte. (Zitat: Wirst du jetzt auch einer dieser unangenehmen Restaurantgäste?) 😀 Den Zucker versuche ich weiterhin zu reduzieren, auch wenn ich mir sicher den einen oder anderen Schokoriegel mit Freude erlauben werde. Auch Pringles dürfen ab und zu wieder bei mir einziehen. Denn was wäre das Leben ohne ein paar Sünden? 😉

Eure Kat.

Wie ersetzt ihr Süßigkeiten oder Zuckerbomben? Habt ihr einen Tipp zum Einkaufen?

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2 Kommentare

  1. 25. Februar 2017 / 15:39

    Ich ernähre mich seit Jahren nach 10wbc, wo jeglicher Zucker, also auch Obst und Milchprodukte, an 6 Tagen verboten sind. Nur an einem Tag darf man alles essen was man möchte. Damals, als ich anfing, war das der reinste Entzug. Mittlerweile ist es Alltag. Ich süße nur mit Süßstoff/Stevia und Süßigkeiten sind mir oft zu Süß. Aber es ist absolut schwer. Das kochen hingegen ist sehr toll. Man kann auch ohne Zucker kreativ sein. Morgens ist es dann eben deftig, schön Rührei mit Bohnen und frischem Gemüse. Man gewöhnt sich so sehr daran, man muss es nur wollen. Und dann ist auch bald der lang ersehnte Loadday da, wo es dann schokoflake zum Frühstück wird ☺ Ganz liebe Grüße

    • 6. März 2017 / 13:39

      Wow, Respekt. 🙂 Ja das klingt richtig anstregend, aber super, wenn du das so durchziehst. 🙂
      Hihi, verstehe ich absolut. 😀 <3

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