Review Wednesday – Obsidian

Review Wednesday – Obsidian

„Daemon Black konnte so stachelig sein wie ein schlecht gelaunter Igel, doch unter diesem Panzer verbarg er ein sanftes, fürsorgliches und unglaublich selbstloses Wesen.“

Das Buch von Jennifer L. Armentrout ist in zwei Perspektiven geschrieben. So kann man einmal in Katys Tagesablauf bei Daedalus einsehen und zum anderen Daemons Versuche sie zu retten mitverfolgen. Katy wacht Tag für Tag in ihrem kleinen Zimmer auf, wird von einem Soldaten namens Archer zu Ärzten oder Untersuchungen gebracht. Außerdem muss sie sich einem altbekannten Feind stellen, der ihr viel zu oft in den Rücken gefallen ist. Sie leidet sehr unter dem Druck, etwas tun zu müssen, was sie eigentlich gar nicht will. Und mit jedem Kapitel, das vorübergeht, verliert Katy die Hoffnung auf Rettung mehr und zieht sich in sich selbst zurück. Dann haben wir noch Daemons Sicht der Dinge. Er ist wild entschlossen seine große Liebe wieder in die Arme zu schließen. Er stellt sich dafür sogar gegen die Familie und zieht auf eigene Faust los, um Katy zu finden. Es ist kein leichter Weg. Fallen warten auf ihn, Leute, denen er nicht trauen kann. Es wird deutlich, wie sehr er Katy finden will und dass er alles dafür tun würde. Ob sie es schaffen oder nicht, werde ich (zu meiner eigenen Sicherheit) nicht verraten. Nur eines sei gesagt: 2/3 des Buches spielen bei Daedalus und es gibt viele Kämpfe, Blut und mittendrin die Liebe.

Der vierte Band der Lux-Reihe hat mir, zu meiner Verwunderung, sehr gut gefallen. Das soll nicht heißen, dass mir seine Vorgänger nicht zugesagt hätten. Aber viele Reihen werden mit den fortlaufenden Büchern schlechter und sind irgendwann kaum noch lesbar. Hier war das anders. Band 3 hat mit einem dermaßen nervenaufreibenden Cliffhanger geendet, dass ich den vierten Band kaum erwarten konnte. Es hat mir gut gefallen, dass es dieses Mal zwei Perspektiven gegeben hat. So konnte man sowohl in Katys, als auch Daemons Kopf hineinsehen und die Gedanken hinter den Worten mitverfolgen. So bekam man einen tollen Blick auf Katys Gefangenschaft und auf Daemons Versuch, zu ihr zu gelangen. Oft vergisst man, dass sie noch nicht einmal zwanzig Jahre alt sind, was mich immer wieder erstaunt. Die Autorin hat viel Wert auf Gefühle gelegt, dementsprechend oft wird geschildert, wie sehr sich die Beiden lieben und wie wichtig sie einander sind. Ab und zu war es mir etwas zu kitschig. Liebe schön und gut aber wenn man fünf Minuten nur darüber liest, wie sehr sie einander verehren und begehren, kann das wirklich ermüdend sein. Nichtsdestotrotz sind sie ein tolles Paar, mit Ecken und Kanten, was sie sehr sympathisch macht. Die Eigenschaft, sich für sämtliche Katastrophen der Welt schuldig zu fühlen, sollten sie aber lieber ablegen. Das habe ich mehr als einmal die Augen verdreht. Weil ich die Beiden schon seit Obsidian (Band 1) kenne und weiß, dass sie das gerne und ständig machen. Was hat mir besonders an dem Buch gefallen? Die Mischung. Nicht nur der Perspektivenwechsel war erfrischend anders, sondern auch das Spiel von Liebe und Hass, Tod und Leben. Einmal küssen sie sich, im nächsten Moment müssen sie gegen eine Armee von Feinden kämpfen. Das war wirklich toll zu lesen und die Spannung kam nicht zu kurz. Natürlich endet auch dieses Buch mit einem gemeinen Cliffhanger, genau wie Band 3. Aber was wäre die Welt auch ohne offene Enden und unbeantwortete Fragen? Richtig: langweilig.

Klappentext: Daemons Leben hat jeglichen Wert verloren, seit Katy von Daedalus festgehalten wird. Auch Katy ist verzweifelt. Täglich muss sie neue Experimente über sich ergehen lassen. Trotzdem beginnt sie zu ahnen, dass Daedalus nicht nur schlechte Seiten hat. Und sind die Lux wirklich so friedlich, wie sie es bisher immer annahm? Wer sind hier die Guten und wer die Bösen? Katy ist fest entschlossen, eine Antwort auf diese Fragen zu finden – doch dann könnte es bereits zu spät sein. Vor allem, wenn Daemon bis dahin nicht wieder an ihrer Seite ist.

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