Wann hat dich das letzte Mal ein Buch wirklich berührt?

Wann hat dich das letzte Mal ein Buch wirklich berührt?

Es sind Monate vergangen, das weiß ich.
Monate die irgendwie zu einzelnen, langen Tagen wurden.
Wann war das letzte Mal, als dich ein Buch wirklich berührt hat?
Dich mit Haut und Haaren verschlungen hat und nicht wieder ausspucken wollte?
Ich weiß es noch, aber es ist lange her.
Mai, vielleicht auch April. Die Firebird-Reihe.
Das waren die letzten Bücher, die mich beinahe um den Verstand gebracht haben, weil ich sie in mein Herz gelassen habe.
Bücher, die ich mit einer längst vergessenen Freude gelesen habe.
Mit dieser einzigartigen Geschichte, die mich verzaubert und verlassen hat. Weil ich einfach nicht aufhören wollte.
Und dann kam nichts mehr. Und mein Kopf wollte es nicht glauben.
Seit Mai hatte ich kein Buch mehr gelesen, dass ich geliebt habe. Ein Schnitt, der mir das Herz bricht.
Denn sollte ein Bücherwurm sich nicht in Geschichten vergraben können? Jede Stunde darin leben wollen?
Ich vermisse dieses Gefühl. In einer Geschichte gefangen zu sein und gar nicht fliehen zu wollen.
Die bisher gelesen Bücher waren allesamt gut, sonst hätte ich sie abgebrochen. Aber keines hat mich seither so umgehauen wie Firebird.
Und ich weiß nicht wieso.
Ich kann nur raten.


4 Bücher, die mein Herz berührt haben


A Thousand Pieces of you

Am I normal yet?

The fault in our stars

Ich fürchte mich nicht


Ich frage mich schon lange, warum es in der letzten Zeit keine Rezensionen von mir gab.
Vielleicht, weil ich die Angewohnheit habe, nur Bücher, für die ich wirklich brenne, zu rezensieren.
So wie Rika für das neue Buch von Dennis Frey brennt. Das will ich. Das brauche ich!
Oder sagen wir es so: Es fällt mir einfach leichter, weil so viel Seele darin steckt. Für Bücher, die ich gut aber nicht umwerfend fand, eine ausgiebige Rezension zu schreiben, fällt mir seltsam schwer. Das Gefühl ist nicht stark genug.
Deshalb gibt es die Thoughts About-Reihe. Die auch all die Bücher, Serien und Filme zeigt, die ich nicht genau zuordnen kann und bei denen die Verbindung einfach nicht ganz stimmt.
Doch ich kann nicht leugnen, dass es mich zermürbt.
Denn ich habe immer gerne meine Meinung zu Papier gebracht und meine Rezensionen waren etwas Besonderes.
Liegt es wirklich nur an den Büchern? Oder doch an mir?

Was hat sich verändert? Was ist anders geworden.
Eigentlich ist die Antwort so einfach: Ich.
Ich lese immer noch gerne und immer wenn es die Zeit zulässt. Ich vergrabe mich im Zug lieber in einem Buch als meinem Handy und meine Mittagspause gehört nach wie vor den Geschichten auf Papier.
Trotzdem.
Meine Gedanken wandern, sind rastlos. Sie schleichen zu den Beiträgen zurück, die ich noch schreiben sollte. Zu den Fotos, die noch zu bearbeiten sind.
Mein Kopf ist voll und das Lesen bietet mir Ruhe und Sicherheit. Aber eben nicht immer.
Nicht, wenn die Geschichte nur über meine Gedanken streicht, als sie zu fesseln.
Nicht, wenn ich nur an der Oberfläche schwimme, aber nicht eintauchen kann.

Es werden wieder Rezensionen kommen.
Von guten und schlechten Büchern. Von Büchern, die mein Leben verändert oder mir für ein paar Stunden die Angst genommen haben.
Aber zuvor wollte ich diese Zeilen schreiben und sagen: Es ist nicht schlimm, wenn es mal nicht sofort klappt.
Man verändert sich, Prioritäten werden verschoben. Aber wenn man es wirklich will, wird auch irgendwann wieder funktionieren.
Denn: Wer weiß, wozu es gut ist?

Jetzt will ich von euch will: Was waren eure Lieblingsbücher in der letzten Zeit? Oder welche Rezension hat euch umgehauen?
Was hat euch berührt? Let me know, I don’t bite.

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5 Kommentare

  1. 2. November 2017 / 12:23

    Hach Kathilein, ich kenn’s so gut. Mich kann momentan auch kein Buch mehr so richtig packen. Ist total schade, aber im Endeffekt kann man ja leider echt nix dagegen tun. Die Hauptsache ist ja, dass man das Lesen trotzdem genießt 🙂

  2. 2. November 2017 / 17:39

    Nicht aufgeben, mein Herz.
    Du findest ganz sicher bald wieder ein Buch, das dir so richtig unter die Haut geht und das wird ein wunderbarere Moment sein, den du dann genießen kannst.
    Ich drück dir die Daumen.

    Und tausend Küsse für die Verlinkung!

    Liebst,
    Rika

  3. 3. November 2017 / 9:07

    Hallo liebe Kat.

    Das Leben ist mittlerweile so schnell geworden,dass fesselnde Geschichten umso wichtiger sind. Ist mir bei meinen Leseverhalten auch schon aufgefallen.
    Aber es ist einfach so und man kann nichts erzwingen.

    Das letzte Buch, was mich sehr berührt hat, war “Schneezauber – Küss den Schneemann” von “Hannah Siebern”. Tolle Protoganisten und mit einer Botschaft dahinter.

    Auf meinen Blogg findest du, falls du schmöckern möchtest, unter “Topic ‘Books’”>”Read books” alle meine gelesenen Bücher mit Link zur Rezension, wenn vorhanden.

    Liebe Grüße,
    Carina.

  4. 5. November 2017 / 11:30

    Erst im September hatte ich eines dieser Bücher, dass ich unbedingt zu Ende lesen musste (Magnus Chase: Der Hammer des Thor), aber so richtig gefesselt wie früher bei den Harry Potter Büchern bin ich schon lange nicht mehr. Ich würde aber eher sagen, dass es daran liegt, dass ich auch allgemein immer seltener lese. Etwas das mich selber stört, aber irgendwie ändere ich doch nichts daran. Ich hoffe, dass ich jetzt zur kalten Jahreszeit langsam wieder häufiger lese. Wenn ich in den Pausen zwischen den Vorlesungen nicht mehr heim laufe, weil es mir zu kalt draußen ist und dann stattdessen die Stunde in der Uni hocke. Perfekt eigentlich um mit Tee ein Buch zu lesen (kann mir in meiner Uni Tee kochen).

    • 7. November 2017 / 9:45

      Das freut mich zu hören. ich bin zurzeit noch auf der Suche nach solchen Büchern. 🙂
      Ja das kann ich gut nachempfinden.
      <3

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